23.04.2009 - Alicia Radke
Einer gegen alle, alle gegen einen - so könnte das Motto von Elven Legacy lauten. Beispiellose Machtgier trieb einen menschlichen Magier dazu, die Macht der Elfen an sich reißen zu wollen. Von Zorn angestachelt schwören die Elfen nunmehr Rache und beginnen ihren Feldzug gegen diesen Magier. Dabei nehmen sie aber alles mit, was ihnen über den Weg läuft. Der Spieler befehligt die ganze Zeit eine Vielzahl von Elfenstreitkräften mit den unterschiedlichsten Eigenschaften, zu denen stetig neue Fähigkeiten hinzukommen. Die Steuerung selbst erfolgt entweder rein mit der Maus oder mithilfe von Tastatur-Shortcuts. Es gibt drei nennenswerte Spielmodi: Einzelspielerfeldzug, Einzelspielerkampagnen und den Mehrspielermodus.
Empfehlenswert ist übrigens auch das Tutorial, denn hier wird besonders die Mehrsprachigkeit der Spieler geschult. Der Feldherr spricht ausnahmslos russisch mit euch, bekommt aber immerhin eine deutsche Textbox spendiert, damit ihr euch die neuen Vokabeln auch einprägen könnt. Die eigentlichen Tutorial-Videos sind jedoch auf Englisch, ohne jegliche Untertitel. So könnt ihr das in der Schule Gelernte wiederholen oder überprüfen. Die meisten Videos enden mit dem folgendem Satz vom Feldherrn: „Um zum nächsten Kapitel zu gelangen, drücke auf den 'Zug beenden'-Knopf." - ohne weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Immerhin ist das Interface übersichtlich genug, um sich auch ohne Tutorial problemlos einzuarbeiten - zumal es auch mehr oder minder unverändert aus Fantasy Wars übernommen wurde.
Während ihr durch die je nach Spielmodus bis zu 16 verschiedenen Missionen schreitet, werdet ihr vor allem zwei Dingen sehr oft begegnen: schlechter Balance sowie Abstürzen. Um Systemkompatibilität als Ursache auszuschließen, wurde das Spiel sowohl auf Windows XP als auch auf Vista jeweils in der 32-bit- und der 64-bit-Version getestet. Es ließ sich zwar nicht herausfinden, ob die Abstürze an einer bestimmten Kombination von Handlungen lagen, aber auf allen Systemen gab es regelmäßige Crashes. 64-bit-Systeme waren jedoch etwas häufiger davon betroffen als ihre 32-bit-Verwandten.
Immerhin speichert das Spiel recht häufig automatisch, sodass ihr keine fünf Stunden erneut spielen müsst, wenn ihr lediglich beim Beenden des Spiels abspeichert. Der Balancing-Aspekt ist jedoch noch tragischer: Ihr seid wirklich oft zahlenmäßig völlig unterlegen, der Feind macht euch mit Leichtigkeit platt und darüber hinaus ist eure Angriffskraft nie verlässlich.
Ein gängiges Szenario, vor allem mit zunehmendem Fortschreiten im Spiel, besteht darin, dass eure wenigen Truppen umzingelt sind, ihr dem aber sehr gelassen entgegenblickt. Immerhin hat die Nahkampfeinheit beim letzten Schlag einer anderen Einheit die Hälfte der Lebenspunkte nehmen können! Die traurige Wahrheit ist aber, dass der nächste Schlag aller Wahrscheinlichkeit nach bloß zwei oder drei Lebenspunkte abzieht, vielleicht sogar noch weniger. Die Trefferstärke variiert stark und ihr habt darauf keinen echten Einfluss. Es hat sich aus diesem Grund als beste Taktik herausgestellt, einfach immer alle Einheiten beieinander zu halten. Wird eine Einheit angegriffen, so schlägt dann nicht nur diese zurück, sondern auch alle anderen in Kampfnähe befindlichen Truppen.
Das Spielfeld ist unterteilt in Sechsecke, über die ihr euch bewegen könnt. Neben verschiedenen Kameramodi könnt ihr außerdem eine Übersichtskarte zücken. Beim ersten Mal erlebt ihr einen Schock ob der Entfernung eures Ziels zu dem jetzigen Standpunkt. Später werdet ihr aber feststellen, dass diese Riesenentfernung nur einen Katzensprung beziehungsweisemaximal drei Runden Spielzeit bedeutet, bevor ihr es erreichen könnt. Das ist ungefähr mit städtischen Parks vergleichbar. Hübsch gestaltet, aber selten wirklich weitläufig. Es gibt außerdem viele verschiedene Gebietstypen, die alle Auswirkungen auf eure Fertigkeiten haben. Es macht eben einen Unterschied, ob ihr im Wald, im Schnee oder in der Wüste kämpft.
Elven Legacy ist ein zweischneidiges Schwert. An vielen Ecken sieht es stark nach einem Budget-Titel aus, halb fertig mit vielen Bugs unterschiedlicher Natur. Andererseits kann nicht behauptet werden, dass das Spielen, trotz seiner Schwierigkeiten, keinen Spaß macht. Ganz im Gegenteil, das Suchtpotential ist sogar recht hoch und wer außerdem die Disc-Version kauft, bekommt viel für sein Geld. Allerdings solltet ihr einen ordentlichen Rechner haben, da viele Systemressourcen genutzt werden. weiter...
Wenn ihr einen starken Rechner habt, Fantasy und Strategie liebt und euch Abstürze nicht aus der Ruhe bringen, sollte Elven Legacy auf eurer Einkaufsliste stehen.
23.04.2009
Spielt das rundenbasierte Strategie-Spiel an
Elven Legacy - Arcane Arts Trailer
Strategiespiel erneut im Trailer zu sehen
27.05.2009
Cheats für jeden Geschmack
16.05.2009
Unzählige Cheats
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Kommentare
Yo,
also ich denke das ist wirklich Ansichtssache. Ich persoenlich mochte es am Anfang nicht wirklich, wurde aber immer suechtiger danach im Laufe der Zeit. Und mit den taktischen Elementen inkl. der wachsenden Faehigkeiten kann man ne ganze Menge machen.
Elven Legacy ist auf jeden Fall ein echt zweischneidiges Schwert, jede Bewertung scheint irgendwie ungerecht
ich fand dieses spiel echt schlecht. sorry aber das teil ist nicht mein ding. ich habe es gekauft, gepsielt und gleich weg gelegt. ICh denke es ist ansichtssache, aber hier habe ich den kauf bereut
Im Grunde schade, es ist, immer noch, bockschwer, die Sprachausgabe hat man diesmal nicht übersetzt und im Handbuch werden sogar noch Menschen- und Orkeinheiten beschrieben, obwohl diese garnicht vorkommen.
Im Grunde ist Elfen Legacy die "verlorene Elfenrasse" für Fantasy Wars, welches ich btw recht gut fand, nur eben bockschwer.
Freu mich schon darauf
Fantasy Wars fand ich schon ganz nett, also werden auch die Elfen angeführt (wenn ich Orks auch vorziehe
).
Es gibt wohl keinen passenderen Ausdruck für dieses Spiel wie "Russisches Roulette".