Shuriken-Werferei und unauffälliges Töten machen auch nach dem hundertsten Mal noch Spaß, doch meucheln, schleichen und verstecken wäre um einiges spaßiger, wenn das Timing nicht ständig durch die ungenaue Steuerung sabotiert werden würde.
Singleplayer
Paradoxerweise ist Rikimarus neuester Streich gleichzeitig ziemlich knackig und doch unglaublich einfach. Wenn ihr die Hintertür im Missionsdesign ausnutzt, könnt ihr das gesamte Stealth-Konzept aushebeln.
Umfang
Mit zehn Missionen ist die Geschichte um die Entführung der Prinzessin in fünf bis acht Stunden erzählt. Wenn ihr aber alle Gegenstände freischalten wollt, kommen noch ein paar Stunden für die Nebenaufträge dazu.
Grafik
Die Umgebungsgrafik ist eher zweckmäßig als künstlerisch wertvoll. Das macht aber nichts, da sämtliche Aufträge nachts ausgeführt werden. Viel stärker fallen einige hölzerne Animationen von Rikimaru und Konsorten auf.
Sound
Die Sprecher machen ihre Sache ziemlich gut, auch wenn sie ab und zu ins Pathetische abrutschen. Der musikalische Mix aus traditionellen Melodien und Synthie-Sounds kann durch die Bank überzeugen.
Fazit
Tenchu: Shadow Assassins macht es sich selbst schwer, ein würdiger Nachfolger der ersten Teile zu sein. Hier kommt es darauf an, wie ehrlich ihr beim Zocken seid. Wenn ihr einfach einen Gegner umhaut, dann nachseht, wo der nächste ist, und es euch nichts ausmacht, bei jedem Alarm den bereits freigeräumten Weg entlangzurennen, ist der neueste Tenchu-Teil wirklich keine große Herausforderung. Wenn ihr jedoch einen Abschnitt komplett neu startet, wenn ihr erwischt werdet, kann euch die unpräzise Steuerung schnell frustrieren. Am Ende bleibt leider nur ein fader Nachgeschmack von verschenktem Potential und dem Wusch, dass die Reihe nach langer Talfahrt wieder auf die Stärken der alten Episoden zurückgreift.
Sind die Tenchu-Spiele eigentlich so erfolgreich, dass jedes Jahr eine Fortsetzung kommt.
Wahrscheinlich kostet die Entwicklung aber auch nicht so viel, so dass sich eine gerine Menge abgesetzter Exemplare schon für den Publisher rentiert.
Das würde auch die unterdurchschnittlichen Wertungen erklären.
Die letzten Wertungen waren ja vernichtend, und auch Tenchu scheint komplett in den Sand gesetzt worden zu sein. Als jahrzehntelanger Nintendo-Fan blutet einem das Herz.
Die schwammige Steuerung und vor allem die Dummheit der Gegner versauen einen Tenchu-Teil, der trotz linearer Levels ziemlich gut hätte werden können. Schade!
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Kommentare
Zerodyne
Teil 1 war echt sehr gut, Teil 3 gefiel mir auch noch damals. Heute würde ich nur dem ersten ne Wertung über 85% zutrauen.
phanta007
der erste tenchu-teil war damals einfach nur geil. ab teil 2 gung jeder teil mehr den bach runter.
nuttzo
Sind die Tenchu-Spiele eigentlich so erfolgreich, dass jedes Jahr eine Fortsetzung kommt.
Wahrscheinlich kostet die Entwicklung aber auch nicht so viel, so dass sich eine gerine Menge abgesetzter Exemplare schon für den Publisher rentiert.
Das würde auch die unterdurchschnittlichen Wertungen erklären.
xRAZORx
Die letzten Wertungen waren ja vernichtend, und auch Tenchu scheint komplett in den Sand gesetzt worden zu sein. Als jahrzehntelanger Nintendo-Fan blutet einem das Herz.