19.01.2009 - Dennis Hartmann
Als Reduktion wird in der Kochkunst das Einkochen von Flüssigkeit bezeichnet, um einen besonders intensiven Geschmack der Inhaltsstoffe zu erhalten. Im Hause EA hat man sich gedacht, dass die Lizenz der Herr-der-Ringe-Trilogie wunderbar dazu geeignet ist, ganz viele tolle Spiele daraus zu machen. Am packendsten sind zweifelsohne die Schlachten geraten. Also wurde Pandemic mit einer Reduktion beauftragt: Alle Schlachten der Filme in einem Spiel. Nur hat man beim Einkochen vergessen, einige wichtige Komponenten in den Topf zu geben, damit das Ergebnis auch schön kräftig schmeckt! Eher lasch sieht das Ergebnis aus.

Helms Klamm, Minas Tirith, das Schwarze Tor und der Schicksalsberg sind mit dabei. Moria darf nicht fehlen und im Tutorial erleben wir sogar die große Schlacht der Menschen und Elben 2000 Jahre zuvor gegen den dunklen Herrscher Sauron. Das und noch einiges mehr lässt uns aufhorchen. Denn jeder von uns hat sich schon einmal gewünscht, bei genau diesen Ereignissen mit dabei zu sein und Schädel zu spalten. Seite an Seite mit Gimli und Legolas um den höchsten Bodycount eifern oder vielleicht selbst in der Gestalt von Gandalf, in gleißendes Licht gehüllt, mit einer Reiterschar den Bergabhang hinabzugaloppieren. Träumt weiter, denn in Der Herr der Ringe: Eroberungen wird euch genau das nicht erwarten.
Stattdessen sind die begehbaren Areale ziemlich eng gesteckt. Auf den Pelennor-Feldern kämpfen wir am Rand der riesigen Belagerung, wo eigentlich die Reiter Rohans angestürmt kommen. Wir sehen auch Massen an Orks, aber wenn wir uns hineinstürzen wollen, dann sterben wir, weil eine unsichtbare Linie durchbrochen wurde. Super. Nun stehen wir da mit Tränen in den Augen, wollen doch eigentlich so richtig mitmischen. Doch es treiben sich nur etwas mehr als eine Hand voll Kämpfer herum. Mehr als 16 Spieler haben auf einem Server nicht Platz.
In der Einzelspielerkampagne fängt es eigentlich relativ lustig an. Eine ordentliche Anzahl Orks wird von uns mit Stahlmassage und Elektrotherapie behandelt. Dabei besteht die Auswahl aus vier behandelnden Klassen. Krieger, Magier, Bogenschütze und Späher erklären sich anhand ihrer Namen von selbst. Noch im Tutorial werden uns allerhand Kombinationsangriffe gezeigt. Anwendung findet diese alternative Heilmethode nicht oft, weil unsere Patienten recht hektisch reagieren.
Also dann doch die altbekannte Holzhammermethode, im Fachjargon auch Hack'n'Slay genannt. Schon jauchzt die Maus, weil sie denkt, hier würde Diablo 3 im Laufwerk verweilen. Der Controller ist derweil mit den Gedanken ganz woanders und schwebt eher in Tekken-Hemisphären. Immerhin können sich die beiden nicht über zu wenig Action beklagen. Wer will, darf sogar einen Freund einladen und mit ihm im kooperativen Spielmodus zusammen loslegen.
Zum Reinfall gerät Derr Herr der Ringe: Eroberungen im eigentlichen Hauptteil, dem Mehrspielermodus. Bei „Eroberung" müssen Punkte eingenommen und gehalten werden, im Deathmatch kloppt man sich stupide zum Highscore und dann gibt's da noch eine Variante, den Ring zu finden. Das könnte alles so spannend wie bei Battlefield sein, wenn es nicht für nur 16 Spieler ausgelegt wäre und wenn das Kampfsystem besser funktionieren würde. Spannende Schwertkämpfe werdet ihr nicht erleben, dafür wildes Herumgefuchtel und Mit-der-Kamera-Rumgekrampfe. weiter...
Wer die Filme kennt, erwartet epische Schlachten und keine Deathmatch-Scharmützelchen, in denen jeder Mitspieler eine Lebenserwartung einer Eintagsfliege hat.
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Kommentare
Cross_war
Battlefront macht wenigstens Spass und ist besser.
preecha
ein Star wars Battlefront in her der ringe kleid??
sieh aus wie Starwars Battlfron spilerisch gesehen ist aber sicher nicht so gut
Dando
Als ich den Trailer gesehen habe hab ich gedacht Hammer! aber nachdem ich es mir geholt hab war alles verloschen Kleine mini schlachten bescheuerte Balance (Magier) Und nicht zu vergessen bei Team-Deathmatch Pellenor felder Die Bösen haben nen Olifanten und wargs die guten 2 ents und pferde waw ergibt sicht total unfair und die bots sind am besten Moria man klapt diese zugbrücken runter was machen die Bots bleiben erst stehen dann rennen sie mitten in die grube toll was ne ne ne!!!
nuttzo
Hatte mich eigentlich sehr auf das Spiel gefreut.
Versehe nicht wieso man das Potenzial des Tolkien-Universums nicht wenigstens etwas ausschöpft.
Naja, meine Hoffnung starben eigentlich schon nach dem Aus des The White Council-Projekts.
Nek
Ist eigentlich sehr ähnlich der Dynasty Warriors Reihe, nur eben im HDR Universum. Wobei mir die DW Umsetzungen trotzdem lieber sind
Die DS-Version wurde bis jetzt nicht getestet.
Chrissy91
alphajer
da fehlen mir die worte. für den ds gibt es nur moria, hornburg, minas tirith,pellenor felder, scwarze tor und schicksalsberg
wenn man das kauft hat man mindestens 40 euro in die tonne gekloppt. die geschenisse sind schwachsinn, die idee verworfen und die grafik ist scheiße.
kennen die überhaupt buch und film?
Falcon1
Hmmm, schade irgendwie. Aus zweierlei Sicht: Zum einen hat Pandemic ja in der Vergangenheit durchaus schon bewiesen, dass sies können.
Zum anderen weil ich ein großer HdR Fan bin und ich jedes Spiel dazu begrüße.
warrior...
Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich "Conquest" grafisch nicht sonderlich von Battlefront II unterscheidet. In 3 1/2 Jahren hat sich (grafisch) nicht viel getan...
mhh also so beim zuschauen sahs eigentlich spassig aus. muss mal selber spielen
warrior...
Das Spiel ist wirklich für die Tonne. Die Grafik sit selbst auf der höchsten Einstellung richtig billig und online zu kämpfen wo jeder eine Spezialattacke machen kann mit der einen Haufen Gegner auf einmal umhaut ist wirklich Quatsch.
Ich hatte gerade nach den beiden Star Wars Battlefront Spielen mehr erwartet, die ja vom Prinzip her genau das gleiche sind. Aber dieses eine Gameplay Video zu BF 3, was ja bereits im Internet zu finden ist, ist sehr vielversprechend...
Pootch
und da wundert sich jemand wenn leute raubkopieren.
das spielt ist nich mal 1€ wert. jeder NES Emulator macht da mehr spaß.
echt dass man es wirklich wagt so ein spiel auf den markt zu werfen, ... aber ein paar deppen wird es schon geben die auch hier wegen medienpräsenz zuschlagen werden..
Das Spiel konnte allein schon deswegen nichts werden, weil die Entwickler genau fünf Minuten gebraucht haben, um zu erklären, warum ihr Spiel "cool" wird. Und wenn ich fünf Minuten brauche etwas zu erklären, was ich hätte in einem Satz erklären können, es aber so kompliziert gestalten muss wie diesen Satz - noch mal einen Einschub einbauen, damit er schön lang wird - dann kann das doch nichts geben. Und ich rieche ja so etwas schon im Voraus.