Nahkämpfer haben es dabei besonders schwer. Während geübte Bogenschützen aus der Ferne mit dem guten Zoom Headshots verteilen, müssen die fußlahmen Recken schauen, wie sie möglichst unbeschadet dem Pfeilhagel entkommen. Magier können darüber nur lachen, denn durch ihren aktivierbaren Schutzschild kommt kein Geschoss hindurch. Teamspieler würden jetzt sagen: „Kein Problem, der Magier beschützt alle anderen." Ja, aber haben wir auf öffentlichen Servern wirklich schon mal so etwas wie Teamplay erlebt? Nein. Da kämpft jeder für sich.
Sowieso scheint der Magier ein richtiger Allrounder zu sein. Er wehrt Pfeile ab, teilt mit dem Blitz ordentlich aus, wirft zu nahe gekommene Feinde mit einer Druckwelle zurück und wenn es kritisch wird, dann heilt er sich. Nur gegen einen Kameraden hat er wenig Chancen. Aufklärer machen sich unsichtbar und können von hinten eine Attacke vorbereiten, die immer tödlich ist. Man kann sich nicht dagegen wehren. Was ist die Folge aus alledem? Die Lebenszeit ist äußerst gering. In den kleinen Arealen trifft man schnell auf einen Gegner, und dann heißt es immer du oder ich. Deathmatch halt, wie man es mögen muss.
Immer wieder drängt sich während des Spielens der Gedanke auf, dass hier ungeheuer viel Potenzial verschenkt wurde. Okay, ab und zu dürfen wir in die Rolle eines Helden schlüpfen. Diese sind aber meist auch nur eine bessere Variante der vier Standardklassen. Löbliche Ausnahmen sind ab und zu verfügbare Trolle und Ents, die gewaltig austeilen und einstecken können. Als Balrog spielen wollte sicher auch jeder von uns einmal. Dazu müsst ihr jedoch Bester des Teams sein. Was wirklich fehlt, und dafür wäre dieses Spiel prädestiniert, sind ein Levelsystem und freischaltbare Gegenstände. Was man damit an Dynamik erreichen könnte.

Denkt euch nur einen Krieger mit Narsil oder einen Ork mit einer Morgul-Klinge. Unterschiedliche Stäbe für die Magier und Elben-Umhänge für die Späher. Warum gibt es keine Schilde im Spiel? Bögen könnten gegen Armbrüste ausgetauscht werden. Die Magierklasse alleine zeigt doch schon, dass es den Entwicklern nicht auf eine akkurate Umsetzung des Tolkien-Stoffes ging. 64 Spieler auf einem großen Schlachtfeld, richtig wuchtige Belagerungswaffen, zerstörbare Umgebungen und eine anspruchsvolle Physik-Engine. All das wäre heute machbar.
Uns kommt Der Herr der Ringe: Eroberung wie ein abgespecktes und nur mit neuen Kleidern versehenes Star Wars: Battlefront vor, das schon vor einigen Jahren erschien. Sämtliche Entwicklungen des Genres wurden verschlafen oder ignoriert. Grafisch werden wir mit unscharfen Texturen und schwachen Effekten gequält. Zugegeben, Helms Klamm sieht wie die Festung im Film aus und auch Gandalf erkennt man sofort wieder. Aber das Drumherum ist einfach nicht auf der Höhe der Zeit. Das hektische Kampfsystem fordert Kondition und Nerven. Was bringen mir die kraftvollsten Kombos, wenn die Gegner ohnehin nicht stillhalten? Im Spieleshop solltet ihr jedenfalls bei Sichtung der Spielpackung nicht stillhalten, sondern weitergehen. weiter...
Wer die Filme kennt, erwartet epische Schlachten und keine Deathmatch-Scharmützelchen, in denen jeder Mitspieler eine Lebenserwartung einer Eintagsfliege hat.
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Kommentare
Cross_war
Battlefront macht wenigstens Spass und ist besser.
preecha
ein Star wars Battlefront in her der ringe kleid??
sieh aus wie Starwars Battlfron spilerisch gesehen ist aber sicher nicht so gut
Dando
Als ich den Trailer gesehen habe hab ich gedacht Hammer! aber nachdem ich es mir geholt hab war alles verloschen Kleine mini schlachten bescheuerte Balance (Magier) Und nicht zu vergessen bei Team-Deathmatch Pellenor felder Die Bösen haben nen Olifanten und wargs die guten 2 ents und pferde waw ergibt sicht total unfair und die bots sind am besten Moria man klapt diese zugbrücken runter was machen die Bots bleiben erst stehen dann rennen sie mitten in die grube toll was ne ne ne!!!
nuttzo
Hatte mich eigentlich sehr auf das Spiel gefreut.
Versehe nicht wieso man das Potenzial des Tolkien-Universums nicht wenigstens etwas ausschöpft.
Naja, meine Hoffnung starben eigentlich schon nach dem Aus des The White Council-Projekts.
Nek
Ist eigentlich sehr ähnlich der Dynasty Warriors Reihe, nur eben im HDR Universum. Wobei mir die DW Umsetzungen trotzdem lieber sind
Die DS-Version wurde bis jetzt nicht getestet.
Chrissy91
alphajer
da fehlen mir die worte. für den ds gibt es nur moria, hornburg, minas tirith,pellenor felder, scwarze tor und schicksalsberg
wenn man das kauft hat man mindestens 40 euro in die tonne gekloppt. die geschenisse sind schwachsinn, die idee verworfen und die grafik ist scheiße.
kennen die überhaupt buch und film?
Falcon1
Hmmm, schade irgendwie. Aus zweierlei Sicht: Zum einen hat Pandemic ja in der Vergangenheit durchaus schon bewiesen, dass sies können.
Zum anderen weil ich ein großer HdR Fan bin und ich jedes Spiel dazu begrüße.
warrior...
Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich "Conquest" grafisch nicht sonderlich von Battlefront II unterscheidet. In 3 1/2 Jahren hat sich (grafisch) nicht viel getan...
mhh also so beim zuschauen sahs eigentlich spassig aus. muss mal selber spielen
warrior...
Das Spiel ist wirklich für die Tonne. Die Grafik sit selbst auf der höchsten Einstellung richtig billig und online zu kämpfen wo jeder eine Spezialattacke machen kann mit der einen Haufen Gegner auf einmal umhaut ist wirklich Quatsch.
Ich hatte gerade nach den beiden Star Wars Battlefront Spielen mehr erwartet, die ja vom Prinzip her genau das gleiche sind. Aber dieses eine Gameplay Video zu BF 3, was ja bereits im Internet zu finden ist, ist sehr vielversprechend...
Pootch
und da wundert sich jemand wenn leute raubkopieren.
das spielt ist nich mal 1€ wert. jeder NES Emulator macht da mehr spaß.
echt dass man es wirklich wagt so ein spiel auf den markt zu werfen, ... aber ein paar deppen wird es schon geben die auch hier wegen medienpräsenz zuschlagen werden..
Das Spiel konnte allein schon deswegen nichts werden, weil die Entwickler genau fünf Minuten gebraucht haben, um zu erklären, warum ihr Spiel "cool" wird. Und wenn ich fünf Minuten brauche etwas zu erklären, was ich hätte in einem Satz erklären können, es aber so kompliziert gestalten muss wie diesen Satz - noch mal einen Einschub einbauen, damit er schön lang wird - dann kann das doch nichts geben. Und ich rieche ja so etwas schon im Voraus.