14.01.2009 - Andreas Philipp
Über das Spielprinzip von Rock Band: AC/DC Live müssen wir wohl kaum noch viele Worte verlieren. Mikrofon, Gitarren-Controller oder Drumkit an die Xbox 360 und schon könnt ihr mit bis zu vier Leuten eure Karriere als Nachwuchs-Angus-Young starten. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ist es auch.

Das Stand-alone-Spiel bietet insgesamt gerade mal 18 Live-Songs von AC/DC. Die sind zwar vom Feinsten und so ziemlich alle Klassiker von Let there be rock über Hells Bells bis Whole lotta Rosie sind vertreten. Aber das war es dann auch schon. Absolut keine Neuerungen, keine Bonus-Tracks, nichts.
Im Grunde ist Rock Band: AC/DC Live nicht mehr und nicht weniger denn eine als Verkaufsversion getarnte Download-Erweiterung zu einem fast schon unverschämten Preis von knapp 40 Euro. Vergleicht man das mit den derzeitigen DLC-Alben, wuchern einem ruckzuck die Wutfalten auf der Stirn, da die vorgenannten zum Teil deutlich billiger sind. Immerhin, für Fans ist das dann interessant, wenn sie die Controller zu Hause haben, aber nur auf AC/DC stehen. Eine nicht gerade logische Kombination.
Per Code könnt ihr die 18 Songs auf eure Festplatte bannen und in Rock Band oder Rock Band 2 nutzen. Mehrwert ist keiner vorhanden. Im Gegenteil. Zwar könnt ihr Solo- und Multiplayer-Karrieren wie im normalen Spiel absolvieren, aber es gibt keine Extras. Überhaupt keine. Nichts, gar nichts. Keine Charakter-Outfits, keine Klampfen, gar nichts. Noch nicht mal nennenswerte grafische Gimmicks.
Klar, rein spielerisch funktioniert das Prinzip auch hier. Ob solo oder mit bis zu vier Spielern wird ein Musik- und Partyvergnügen vom Feinsten geboten, mit vier Schwierigkeitsgraden und an die 100 Minuten AC/DC pur. Aber mal ehrlich: Welcher Zocker, der bereits eines der Hauptspiele hat, ist wirklich dämlich genug, hierfür noch so viel Geld auszugeben? Außer er ist wirklich beinharter AC/DC-Fan und will seinen Recken unbedingt virtuell nacheifern. weiter...
Im Grunde ist das Spiel eine einzige Frechheit, mit der Fans das Geld aus der Tasche gezogen wird, auch wenn es noch so viel Spaß macht.
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Kommentare
Dr@gonm...
Na toll, gar kein Extra Content. Wenigstens ein paar Klamotten hätten sie ja beipacken können, Angus Schuluniform zum Beispiel. Das aber keine extra Gitarren freigespielt werden können, wundert mich nur zum Teil. klar, die SG von Angus ist von Gibson und solange EA in Richtung Lizenz da nichts ändert, wirds auch nur bei den Nachbauten bleiben (verdammt EA, ändert das mal, genug Geld solltet ihr ja haben>.
DASGNOM
schon mehr als eine frechheit soviel zu verlangen . sollte sony das mal mit dem downloadportal per "rubbelkarte " hinbekommen dann sollte die songs nur noch auf cd kopierbar sein , ich jedenfalls würde mir das selbe album zum vollpreis nicht 2 x kaufen .