Ubisoft Montreal hat das Gameplay konsequent erweitert: In den Kämpfen könnt ihr mit bis zu zwei weiteren Kumpanen agieren, zudem wurden die Kämpfe fairer gestaltet. Allerdings schwächelt das Missions-Design, das oftmals aus langweiligen Bring- und Hol-Aufgaben besteht, zudem nerven die mitunter langen Laufwege.
Singleplayer
Der Story-Modus erzählt die spannende Geschichte der ehemaligen Freunde Naruto und Sasuke, die nicht nur Fans bei Stange halten sollte. Der repetitive Spielablauf stört dabei ein wenig. Aufgelockert wird das Ganze durch Minispiele wie Angeln oder Dart-Werfen.
Multiplayer
Entweder an einer Konsole oder über Xbox Live prügeln sich jeweils zwei oder bis zu vier Spieler (nur in Team-Kämpfen) miteinander. Lags waren während unserer Test-Sessions keine auszumachen; die Kämpfe verlaufen durch das leicht verbesserte Kampfsystem nun deutlich fairer als noch im Vorgänger ab.
Umfang
Durch die teils langen Laufwege wird die Spielzeit künstlich auf knapp 12 bis 14 Stunden gestreckt. Die spannende Geschichte hält einen dabei die gesamte Zeit bei Stange.
Grafik
Naruto: The Broken Bond sieht dem Anime nahezu ähnlich. Egal, ob es nun die Charaktere, deren Animationen oder aber die Effekte bei den zahlreichen Jutsus sind – es sieht einfach wunderschön aus. Unsauber wirken lediglich die sporadisch auftretenden Framerate-Einbrücke, welche aber den Spielspaß niemals trüben.
Sound
Hardcore-Fans dürfen jubeln: Ubisoft Montreal hat gleich in die Verkaufsversion neben den englischen Synchronsprechern auch die japanische Tonspurt integriert. Unlogisch: Deutsche Stimmen fehlen nach wie vor. Die Musik stammt zudem größtenteils aus dem Anime und unterstreicht die hervorragende Atmosphäre.
Fazit
Meine Damen und Herren: So hat eine Anime-Umsetzung auszusehen. Naruto: The Broken Bond besitzt nicht nur eine schöne Cel-Shading-Optik, es fängt mitsamt der Musik auch perfekt die Atmosphäre der TV-Serie ein. Ubisoft Montreal tat gut daran, das Gameplay, insbesondere das Kampfsystem, an einigen Stellen leicht zu verbessern. Trotzdem besteht weiterhin Luft nach oben. So toll Narutos Abenteuer auch beginnt, es ist linearer als Rise of a Ninja und wiederholt sich zu schnell. Naruto wurde erfolgreich „montrealisiert“ – sowohl zum Guten als auch zum Schlechten.
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