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Allgemeine Informationen

Titel:
The Last Remnant
System:
PC PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
Square Enix
Publisher:
Square Enix
Genre:
Rollenspiel
USK/PEGI:
Ab 12 Jahren / 16+
Spieler:
Offline: 1 / Online: -
Release:
20.11.2008
Off. Seite:
Watchlist:
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The Last Remnant - Review

X360

Allgemein mangelt es The Last Remnant an Erklärungen. Neben der undurchsichtigen Befehlsvergabe gibt es einzelne Spielelemente, die euch einfach vor die Füße geworfen werden. So hat jeder Charakter ein Spezialattribut, beispielsweise Liebe, Intuition oder Autorität, dessen spielerische Bedeutung nicht beschrieben wird. Zum Glück scheinen solche Kleinigkeiten weniger wichtig für euren Erfolg zu sein, da wir auch so gut durchs Spiel gekommen sind.

Unterm Strich ist das ungewöhnliche Kampfsystem eine Bereicherung für das Genre, weil es episch wirkende Schlachten zulässt. Schließlich bekriegen sich im Idealfall mehrere Dutzend Krieger und/oder Monster. Die Hauptstory wird durch zahlreiche Nebenquests ergänzt, die allerdings teilweise das Besuchen altbekannter Szenarios erfordern. Die Spielwelt umfasst einen großen Kontinent, an dem ihr mehr als ein, zwei Abende sitzen werdet.

Doch der Einstieg fällt relativ schwer dank der vielen Neuerungen und Eigenheiten des Systems. Gleichzeitig baut die Qualität von Story und Spieldesign auf der zweiten DVD etwas ab. Die Erzählstruktur wirkt dort überhastet und ihr bekommt mehrere umfangreiche Aufträge am Stück aufgedrängt, zwischen denen die Charakterentwicklung kaum noch eine Rolle spielt.

Die vielleicht schlechteste Präsentation eines Square-Enix-Spiels

Das allergrößte Problem und sicherlich Hauptgrund für die zwiegespaltenen Wertungen aus den USA ist jedoch die technische Komponente. Diese lässt sich nur als entsetzlich beschreiben, weil Square-Enix eine phasenweise fürchterliche Ruckelorgie programmiert hat. Trotz der Power der Unreal-Engine 3 bricht die Framerate innerhalb der Kämpfe brutal ein, obwohl eigentlich außerhalb der grafischen Darstellung nichts Großartiges berechnet werden muss (etwa eine Echtzeit-K.I. wie bei Ego-Shootern). Die Spielbarkeit bleibt davon unbeeindruckt, jedoch wird der Spielverlauf zäh bis schlimmstenfalls langwierig. Die bis an die Schmerzgrenze gehenden Ladezeiten tun ihr Übriges, um ungeduldige Naturen zur Weißglut zu bringen.

The Last Remnant - TGS 2008 Trailer

Alles andere als hübsch sind die extrem spät aufpoppenden Texturen: Wenn beispielsweise eine neue Szene geladen wird, dann seht ihr oftmals über mehrere Sekunden hinweg nur extrem verwaschene Flächen, während Stück für Stück die detaillierte Darstellung in den Speicher geschaufelt wird. Dieses Phänomen kennt ihr eventuell aus Mass Effect, nur dass es hier deutlich penetranter zur Geltung kommt. All das ist umso trauriger, weil die eigentliche grafische Gestaltung von Welt und Charakteren kaum Schwächen zeigt. Im Gegenteil: Manchmal habt ihr das Gefühl, eine Next-Generation-Version von Final Fantasy 12 vor Augen zu haben.

In Sachen Präsentation ist einzig der Soundtrack ohne Makel, wenn auch nicht auf gleicher Stufe mit so vielen anderen Square-Enix-Klassikern. Die Musik orientiert sich nicht stur an Final Fantasy & Co., sondern wurde mit einem feschen wie erstaunlich nervenschonenden Rockeinschlag während der Kämpfe versehen. Die englische Sprachausgabe sorgt für keine Begeisterungsstürme, kommt aber ohne Peinlichkeiten aus. weiter...

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Kommentare

  • Ich habe die Demo auf dem PC gespielt und dort haben die Texturen vielleicht nur eine Sekunde gebraucht, um geladen zu werden. Das kann ich verschmerzen.
    Für einen Preis von 30€ werde ich wohl bei passender Gelegenheit zuschlagen.

  • Wie auch immer, zumindest bietet die Portierung die Moeglichkeit, ein, zwei kleinere Fehlerchen auszumerzen.


    Sie bietet aber auch die Möglichkeit, zehn, zwanzig größere Fehlerchen einzubauen :D *an GTA 4 denk*

  • Ich finde, TLR ist ein schwieriges Thema. Es leidet unter einigen technischen Problemen (vor allen FPS-drops und die Texturen), aber ich muss Square z.B. zustimmen, dass sowohl das generelle Laden als auch das Nachladen der Texturen nach Installation deutlich schneller vorangehen.
    Das Kampfsystem.... nachdem ichs ne Weile lang nicht gespielt hatte, begann ich langsam sogar, es ganz okay zu finden. Es ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist in Ordnung.

    Die Story ist etwas generisch und der jugendliche Held, der erst tollpatschig ins Chaos stolpert und dann heranreift, ist eine ausgelutschte Charakterwahl.

    Was die PC-Portierung betrifft... abwarten, vielleicht ist sie ja sogar weniger problematisch weil nicht staendig von der Disc gelesen wird. Eines der Hauptprobleme scheint das Pre-Caching zu sein, das einfach nicht stattfindet und mit 512 MB RAM ist die 360 auch nicht so gut ausgestattet. Wie auch immer, zumindest bietet die Portierung die Moeglichkeit, ein, zwei kleinere Fehlerchen auszumerzen.

  • Die Ladezeiten waren IMO das Geringste Problem.
    Ruckler und Texturenprobleme bleiben auch trotz Installation - und zwar merklich. Wobei ich zugeben muss, dass viele Spieler, sowohl in US als auch DE-Foren, von einem Verschwinden der Probleme nach Installation sprechen.

    Entweder sie sind blinde Fanboys, haben ne Zauber-Xbox oder sind, wie Square es ausdrückt, nicht verwöhnt genug.

    Allerdings schaudere ich, wenn ich an die kommende PC-Portierung denke.

  • Trotz der schwachen Wertungen habe ich zu diesem Spiel gegriffen - und ich habe es nicht bereut.

    Wenn man das Spiel auf die Festplatte installiert, dann fallen die technischen Mängel auf ein Minimum zurück - oder bin ich einfach nicht verwöhnt genug?

    Die Ladezeiten sind bei mir zwar häufig, aber derart kurz (nie länger als 3-4 Sekunden) und das nachladen ist auch nach wirklich kurzer Zeit vorbei. Einzig, dass die Stimmen anderer Charaktere manchmal leise sind, wenn man Rush in Porträtansicht sieht, ist etwas störrend.

    Aber ansonsten? Ich find es richtig gut, dass es richtig viele Dungeons gibt, dass diese auch nicht so groß sind und manch Lust hat, seine Truppe durch viele Wege zu verbessern. Das liegt auch daran, dass der Schwierigkeitsgrad nicht zu niedrig ist uns man jederzeit etwas wenig Geld hat. Aber jeder Kampf lohnt sich und genau das motiviert.

    Außerdem finde ich es gut, dass die Städte sich auf das Wesentliche beschränken und so groß wirken, wie sie sein müssen. So spar ich mir letzten Endes viele unnötige Laufwege und kann trotzdem die Stadt frei betreten.

    Zudem - Story hin oder her. Ich find es wirklich spannend gemacht. Klar - Square-Enix fährt wieder das "Diplomatie- und Schlachtszenario" auf, welches bei FF12 schon für Unmut gesorgt hat. Aber für Leute, die genau dieses Setting lieben, genau für die ist dieses Spiel zu empfehlen. Denn die Dialoge sind wirklich gut - auch wenn Rush Syke der typische Square-Enix-Held ist.

    Meiner Meinung nach überzeugt am Ende sowohl die Storyline (weit mehr als in Infinte Undiscovery), der Soundtrack und auch die Spielwelt, Kämpfe und der Umfang. Und die Grafik ist trotz der oben angesprochenen Dinge und vieler FF12-Anleihen top. Viel besseres werdet ihr nirgendswo bisher finden.

    Besser gehts nur durch Lost Odyssey (welches aufgrund der dritten DVD mit zu dem Besten gehört, was ich seit langer Zeit gespielt hab).

  • Schade - hätte wirklich ein Auftackt zu einer guten Serie werden können.

  • "fällt Story- und Design-technisch auf der zweiten DVD etwas ab "

    Noch mehr?! Ich fand's ja schon schrecklich, dass alle Storycharaktere schon auf Disc 1 langweilig und austauschbar waren - und zwar wortwörtlich (Emma!).

    Die technische Umsetzung hat mir dann wirklich den Rest gegeben - es kann doch nicht sein, dass ein Spiel schon solche technischen Probleme aufweist, wenn man noch nichtmal 2 Min gespielt hat und sich noch im Tutorial befindet. QA where are you?

    *hach* Ich glaub' Gamespot (60%?) hat geschrieben "wie viel Spaß man am Spiel hat, liegt primär daran, wie sehr man die technischen Mängel ignorieren kann."

  • Danke für den guten Test!
    Hab die Demo gespielt und mich entschlossen, das Spiel wegen der genannten Schwächen nicht zu kaufen. Derzeit bin ich unterwegs in Vampire Bloodlines, das bekommt man für sensationelle 7€. ^^

Der Redakteur meint...

Andreas Altenheimer Portrait

The Last Remnant ist nicht jedermanns Sache und wird euch kaum in der ersten Spielstunde vom Hocker hauen. Aber es könnte euch nach einer gewissen Einarbeitungszeit freudig überraschen.

Andreas Altenheimer

Informationen

Version:

  • Dt. Promomuster

Systeminfos:

PC

  • Intel Core 2 Duo (2 GHz) oder AMD Athlon X2 (2 GHz)
  • 1,5 GB RAM
  • NVIDIA GeForce 8600 VRAM 256 MB oder besser
  • 100% DirectSound-kompatible Soundkarte (DirectX 9.0c oder besser)
  • Windows XP SP2 / Vista SP1

Features:

PC

  • komplexes Kampfsystem mit Verbänden statt einzelner Charaktere
  • Unreal-Engine 3
  • technisch und spielerisch verbessert gegenüber der Konsolenversion
  • englische Sprachausgabe, deutsche Untertitel und Menüs

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