27.11.2008 - Wolfgang Korba
Carnival Games Minigolf bietet euch gleich neun verschiedene Themengebiete an, in denen ihr euer Können unter Beweis stellen dürft. Ob Dinosaurier, Bauernhof oder Western, die verschiedenen Settings sind sehr zielgruppenspezifisch gewählt und versprühen einen gewissen kindlichen Charme. Gespielt wird mit einem Charakter, den ihr zu Beginn selbst erstellen dürft. Obwohl das Aussehen dieser Golfer stark an Nintendos Miis erinnert, ist die Nutzung dieser beliebten Alter Egos leider nicht möglich.
Wie nicht anders zu erwarten, handelt es sich auch bei der Minigolf-Auskopplung um ein so genanntes Casual Game, weswegen der Spieleinstieg extrem leicht von der Hand geht.
Ihr habt die Wahl zwischen dem Einzel- und dem Mehrspielermodus für bis zu vier Minigolfenthusiasten. Bevor ihr allerdings eure Freunde zum Duell bittet, solltet ihr erst einmal alle Themengebiete freischalten - was euch ganz nebenbei natürlich auch einen kleinen Trainingsvorsprung verschafft.
Jedes Themengebiet wartet mit drei verschiedenen Lochtypen auf, die unterschiedlich gespielt werden müssen. Beim Abenteuer-Loch müsst ihr zum Beispiel ein witziges Minispiel meistern, bevor ihr den Ball zum Hole-in-one rollen dürft. Die zwei weiteren Typen sind das Meistermatch-Loch mit verschiedenen Lösungswegen und das Trick-Loch, bei dem ihr ein Hole-in-one schaffen müsst.

Insgesamt sorgt der Einzelspielermodus durchaus für ein kurzweiliges Spielerlebnis, wobei die Betonung hierbei auf „kurz" zu legen ist. Immerhin wird der Modus durch einen Preis-Shop aufgewertet, in dem ihr euch mit gewonnenen Münzen neue Klamotten oder Schläger kaufen dürft. Allerdings dauert es mit etwas Übung kaum mehr als eine Stunde, bis alle Löcher gespielt sind. Der Anreiz zur weiteren Betätigung auf den Plätzen sinkt damit gegen null.
Rettung versprechen da spannende Multiplayer-Matches, in denen ihr sogar um gesammelte Gegenstände wetten dürft. Das ergibt natürlich nur Sinn, wenn der Kontrahent ebenfalls einen Einzelspielerrekord aufzuweisen hat. Als zusätzliches Feature könnt ihr außerdem eure Gegner beim Schlag behindern, indem ihr die Konzentration des Charakters mit Wiimote-Gesten stört - eine witzige Idee.
Technisch gibt es an Carnival Games Minigolf wenig auszusetzen. Die Steuerung des Golfschlägers geht intuitiv von der Hand, auch wenn bis zum ersten Hole-in-one etwas Übung nötig ist. Ihr drückt einfach die A-Taste, macht eine Schlagbewegung und schickt den Ball beim Loslassen des Knopfes auf die Reise. Dank eines hilfreichen Tutorials und einer Anzeige für die Schlagstärke haben auch unerfahrene Spieler schnell den richtigen Schwung raus. Für zusätzliche Abwechslung sorgen die bereits erwähnten Minigames auf den Abenteuer-Löchern. Hier kommen bekannte Gesten, wie schütteln oder schwenken der Wiimote, zum Einsatz.
Optisch haut euch das Spiel dafür sicher nicht vom Hocker, aber das ist nicht unbedingt negativ gemeint. Denn die kunterbunte Grafik setzt zwar keine neuen Maßstäbe für die Wii, aber die liebevollen Animationen und die verspielten Details sorgen für eine angenehm entspannte Atmosphäre. Die musikalische Kulisse fügt sich da nahtlos ein, ohne jedoch Highlights zu setzen. Alles in allem sicher eine ordentliche Qualität, vor allem wenn man die Preislage und die Zielgruppe des Produkts betrachtet. weiter...
Ein sympathisches Spielerlebnis, das sich ganz klar an den so genannten Casual Gamer richtet.
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Kommentare
Was mich immer so ärgert:
Die Screenshots sehen zum Anbeißen aus. Wunderschön bunt, scharf, knackig - und knuffig. Wenn man die Wii dann anwirft bekommt man nur verwaschene und farblose Grafik zu Gesicht, die es mit den Bullshots der Hersteller oder Verpackungen nicht annähernd aufnehmen kann (überhaupt auf einem HDTV).