24.11.2008 - Dennis Hartmann
Schon der Ladescreen - aufgemacht wie ein billiges Splattermovie-Filmplakat - bringt Spieler von Left 4 Dead in die richtige Stimmung. Allerdings solltet ihr euch ganz schnell von dem Gedanken verabschieden, dass Zombies langsam schlurfen, müde knurren und leicht auszutricksen sind. Vielmehr sind sie furchtbar schnell zu Fuß, springen über Zäune, kreischen, schreien, beißen, schlagen und treten wie Besessene! Und zwar so lange, bis man sich wirklich keinen Millimeter mehr regen kann. Eben steht nur eine kleine Gruppe ziemlich unbeteiligt in einem Treppenhaus, im nächsten Moment kommen aus allen Himmelsrichtungen Horden von Infizierten angerannt. Und wenn wir von Horden sprechen, dann sind damit Massen gemeint, die den gesamten Bildschirm einnehmen.

Kühl bleiben in einer solchen Situation fällt schwer. Schnell ist das Magazin der Uzi leer geschossen, zum Glück verfügt die Pistole über unbegrenzte Munition. Nur eine zweite Pistole und eine Primärwaffe sind zugelassen. Dazu Granaten und Molotow-Cocktails. Durch enge Gänge eines Krankenhauses, ein weites Maisfeld oder unterirdische Bahntunnel führt der Weg. Insgesamt vier Missionen, bestehend aus fünf Kapiteln unmenschlicher Hatz, muss die vierköpfige Truppe überstehen, bis endlich die Rettung naht. Alles in allem vielleicht ein bisschen wenig, doch im Getümmel bleibt wenig Zeit, darüber nachzudenken.
Was keiner der Protagonisten weiß: Im Hintergrund arbeitet ein Regisseur, der AI-Director. Er bestimmt, wann und wo die Infizierten angreifen und vor allem in welcher Dichte. Man selbst weiß nur, dass sie kommen werden, und allein der Gedanke daran lässt das Herz ein Stockwerk tiefer rutschen. Auffallen sollte um jeden Preis vermieden werden. Alarmanlagen von Autos ziehen Zombies an wie Kuhmist Fliegen. Der Schein einer Taschenlampe kann schon ausreichen, um einen nicht enden wollenden Strom an Infizierten zu entfesseln. Wird man zu Boden gerissen, bleibt nur noch die Hoffnung auf die Mitstreiter. Mit dem Mut der Verzweiflung wird ein Magazin nach dem anderen entleert. Körper fallen zu Boden, neue rücken nach.
Neben den Infizierten warten aber auch noch ganz andere Scheusale auf uns. Boomer sind fette Monster, die rülpsen, furzen und ihre Opfer voll kotzen. Von Kugeln getroffen, zerplatzen Boomer wie ein Wasserballon. Wer etwas von dem grünen Schleim abbekommt, wird für alle Infizierten im Umkreis zur blühenden Wiese. Wie Bienen stürzen sich die Hirnlosen auf ihr Opfer. Jeder will etwas vom herrlich duftenden Honig abhaben. Smoker agieren da viel subtiler. Ihre Zunge zuckt meterweit nach vorne, packt den Überlebenden am Hals und zieht ihn zu sich. Wehren kann sich der Gepackte nur sehr schwer. Fällt einem der Smoker in den Rücken, bleibt nur die Hoffnung auf zielsichere Hilfe.
Hunter kreischen ohrenbetäubend, wenn sie zum Sprung ansetzen. Sie schlagen das Opfer nieder und zerkratzen ihm die Bauchdecke. Wer einmal die Krallen des Hunters spürt, muss sich hilflos seinem Schicksal ergeben. Am besten, ein Helfer donnert dem Hunter einen Gewehrkolben in den Nacken, dann lässt er von seinem Opfer ab. Falls ihr das Schluchzen eines Kindes hört: Achtung! Was sich so unschuldig anhört, ist der Lockruf der Witch. Ein wirklich widerborstiges kleines Ding, mit tödlicher Kraft ausgestattet.
All diese Kreaturen sind nichts im Vergleich zum Tank. Wie ein Riesengorilla auf Drogen bahnt sich dieses Ungetüm seinen Weg. Zersplittert Türen und reißt große Brocken aus dem Boden, um sie durch die Gegen zu werfen. Wer den mächtigen Hieb des Tanks zu spüren bekommt, wird wie ein Fußball zurückgeworfen und erleidet erhebliche Schäden.
Was Left 4 Dead ausmacht, ist diese geniale Atmosphäre zu viert gegen eine schiere Übermacht. Kaum ein Spiel bietet besseren und intensiveren kooperativen Spielspaß. Einzelgängern werden sehr schnell ihre Grenzen aufgezeigt, nur im Team ist ein Durchkommen möglich. Zwar gibt es auch einen Einzelspielermodus, in dem die Bots keine wirklich schlechte Arbeit abliefern, aber es fehlen die Interaktion, das Bangen und Zittern mit den echten Kollegen. Von daher geht Einzelspielern relativ schnell die Puste aus. Es sollte klar sein, dass ihr Left 4 Dead nur dann kaufen solltet, wenn ihr viel online unterwegs seid.
Ein zweiter Höhepunkt neben dem kooperativen Spiel gegen den Computer ist sicherlich der Versus-Modus für bis zu acht Personen. Vier übernehmen wie gehabt die Rolle der Überlebenden und die vier Gegenspieler dürfen in die Haut eines Boomers, Hunters, Smokers oder sogar Tanks schlüpfen. Wir waren in früheren Preview-Sessions noch nicht ganz von dem Konzept überzeugt, doch schlussendlich haben die Entwickler die Kurve gekriegt. Als Monster liegt die Kunst darin, sich das Opfer sehr weise auszusuchen. Mitten in den Pulk zu springen, führt in der Regel zu nichts. Lieber wie ein Wolf das zurückfallende Schaf reißen. Infizierte haben nur sehr wenig Lebenspunkte und sind dementsprechend schnell Geschichte. Nach ein paar Sekunden Wartezeit darf man sich dann wieder einen neuen Einstiegspunkt suchen und erneut auf die Jagd gehen. weiter...
Wenn ihr auf gnadenlose Action steht und sowieso viel lieber kooperativ zusammen spielt, dann ist Left 4 Dead ein Pflichtkauf.
Demakes - Neue Spiele im alten Gewand
Neue Spiele im alten Gewand [0]
14.01.2012
Steam Achievements zum DLC "Crash Course"
11.01.2012
Erfolge / Achievements zum DLC "Crash Course"
09.01.2012
Erfolge / Achievements zum DLC "The Sacrifice"
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
Hammerspiel
Also wer den Testbericht aufmerksam liest, wird feststellen, dass L4D im Singleplayer relativ schnell seinen Reiz verliert. Das ist aber auch nicht anders zu erwarten, da es sich eigentlich um einen Koop-Shooter (vergleichbar mit Counterstrike) handelt. Das wahre Potential erkennt man erst im Online- bzw. LAN-Spiel, und hier zieht L4D wirklich alle Register. Ich spiele PC und Konsolenspiele seit der ersten Stunde (Amiga, C64, NES...) und habe nie zuvor ein solch packendes Gameplay mit meinen Freunden erlebt. Die KI analysiert zudem das Spielerverhalten und entscheidet danach, wann wo was passiert. Man wird also niemelas exakt das Gleiche erleben. Noch dazu können andere Spieler die Rolle der Boss-Infizierten übernehmen.
Dieses Spiel fesselt jeden, der etwas von Koop-Gameplay versteht für lange lange Zeit an den Bildschirm. Das Spiel richtet sich aber eher an Fortgeschrittene. Für alle, die sich als Fortgeschritten erachten und lieber mit ihren Freunden als mit Bots spielen, ist L4D ein absoluter Pflichtkauf.
Also ich habe überlegt mir das Spiel zu kaufen! Der Testbericht hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht! Aber jetzt mal in die Menge gefragt: Würdet ihr das Game empfehlen? Oder lieber doch warten bis das Game fürn Zehner in der Spielepyramide zu finden ist?
Also mich hat ein Quantum Trost länger vor den Bildschirm gefesselt.
Anfangs wars geil aber dann,wie bei Far Cry 2, wurds relativ langweilig.
Na, als billig würde ich L4D nicht beschreiben. Weder von den Produktionswerten noch vom Gameplay her. In den beiden höchsten Schwierigkeitsgraden braucht man echt ein verdammt gutes Team, wenn man eine Kampagne durchzocken will. Die Leute müssen sich zur richtigen Zeit ducken oder aufstehen, alle Richtungen müssen abgedeckt werden, jeder im Team muss Bosszombies nach Geräusch orten können, und es braucht einen starken Anführer, der den Ton angibt.
Zugegebenermassen passiert das selten auf Publics, aber wenn, dann macht das einen HEIDENspass!
L4d
Ich find das Spiel ist schon ganz cool im Multiplayer allerdings erst im 3 Schwierigkeitsgrad
sonst ist es langweilig
und der zweite Nachteil,die nicht vorhandene Story deswegen von mir
Wertung:82%
naja
Man hätte soviel draus machen können. Geworden ist es leider nur ein - relativ billiges - Multiplayergemetzel. Schade drum.
naja
Ich fand die Demo nicht schlecht (XBOX 360)
da man die mit welche aus dem Internet zocken kann.
Aber kaufen werde ich das Spiel glaube nicht.
ich finds geil =)
Achja... noch etwas, was ich vergesse habe bezüglich des Demos.
Ich habe ebenfalls die Demo zuvor gespielt und das Spiel war in meinen Augen ziemlich langweilig gewesen, weil man ja kein Versus spielen konnte und noch dazu nur eine Map mit 2 Abschnitten zu spielen gab. Das war vielleicht beim 1-3. mal spielen interessant, wurde aber auch schnell langweilig. Da hat das komplette Spiel bei weitem mehr zu bieten.
hm... ich habe das Spiel und es macht auch wirklich Spass zu spielen, besonders wenn man mit ganz vielen Freunden spielt mit denen man auch noch über TS reden kann und besonders auslachen wenn man einen von ihnen als Zombie getötet hat
Trotzdem sind ja 84% schon ein wenig zu niedrig ( andere Seiten haben bei weitem mehr drauf getan )
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man noch 1-2 monate warten würde ganz viele neue Maps auftauchen werden und es somit nicht langweilig wird.
Und natürlich haben sie auch recht, dass der Umfang ein wenig dürftig ist. Für ein Single Player spiel ist Left4Dead sowas von nicht lustig, sowie die Gegner und die Waffen werden mit der Zeit recht einseitig.
Trotz alledem. Es macht viel fun so etwas zu spielen und ich habe bisher noch kein Spiel gefunden, dass den Coop Modus wirklich interessant wirken lässt.
Was sie unter Selten gescriptete Events meinen ist mir ein wenig schleierhaft.
Also ich habe die Demo über Steam geladen, bin aber kein Vorbesteller...... Das Game.... nichts für mich.
Demo gabs glaube ich nur für Vorbesteller auf Steam - finde ich auch eher ... dürftig.
vom video her sieht es net schlecht aus und eine demo würde mich mal intersieren
gibt es davon eine demo wenn ja konnt ihr mir ein link geben ?
Naja, das einzige was mich stört ist bei den höheren Schwierigkeitsgraden die Tanks am Schluss. Die stecken soviel ein und dann auch immer 2.
Naja, vllt. müssen die Leute sich ja ans Teamplay gewöhnen, das hat L4D wirklich gut hinbekommen.
Es hätten ruhig 2-4 mehr Kampagnen geben können, aber es wird ja schon fleißig gemappt.
Jemand versucht gerade das Dawn of the Dead in eine Kampagne zu mappen.