Wie schon angedeutet, spielt das komplette Spiel an Bord des letzten Kolonistenschiffes. Selbiges ist zwar groß, aber auch unglaublich langweilig. Prinzipiell dackelt ihr von einem grauen oder blauen Korridor zum nächsten, ab und an mal mit ein paar Räumen als Abwechslung, die immer gleich eingerichtet sind. Klar, es gibt schon unterschiedliche Gegner und ihr könnt fast alles zerballern und in die Luft jagen, was nicht angenagelt ist, aber auch das wird schnell öde.
Wäre ja vielleicht auch noch erträglich, wenn dem Ganzen nicht ein Charaktersystem aufgestülpt worden wäre, dessen Sinn und Zweck man durchaus mehr als einmal in Frage stellt. Beute und Inventar gibt es nicht, neue Waffen und Cyborg-Implantate findet ihr nur in Form von Nebenmissionen zu festen Zeitpunkten. Das Einzige, was ihr einsammeln könnt, sind Upgrade-Materialien, mit welchen ihr Medipacks, Granaten und Drohnen herstellen oder die Fähigkeiten von euch, euren Waffen und dem Roboter pimpen könnt.
Klingt interessant, ist es aber im Grunde nicht, ebenso wie das Skill-System. Nach Abschluss einer Hauptmission erhaltet ihr zwei Fähigkeitspunkte, die ihr in zwei Skill-Trees investieren könnt, die aber im Grunde kaum etwas bewirken. Ob ihr bei dem ganzen Geballer nun zwei Prozent mehr Chance auf kritische Treffer habt oder in China eine Schippe umfällt - wirklich spürbar wird das alles nicht. Dabei sind die Skills selbst gar nicht so uninteressant. So gibt es Nahkampf-Skills, besondere Schüsse, Granaten, Drohnen und vieles mehr. Leider sind einige dieser Aspekte viel zu wenig effektiv, um sinnvoll genutzt werden zu können.
An eurer Seite wandelt mit HR-V ein Kampfroboter, der euch als Unterstützung zur Seite steht und im Falle des Ablebens an jeder Ecke mittels einer Minifabrik wieder auf die Beine gestellt werden kann. Der Knirps wäre eine echte Hilfe, wenn seine KI existent wäre. Die Blechdumpfbacke geht keiner Falle aus dem Wege und lässt sich widerstandslos zu Klump schießen. Mikromanagement ist hier angesagt, aber viel zu mühsam umgesetzt, um wirklich Spaß zu machen. Man hat schon mit sich selbst genug zu tun und somit keine Zeit, sich um den Blechtrottel effektiv zu kümmern.
Die vielen spielerischen Mankos sind schon schade, denn abgesehen von der Eintönigkeit sieht 'Space Siege' gar nicht so übel aus. Die Raumschiffatmosphäre wird stimmig und mit netter Ausleuchtung rübergebracht. Die Gegner sehen zumeist einfallsreich aus. Zudem gibt es massig Zerstörbares mit schicken Effekten und arg unrealistischer Physik. Auch die Soundkulisse ist nicht übel. Die Sprachausgabe geht mit einigen Abstrichen in der B-Note in Ordnung, Umgebungssound und Hintergrundmusik wissen sogar zu gefallen. weiter...
Das Pseudo-RPG ist im Grunde nichts anderes als ein Ballerspielchen mit wenig sinnvoller Steuerung. Wäre ja noch spaßig, wenn das alles nicht so langweilig, linear und abwechslungsarm wäre.
24.07.2008
Demo in vier Tagen?
Dungeon Siege - Nachfolger angekündigt
08.07.2007
Action-Rollenspiel hebt ab ins All ...
Space Siege - DVD-Erkennungs-Fix
28.08.2008
29.07.2008
Anspielversion veröffentlicht [2]
10.01.2009
Trainer mit 13 Funktionen
22.09.2008
Diverse Cheats
25.08.2008
Megatrainer
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
Ist mir unbegreiflich, wie Chris Taylor so ein Ding raushaun kann.
Wahrscheinlich denkt er sich nach "Supreme Commander", daß sich aufwändige Games nicht mehr lohnen.
Nicht überraschend, die Steuerung hab ich ja schon in der Demo angekreidet. Hätten sie das Spiel eher als Action-Geballer ala Shadowgrounds vermarkten sollen.
oh, die demo war ja recht nett, aber ich hatte schon so ein komisches bauchgefühl, das da nix langzeitwirkendes rauskommt... nun hat sich leider mein verdacht bestätigt, schade.