Schlicht, sehr linear und extrem viele Dialoge, dafür auf seine Art atmosphärisch sowie humorvoll. Der erste und der letzte Fall sind toll, die beiden dazwischen schlechter.
Singleplayer
Entspricht der Spielspaßwertung. Auch das erste 'Ace Attorney' mit Apollo Justice bleibt ein Vollblut-Adventure mit Japano-Charme, welches rein für Solospieler konzipiert ist.
Umfang
Vier Fälle hören sich nicht nach viel an, aber diese sind dafür recht umfangreich. Der Anfang ist schön kurz für einen Einstieg, das Finale dafür umso komplexer.
Grafik
Dank DS-Exklusivität ist die Optik leicht aufgebohrt gegenüber den Vorgängern. Die liebevoll gestalteten Comic-Charaktere fallen besonders positiv auf.
Sound
Die altbekannten Melodien sind erneut echte Ohrwürmer. Viele der neuen sind ebenfalls sehr gut, dafür ist die für den dritten Fall komponierte “Ballade“ richtig schlecht.
Fazit
So langsam entwickelt sich die ’Ace Attorney’-Serie zu dem Äquivalent amerikanischer Serien wie ’C.S.I.’ oder ’Without a Trace’. Im Endeffekt laufen die Fälle alle sehr ähnlich ab und so manche Überraschung verpufft auf eine eher unspektakuläre Weise in einer schnöden Erklärung. Trotzdem ist die Motivation hinter den teilweise sehr gut geschriebenen Geschichten auch dank extrem freakiger Charaktere erneut eine Klasse für sich. Allerdings zeigt sich eine weitere Parallele zu den genannten Serien: Manche Folgen sind interessant (erster und letzter Fall), andere wirken von der Logik her künstlich konstruiert (Fall zwei und drei). Diese schwankende Qualitätskurve sorgt dafür, dass Apollo Justice gegenüber Phoenix Wright leicht das Nachsehen hat. Wer jedoch kein Problem mit überlangen Dialogen hat, lineares Spieldesign verträgt und einfache Adventure-Konzepte mag, der greift genau wie bei den Vorgängern zu.
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