Auch bei diesem Machwerk behält Scythe den extremen Kurs bei. Mit den
Maßen von 14,5 x 14,8 x 11,2 cm (Breite x Tiefe x Höhe) schleift der Zipang so gerade an der Vergabe einer eigenen Postleitzahl vorbei. 815 g manövriert der Kasten dabei auf die Waage. Wieder läuft eine japanische Kühlkammer mit einem flächendeckenden 140mm-Lüfter vom Fließband und kostet mit rund 40 Euro weniger als jeder andere Konkurrent im Testfeld.
Ähnlich wie beim Orochi stechen beim Zipang sofort die 6mm-Heatpipes ins
Auge. Es handelt sich zwar um nur sechs Kupferleiterbahnen, allerdings gleiten sie u-förmig in beiden Richtungen von der Bodenplatte nach oben in das Aluminiumgestell. Das Heatpipe-Sixpack scheint daher ein Zwölferpack zu sein. Der recht schmale Aluminiumblock bildet sich aus 68 eng angereihten Lamellen, durch die eine steife Brise des vorinstallierten 140mm-Lüfters strömen soll.
Mit der Verarbeitung eines Thermalright IFX-14 oder Noctua NH-U12P können beide Japaner nicht ganz mithalten. Grobe Verarbeitungspannen treten zwar nicht ans Tageslicht, allerdings ist die rustikale Hausmannskost nicht gerade ein Augenschmaus.
Das Wesentliche steht einmal mehr im Vordergrund. Wieder verzichtet Scythe
auf besonders hervorzuhebende Mitbringsel und besinnt sich auf einen zweckmäßigen Lieferumfang. Neben passenden Aufsätzen für AMDs Sockel der Marke 754, 939, 940 und AM2 freuen sich Mainboards mit Intels 478- und LGA775-Sockel über den großen Kühlklotz. Wärmeleitpaste und eine mehrsprachige Anleitung sind ebenfalls im Karton.
Im Vergleich zum Orochi fallen die Dimensionen insgesamt kleiner aus.
Trotzdem bringt die Montage des Zipang mehr Probleme als erwartet mit, vor allem das Haltegestell am Kühlerboden will nur unter Androhung von Qualen fixiert werden. Andere Montage-Kits im Test lassen sich wesentlich besser einpflanzen, da sie nicht auf die klassischen Halterbügel zurückgreifen, sondern direkt per Federschraube am Boden befestigt werden.
Wenn ihr ein Mainboard mit großen Kühlblöcken um den Prozessor-Slot verbaut habt, erfordert die Montage Fingerspitzengefühl. Für solche Bauvorhaben gehören die Dimensionen des Kühlers in Kombination mit den verbesserungswürdigen Halteklammern zu den komplizierten Angelegenheiten.
Die Kühlergebnisse sowie das Fazit folgen zum Schluss. weiter...
Kein getesteter CPU-Kühler outet sich als Niete. Es zeigt sich aber, dass es sehr wohl auf die Größe ankommt, wobei die bulligsten Klötze nur bedingt kompatibel zu eurem System sein werden. Mit den kleinen Varianten seid ihr auf der sichersten Seite.
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