Als eine Art kleines Schwesterchen des Noctua NH-U12P darf der böse klingende Silentator vom taiwanesischen Hersteller Coolink gesehen werden.
Er ähnelt nicht nur im Aufbau dem österreichischen Kühler, sondern basiert sogar auf Noctuas Montagesystem. Trotz der nahen Verwandtschaft unterscheiden sich die Gene an einigen Stellen, womit auch der Preisunterschied von rund 15 Euro gerechtfertigt werden soll – aktuell kostet der Silentator 40 bis 45 Euro.
Mit 15,3 cm Höhe ist der beste Freund eines Prozessors nur wenige Millimeter tiefer als sein benachbarter Kollege unterwegs, dafür aber sichtbar kürzer proportioniert: 6 cm Tiefe (8,5 cm mit Lüfter) misst der Aluminiumkörper mit 42 Lamellen. Einigkeit herrscht hingegen wieder bei der identischen Breite von 12,6 cm. Kreisrunde Löcher sowie eingestanzte Rechtecke sollen wie beim NH-U12P den Wärmestau auflösen.
Statt insgesamt acht Heatpipes vertraut der Silentator sechs Heatpipes die Wärmeabfuhr an, die allerdings ebenfalls aus Kupfer gefertigt wurden. Auch die Bodenplatte besteht aus dem gut wärmeleitenden Material. Im Gegensatz zum NH-U12P verzichtete man auf eine Vernickelung und lässt den klassischen Kupferton durchschimmern.
Die komplette Frontseite wird von einem 120mm großen Lüfter mit sieben Rotorblättern eingehüllt. Er hört auf den Namen Coolink SWiF-1202 und kann stufenlos zwischen 900 und 1.600 Umdrehungen pro Minute geregelt werden.
Dem geringeren Preis zum Trotz bringt der Coolink Silentator die gleiche Ausstattung wie sein österreichisches Schwesterchen mit. Neben einer
bebilderten Anleitung, Montage-Kits für den AM2(+)- und LGA775-Sockel hausen Wärmeleitpaste, Halteklammern für bis zu zwei Lüfter sowie ein langer Schraubendreher im Karton. Coolink legt sogar noch eine simple Lüftersteuerung bei, die wir beim teureren Noctua-Kollegen und allen anderen Geräten vermissen.
Im Grunde genommen unterscheidet sich die Montierung gegenüber dem NH-U12P kaum. Die Befestigungsaufsätze, die beim Mitbewerber schon fest vormontiert sind, müssen beim Silentator lediglich angeschraubt werden, danach geht das Prozedere seinen bereits bekannten Gang: Zunächst wird die Rückplatte mit den Querhalterungen verschraubt, dann erhält der Prozessor sein Bad in der Wärmeleitpaste. Schließlich wird der Kühlkörper mit den Federschrauben an der Aufhängung justiert.
Die Kühlergebnisse sowie das Fazit folgen zum Schluss. weiter...
Kein getesteter CPU-Kühler outet sich als Niete. Es zeigt sich aber, dass es sehr wohl auf die Größe ankommt, wobei die bulligsten Klötze nur bedingt kompatibel zu eurem System sein werden. Mit den kleinen Varianten seid ihr auf der sichersten Seite.
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