30.04.2008 - André Linken
Wer sich über das "fiese" Ende von 'Rainbow Six: Vegas' geärgert hat, darf aufatmen - das Sequel bietet die lange erwartete Auflösung. Bis ihr jedoch an diesen Punkt ankommt, müsst ihr euch abermals durch das Herz von Las Vegas kämpfen und bösen Buben das Handwerk legen. Haben wir eben Las Vegas gesagt? Nun, so ganz stimmt das nicht, denn zu Beginn von 'Rainbow Six: Vegas 2' schlüpft ihr in die Rolle des Rainbow-Mitglieds Bishop, der sich gemeinsam mit seinen beiden Kollegen - unter anderem ist der bereits bekannte Jung Park mit von der Partie - durch ein Observatorium in den Pyrenäen kämpft. Dies alles spielt sich fünf Jahre vor den Ereignissen des Vorgängers ab, bietet aber storytechnisch kaum einen Mehrwert. Weder bringt ihr wirklich interessante Informationen in Erfahrung, noch wird durch diesen Einsatz die prekäre Lage in Las Vegas klarer - der Einsatz dient lediglich als ein (durchaus gut inszeniertes) Tutorial. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt an der Storyführung des Spiels; dazu später aber mehr.

Die insgesamt acht Missionen von 'Rainbow Six: Vegas 2' führen euch nach dem Ausflug in die Pyrenäen wieder nach Las Vegas - zu der Zeit, in der Logan mit seinem Team ebenfalls in der Lichterstadt agiert. Diese Überschneidung klingt sehr reizvoll und bietet durchaus Potenzial für interessante Storyplots. Doch außer einigen Einblendungen und beiläufigen Erwähnungen kommt ihr nicht mit Logan & Co. in Berührung - Chance vertan. Vielmehr agiert ihr in der Rolle von Bishop, dem ihr im Editor des Hauptmenüs übrigens auch ein weibliches Geschlecht verpassen könnt, an anderer Stelle von Las Vegas. Auch das ist für sich gesehen nicht schlecht - immerhin gibt es genügend Schauplätze, die Stoff für spannende Einsätze bieten.
Das ist jedoch genau der Knackpunkt von 'Vegas 2': Überwiegend kämpft ihr euch mitsamt eurem Team durch dröge Lagerhallen, Tiefgaragen und Fabrikgebäude. Nur selten bekommt ihr mal das Innere einer mit Neonlichtern gefluteten Bar zu Gesicht. Würdet ihr nicht das ein oder andere Mal einige markante Punkte der Stadt am Horizont erkennen, könnte sich die Mission der Einsatztruppe an jedem x-beliebigen Ort der Welt abspielen. Das nagt gehörig an der Atmosphäre, die aufgrund der lustlos vor sich hinplätschernden Story ohnehin schon recht schwer in die Gänge kommt. Selbst das Missionsdesign als solches bietet kaum neue Impulse: Hier mal Geiseln befreien, dort einen Sprengsatz entschärfen - alles schon mal da gewesen, und das auch noch spannender verpackt. Das Spiel tritt diesbezüglich leider auf der Stelle.
Das alles ist umso ärgerlicher, da die Spielbarkeit nach wie vor auf einem hohen Niveau ist. Zwar stellt sich auf Dauer ein leichtes Gefühl der Eintönigkeit ein, doch das Kommandieren des Einsatzteams samt Säuberungs-, Abseil- oder Rettungsaktionen hat einen nicht von der Hand zu weisenden Reiz. Dank der intuitiven Steuerung geht das zudem flüssig vonstatten. Ein Tastendruck reicht aus, um die Kameraden in Deckung gehen zu lassen, Räume zu stürmen oder zum Granatenwurf aufzufordern. Neu ist übrigens die Möglichkeit, Granaten auch auf weiter Flur werfen zu lassen. Ach ja, und noch ein Wort zur Deckung: Ab sofort gibt es einige Hindernisse wie zum Beispiel Schilder oder Holzzäune, die von gegnerischen Projektilen durchdrungen werden können. Vorsicht ist angesagt. weiter...
Die Kürzungen in der deutschen Version sind so tief greifend, dass viel von Atmosphäre und Motivation verloren geht – zu viel.
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Kommentare
Plasma79
Ist geändert.
Hoppla, da hab ich beim Ändern von "von der Hand" in "vonstatten" doch tatsächlich vergessen, die Reste der alten Formulierung zu löschen.
Ist geändert.
Plasma79
Beschneidung...
Auch ich find es schade das Spiele die meineserachtens NUR ab 18 verkauft werden dürften solch einer "Kastration" unterworfen sind. Ich meine wenn es "nur" Blut wäre was fehlt, das könnte man ja noch verschmerzen, aber das halbe Gameplay verändern....Ne...

Dann noch eine Anmerkung zu einem Fehler auf Seite 1 in diesem Rewiev:
"Dank der intuitiven Steuerung geht das zudem flüssig von der vonstatten."
Entweder heisst das "...flüssig von der Hand..." oder "...flüssig von statten...". Beides geht nicht
TripleEm
Beschneidung...
mhhh also hab die internationale fassung gezockt und muss schon sagen, dass sie mir sehr viel spaß gemacht hat. Schade dass bei uns alles mit solchen Beschneidungen teilweise echt versaut wird
Thure
Beschneidung...
Naja ich verstehe auch nicht wieso Cloverfield ab 12 war...man bedenke die aufgeplatzen Brustkörper in der Krankenstation und die teils emotionalen Todenssequenzen...der Film hatte die gleiche Altersfreigabe wie Keinohrhasen...deshalb ganz ehrlich...mich wundert in dieser Hinsicht nix mehr.
Denke aber schon das es auf der Liste stand, weil es eben ein Belohnung durch Töten" System ist...warum es bei CoD4 allerdings dann wiederum nicht beachtet wurde...weiß wohl nur der liebe Gott...
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Wieviel % Punkte hätte das Spiel denn uncut bekommen?
amoklilli
Beschneidung...
Hi,
ich wollte mal fragen ob die USK oder irgendeine andere Behörde den Rauswurf des A.C.E.S.-Systems gefordert hat oder ob UBI das von sich aus gemacht hat. Weil in CoD4 gibt es ja auch sowas. Da müssen erst Erfahrungspunkte gesammelt werden damit man alle Waffen benutzen kann. Und man bekommt für 50 Headshots und so weiter mehr XP. Versteh nicht warum da jetzt so ein geheul drum gemacht wurde das es rausfliegt.