15.04.2008 - Wolfgang Korba
'Fire Emblem: Radiant Dawn' bietet euch wie bei den Vorgängern natürlich eine epische und breit gefächerte Hintergrundgeschichte. Ihr übernehmt ganz in der Tradition des berühmten britischen Volkshelden Robin Hood ein Trüppchen Rebellen, das sich im Königreich Daein gegen die Besatzer zur Wehr setzt.
Dass die Story die direkte Fortsetzung des GameCube-Vorgängers darstellt, ist zwar ein nettes Feature, aber eben nur, wenn ihr die Spieleserie auch kennt. Denn wenn ihr 'Path of Radiance' nicht gespielt habt, geht neben dem Wiedererkennungswert auch einiges an Charme verloren - und euch bleibt verborgen, dass die neue Story nicht ganz mit der des Vorgängers mithalten kann.
Wenn ihr euch aber am Ende dieses Tests zum Kauf von 'Fire Emblem' entscheidet, dann solltet ihr im Online-Handel oder im Second-Hand-Shop mal nach dem Vorgänger suchen - schließlich wird die GameCube-Scheibe sicher nicht mehr die Welt kosten und sie verlängert das Abenteuer noch einmal deutlich.
Wenn 'Fire Emblem' eines im Überfluss besitzt, dann sind es Helden. Über 70 könnt ihr während eures Abenteuers kennen lernen. Ihr dürft euch ihre umfangreichen Geschichten anhören und Freundschaften schließen. Dafür werden sie euch ein Stück des Weges begleiten und sicher das eine oder andere Mal ihr Blut mit euch vergießen. Und wenn ihr euch richtig in das Spiel vertieft, werdet ihr sie nicht nur in euer Herz schließen, sondern sehr schnell merken, dass ihr auf jeden einzelnen eurer Kämpfer angewiesen seid. Und genau da liegt dann auch einer der Haken des Spielkonzepts.
Denn ob magisch begabt, Meister des geschliffenen Stahls oder Asia-Klon von Wilhelm Tell, eure Helden verbindet eine nur zu realistische Kleinigkeit: der Tod! In 'Fire Emblem' sind die Helden sterblich, und zwar endgültig sterblich. Taktische Fehler werden somit bitter bestraft, vor allem weil ihr euch eigentlich permanent in Unterzahl durch das Fantasy-Reich bewegt.
Verluste könnt ihr euch nicht leisten, und deshalb geht ohne häufiges Speichern und Laden fast gar nichts.
Im besten Fall führt dieses Konzept zu Trial&Error-Schlachten, die fast schon zu komplexen Schachpartien verkommen. Im schlimmsten Fall speichert ihr das Spiel an der falschen Stelle und müsst empfindliche Verluste bei der Heldenarmee und den eigenen Nerven hinnehmen. 'Radiant Dawn' schrammt dabei oft ganz knapp an der Unspielbarkeit vorbei, aber Anhänger der Serie werden das originalgetreue Konzept nach wie vor zu schätzen wissen. weiter...
Für Kenner ein großes Abenteuer, für typische Wii-Spieler fehlt der Warnaufkleber auf der Verpackung: FINGER WEG!
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Kommentare
Thunder...
Einer der besten Teile der Serie!!!
Fire Emblem 10 ist ein sehr fesselndes Strategie-Rollenspiel, mit dem man einige Zeit verbringen muss, um es wirklich genießen zu können. Es ist streckenweise verdammt schwer und für gelegenheits Zocker nicht geeignet. Wer sich in die Welt dieser faszinierenden Welt begeben möchte, dem empfehle ich "Fire Emblem: The Sacred Stones" um einen "leichten" Einstieg in das Konzept zu erlangen. "Radiant Dawn" ist mit Abstand der schwierigste Teil bisher. Dennoch für Fans des Genres sehr zu empfehlen.
Hach, ich mag Tactical RPGs ... dummerweise habe ich keine Wii und auf PS2 kommt dergleichen nichts mehr raus
Master...
Nicht schlecht!
Ich hab den ersten Teil auf dem GBA gehabt und fand den schon klasse. Im Prinzip ist es genau das gleiche.
Aber ich hab auch nicht mehr erwartet. Es macht süchtig und Laune. Sammeltrieb und Stufenaufstiege tun ihr übriges dazu.
Für Rollenspielstrategen ein Pflichtkauf!