





Wer die letzten acht Jahre im Koma lag und von aktuellen Spielen überfordert ist, der kann sich 'Majesty: The Fantasy Kingdom Sim' für knapp 10 Euro ruhig besorgen.
09.01.2002
Infogrames veröffentlicht Compilation ...
Majesty: The Northern Expansion - Patch #2
02.05.2001
Majesty: The Northern Expansion - Bonus-Quest
25.04.2001
Majesty: The Northern Expansion - Patch #4
02.04.2001
19.06.2000
Majesty
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Kommentare
Ich stimme Broxla voll zu. Ein 8 Jahre altes Spiel, was offensichtlich kein Remake ist und von Paradox netterweise für die Spieler angeboten wird, die bisher noch nicht die Chance hatten dieses einzigartige Spiel auszuprobieren, mit den Worten "in keiner Hinsicht mehr zeitgemäß" in den Boden zu rammen ist lächerlich. Es gibt nur wenige Spiele die sich so weit vom Mainstream entfernen und daran ändern auch 8 Jahre Alter nichts.
Um so erfreulicher finde ich, dass Paradox Interesse zeigt ein Spiel im Sinne von Majesty zu entwickeln. Im Gegensatz zu dem Einheitsbrei der regelmäßig tolle Wertungen von allen Magazinen absahnt, weil die Grafik wieder ach so toll ist, könnte das wenigstens ein wirklich interessantes Spiel werden. Tolle Wertungen erwarte ich natürlich nicht.
Tun sie das?
Für mich sieht das einfach wie eine Budget-Neuauflage eines alten Titels aus.
Lucas Arts verschachert zur Zeit doch auch ein paar ihrer Dosspiele für zehn Euro, und da mosert keiner rum.
Persönlich wär's mir allerdings lieber, wenn Paradox ein paar Kröten investiert, und auch gleich das nie bei uns erschienende Add-on dazugepackt hätte. Aber das hätte man natürlich erstmal übersetzen müssen.
Frech finde ich eher, dass Paradox einen 8 Jahre alten Titel als Neu verkauft ...
Frechheit
Die Bewertung von 30% ist unverschämt. Ich persönlich halte Majesty für eines der innovativsten Spiele des letzten Jahrzehnts. Was hat sich denn bitte sonst auf dem Echtzeitstrategiemarkt getan? Fangen wir bei Dune 2, Command & Conquer oder Age of Empires an. Egal wie die Einheiten in diesen Spielen auch genannt werden, egal wie minimal unterschiedlich doch ihr Technologiebaum ist - es geht doch immer um das selbe: "Sammeln sie 3,4,5 verschiedene Rohstoffe; stelle eine Armee zusammen, die nach dem "Schere, Stein, Papier"-Prinzip halbwegs ausbalanziert ist; fasse sie mit einem Rahmen zusammen und klopp auf das drauf, was noch atmet." Haha, lustig. Beim 100sten Abklatsch aber eher langweilig.
Majesty war und IST anders. Die Tatsache, dass man Einheiten nicht selbst steuern konnte (ausser über Belohnungen für selbige), sondern anhand der Wahl der richtigen Gebäude eine Strategie ausknobelte war innovativ. Oder kann mir jemand ein Spiel nennen, welches von dem Command & Empires Einheitsbrei vom Kurs abgewichen ist - von den reinen Echtzeitstrategiespielen? Vielleicht hatten "Die Siedler" oder die Anno-Reihe den Mut dazu. Aber da kommen wir schon arg in den Wirtschafts-/Aufbauspielebereich.
Zum Thema Umfang: "[...]nicht einmal besonders fordernden [...] Missionen und dem freien Spiel" kann ich nur sagen: Dünne Berichtserstattung! Schonmal ein Random-Spiel auf Experten Modus versucht, Herr "Redakteur"? Ich spiele Majesty schon seit dem Release im besagtem Jahre 2000 und scheitere dennoch an ca. einem Drittel der Random Spiele.
Nächster Stop: Grafik. Ja, ich gebe hier dem "Berichterstatter" recht. Heute sicherlich nicht mehr zeitgemäß und auf aktuellen Rechnern (ohne Tools) aufgrund der u.a. damit verbundenen Spielgeschwindigkeit fast nicht spielbar; aber was erwartest Du bitte? Ich packe "Universe at War" 8 Jahre in den Schrank und bei der dann folgenden Neuinstallation glänzt es auf dem Bildschirm? pffft
Aber um nochmal auf den Schwierigkeitsgrad zurückzukommen: Die Tatsache, dass ein Add-On (zur Info: "The Northern Expansion") existiert, welches sich der Problematik unterforderter Spieler angenommen hat, sollte in einer guten Recherche nicht fehlen - oder doch?
Es ist wie schon gesagt eine Unverschämtheit; ein Spiel so zu bewerten, welches a) ein gutes Alter auf dem Buckel hat (das in Bezug auf Grafik, Sound und Aufmachung), b) innovative Wege beschritten hat, die, meiner Meinung nach, auch erfolgreich waren und letztlich c) einen Charm und Witz (ach ja - auf die humorvolle Namensvergabe der Untergebenen wurde ja nicht eingegangen) besitzt, der bei so manchem Spiel heute fehlt.
Fazit: Das Spiel hat aus heutiger Sicht sicherlich sehr viele Macken - neben Grafik auch sicherlich die KI. Es deswegen mit 30% an den "Pranger" zu stellen halte ich für unfair. Wie schon bereits erwähnt findet es selbst nach 8 Jahren bei mir noch Platz auf der Festplatte. Un das aus einfachen Gründen: Es ist herausfordernd, witzig und vor allem: es ist anders.
Ich kann den Kauf dennoch nur bedingt für Anfänger empfehlen, da, wie schon oben beschrieben, die Spielgeschwindigkeit auf aktuellen Rechnern einfach zu frustrierend wäre.