18.03.2008 - Jan Mandler
An erster Stelle zu nennen ist das Einsatzgebiet: Diesmal geht der Spieler als Kapitän eines deutschen U-Bootes zum Schiffe-Versenken. Schauplatz der Einsätze ist der indische Ozean im Zeitraum von 1943 bis 1945. Weit entfernt von schützenden Heimathäfen agiert der Spieler - und findet sich schneller als erwartet umzingelt von feindlichen Seestreitkräften. Da kommt es nur gelegen, dass man zwei neue, moderne U-Boot-Typen kommandieren darf: das überlange Typ IX-D2 und das fortschrittliche Walther Antriebskraft Typ XVIII.
Im Zentrum des Spiels steht - neben einigen historischen Einzelmissionen - nach wie vor der dynamische Karrieremodus. Als frischgebackener U-Boot-Kommandant legt man los, als alter Seebär geht man (hoffentlich) in Rente. Nicht nur der Spieler entwickelt sich weiter, sondern auch die Mannschaft. Anfangs sind die Jungs noch grün hinter den Ohren, brauchen lange für Standardarbeiten wie das Nachladen von Torpedorohren. Im Laufe der Zeit gewinnt die Mannschaft an Erfahrung. Dies wird jetzt - neu im Add-on - durch anwerbbare Kriegshelden verfeinert. Hat man diese Spezialisten im Team, arbeitet die ganze Abteilung deutlich effektiver.
Die spielerisch wichtigste Neuerung ist jedoch die strategische Aufklärung: Im Verlauf der Kampagne darf der Spieler gezielt Luftaufklärer anfordern, die feindliche Geleitzüge aufspüren. Auf diese Weise trifft man nicht mehr nur zufällig auf Schiffsbeute, sondern kann seine Angriffe von langer Hand planen - etwa indem man sich schon einen Tag im Voraus auf die Lauer legt und wartet, bis der feindliche Konvoi herangeschippert kommt. Wie beim Hauptspiel auch machen unterschiedliche Wetterverhältnisse, Seegang, gegnerische U-Boot-Jagdflugzeuge und die wechselnden Launen der Mannschaft dem Kommandanten das Leben schwer. weiter...
Abgesehen von diesen Neuerungen, die dank der umfangreichen Kampagne und des zeitraubenden Spielprinzips wochenlangen Spielspaß bieten, bleibt alles beim Alten: Auch die Erweiterung ist eine exzellente, historisch akkurate U-Boot-Simulation mit viel Tiefgang, die sich per Optionsmenü fein den eigenen Wünschen an Realismus und Schwierigkeit anpassen lässt.
Eine U-Boot-Simulation braucht nicht zwingend eine Erweiterung – der Variantenreichtum des Spiels ist auch so schon reichhaltig genug. Dennoch überzeugt' U-Boat Missions' mit gelungenen Verbesserungen im Detail. Kein Must-Have, aber ein gutes Can-Have.
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Kommentare
Und sonst?
was denn für bugs ich hab noch nei ein getroffen
Und sonst?
Jop, vor allem was soll dieser eine Contrapunkt? Soll das ein schlechter Scherz sein? Dieses verbuggte, unausgereifte SH4 hat also keine anderen Schwachstellen? Da muss man dann wirklich anführen (Stimme hebt sich zur Ironie) "Originalspiel eigentlich schon umfangreich genug"?
Ich werde das Gefühl nicht los, der Tester hat das Spiel nie gespielt. Naja, Hauptsache man hat es im Portfolio.
Und sonst?
Sehr richtig! Dieses Spiel ist bis heute schrecklich bugy. Und all diese Fehler sind geblieben!!
Und sonst?
Auf eklatante Makel, die das Hauptspiel schon ausgezeichnet haben, wird mal wieder nicht eingegangen. Hat sich da jetzt was verbessert?