
Wir lehnen uns sogar so weit aus dem Fenster und behaupten, das Spielgeschehen in 'Unreal Tournament 3' ist noch einen Tick schneller als in den Vorgängern. Das hat mehrere Gründe. Einer davon kommt in Gestalt des neuen Hoverboards daher. Diese futuristische Leihgabe aus dem Film 'Zurück in die Zukunft 2' erlaubt dem Benutzer extrem schnelle Fahrten über das Schlachtfeld. Ideal, um sich zum Beispiel bei einer Capture-the-Flag-Partie die Fahne zu schnappen. Beim ersten Treffer werdet ihr jedoch vom Brett geschleudert. Wer geschickt ist, klinkt sich per Seil an eines der Fahrzeuge an und nutzt dessen Antriebskraft zu seinem Vorteil aus. Das bringt uns auch direkt zu einem weiteren wichtigen Aspekt des Spiels – die Fahrzeuge.
Einige der Vehikel kennt ihr bereits aus den Vorgängern. Die neuen Vertreter dieser Riege haben es jedoch in sich. Eine besonders imposante Erscheinung ist beispielsweise der so genannte Dark Walker. Dieser dreibeinige Riesenroboter stapft unbeirrt über das Schlachtfeld und legt ganze Landstriche in Schutt und Asche – auf Kosten der Geschwindigkeit und Wendigkeit. Wer es gern schnell mag, sollte in der Scavenger-Kugel Platz nehmen, die sich auf Knopfdruck in einen wirbelnden Todesball verwandelt. Hinzu kommen Gleiter, Panzer, Transporter und einige andere Vehikel. Die Balance im Fuhrpark ist gut gelungen, auch wenn der Dark Walker auf einigen der insgesamt 42 Maps etwas übermächtig erscheint.
Was haben wir denn jetzt vergessen? Ach ja, was wäre ein Shooter ohne reichlich gefülltes Waffenarsenal? Da auch Epic Games die Antwort auf diese Frage genau kennt, drücken euch die Entwickler zahlreiche Wummen in die Hand. Neues Kriegswerkzeug müsst ihr jedoch auch hier mit der Lupe suchen, denn der Fokus liegt ganz klar auf dem bewährten Arsenal. Von der Minigun über die Flak-Kanone bis hin zur mächtigen Redeemer ist alles vorhanden, was das Herz eines 'UT'-Fans zum Hüpfen bringt. Interessanter und ebenso durchschlagskräftiger Debütant ist der Longbow-Werfer, mit dessen Hilfe ihr Fahrzeuge blitzschnell in Schrotthaufen verwandeln könnt. Abgesehen von dieser kleinen Neuerung hat sich am Balancing der Waffen nichts getan.

Spielerisch gibt es also die bewährte 'Unreal Tournament'-Kost mit kosmetischen Veränderungen. Zumindest die Grafik macht jedoch einen Riesenschritt nach vorne. Die leistungsstarke 'Unreal'-Engine 3 lässt ihre virtuellen Muskeln ordentlich spielen und zaubert detailreiche Schauplätze, aufwändige Effekte und verblüffend realistische Charaktermodelle auf euren Monitor. Wenn man mal die Gelegenheit hat, die Figuren aus der Nähe zu betrachten – angesichts des hohen Spieltempos ein seltenes Vergnügen –, blickt man in erstaunlich ausdrucksstarke Gesichter. Auch das Design der Maps kann überzeugen. Zwar wurden einige Schlachtfelder frech aus den Vorgängern übernommen, strahlen aber dank neuem Grafikgewand im neuen Glanz. weiter...
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Kommentare
...und viel aufgewärmter Käse. In Sachen Gameplay Innovation hat sich seit dem UT vor 5 - 6 Jahren kaum was getan, von daher eine eher schwache Darbietung mit aktueller Grafik. Das Genre Ego Shooter ist (leider schon seit längerem) in einer absoluten Sackgasse der Ideenarmut angekommen...
Wenn auch noch die deutsche Sprachausgabe so mies ist, dann spricht nichts gegen den Kauf einer ungeschnittenen Version aus USA. So geschnitten wie die deutsche Version ist, macht Unreal Tournament kein Spaß mehr.
Wieso wurde dies nicht berücksichtigt im Test?
Aus moralischen Gründen?
Ansonsten weiß ich nur, dass ich verdammt scharf auf ein UT bin. Seit UT für PS2 habe ich keins mehr gezockt und das ist jetzt knapp 5, 6 Jahre her. Aber ich weiß noch, dass es (offline) mordsmässig Fun gemacht hat - aber auch der arcadige Soloplayer war ziemlich lustig. Der Style vom Game hat mir ziemlich zugesagt. UT 3 wirkt auf mich irgendwie wie ein Gears Tournament. Viel dunkel, viel schwarz....