Einerseits darf man ja nicht meckern, denn der Versuch, die Bot-Matches mit einer Story zu verpacken, ist für sich gesehen lobenswert. Allerdings ist selbige ebenso seicht wie gehaltlos, sodass etwas wie Atmosphäre nicht recht aufkommen mag. Zudem macht ihr bereits hier Bekanntschaft mit der grausigen deutschen Sprachausgabe, die sowohl an euren Nerven als auch am Flair der 'Unreal Tournament'-Serie zerrt. Wer hat diese Sprecher engagiert und was für eine Auffassung haben die von ihrem Beruf? Mies betonte Sätze, die weder Emotion noch Zeichensetzung kennen, gehen Hand in Hand mit fürchterlichen Übersetzungsschnitzern, bei denen sich selbst Necris-Fußnägel nach oben rollen dürften. Bäh!
Doch zurück zum Spiel und damit zum Solomodus: Dieser gaukelt euch mithilfe der besagten Story und einer Übersichtskarte eine Kampagne vor – wahlweise dürft ihr diese an der PS3 auch online im kooperativen Modus angehen. Letztendlich handelt es sich jedoch lediglich um eine Aneinanderreihung von Kämpfen mit und gegen Bots. Diese sind im Vergleich zum Vorgänger übrigens nicht wirklich intelligenter geworden und sind lediglich auf dem höchsten der vier Schwierigkeitsgrade wirklich herausfordernde Gegner. Immerhin bekommt ihr somit jedoch einen guten Einstieg in die verschiedenen Matcharten wie zum Beispiel Deathmatch, Capture the Flag oder Kriegsführung. Moment mal, Kriegsführung? Hinter diesem Namen versteckt sich der brandneue Warfare-Modus, der für frischen Wind in 'Unreal Tournament 3' sorgen soll. Wirklich neu ist der Modus bei genauerem Hinschauen aber nicht.
Vielmehr hat das Team von Epic Games die bekannten Onslaught- und Assault-Modi geschickt miteinander verknüpft. Zwei Teams mit je maximal acht Soldaten treten auf einem riesigen Schlachtfeld gegeneinander an. Ihr Ziel: die Zerstörung des gegnerischen Energiekerns. Um diesen angreifen zu können, muss zunächst der passende Primärknoten umgepolt werden. Entweder errichtet ihr zu diesem Zweck eine Energieverbindung von eurem Knoten über mehrere Zwischenstationen bis hin zu besagtem Ziel. Die Alternative ist die Installation einer Energiekugel, deren Träger jedoch extrem anfällig für feindlichen Beschuss ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass die einzelnen Knotenpunkte stets hart umkämpft sind und sich die Front ständig verschiebt. Langeweile kommt so schnell keine auf – dafür jedoch das bekannt rasante 'Unreal Tournament'-Gefühl. weiter...
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Kommentare
...und viel aufgewärmter Käse. In Sachen Gameplay Innovation hat sich seit dem UT vor 5 - 6 Jahren kaum was getan, von daher eine eher schwache Darbietung mit aktueller Grafik. Das Genre Ego Shooter ist (leider schon seit längerem) in einer absoluten Sackgasse der Ideenarmut angekommen...
Wenn auch noch die deutsche Sprachausgabe so mies ist, dann spricht nichts gegen den Kauf einer ungeschnittenen Version aus USA. So geschnitten wie die deutsche Version ist, macht Unreal Tournament kein Spaß mehr.
Wieso wurde dies nicht berücksichtigt im Test?
Aus moralischen Gründen?
Ansonsten weiß ich nur, dass ich verdammt scharf auf ein UT bin. Seit UT für PS2 habe ich keins mehr gezockt und das ist jetzt knapp 5, 6 Jahre her. Aber ich weiß noch, dass es (offline) mordsmässig Fun gemacht hat - aber auch der arcadige Soloplayer war ziemlich lustig. Der Style vom Game hat mir ziemlich zugesagt. UT 3 wirkt auf mich irgendwie wie ein Gears Tournament. Viel dunkel, viel schwarz....