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Weihwasser anstelle von Schusswaffen
Nicht nur bezüglich des Spielprinzips, sondern auch was die Art der Bekämpfung angeht offenbart 'Clock Tower 3' innovative Ideen. Als Hauptwaffe gegen Geister habt ihr geweihtes Wasser zur Verfügung, das die gequälten Seelen zwar nicht zerstört, aber kurzzeitig stoppt, damit ihr euch auf die Suche der hinterlassenen Gegenstände begeben könnt. Euren Wasserbehälter - der am Anfang lediglich eine Kapazität von drei Füllungen zulässt, sich aber im Verlauf noch erweitern lässt - dürft ihr an speziellen Brunnen jederzeit voll machen. An diesen Stellen ist es zudem auch noch möglich zu speichern, so oft es euch beliebt, und das ganz ohne vorausgesetzte Items. Kurz vor dem ersten Endboss bekommt ihr dann aber doch noch eine richtige Waffe in Form eines magischen Bogens übergeben, der sich zwar nur bei Bosskämpfen in Arenen anwenden lässt, aber zumindest dort sehr gute Dienste leistet. In den zwischendurch ablaufenden Kämpfen gegen die Mörder gilt es, den Feind mit Weihwasser in Schach zu halten und durch Aufsuchen bestimmter Aktionspunkte entweder anzugreifen oder sich zu verstecken. Meist müsst ihr nach diesen Punkten in der gegebenen Situation nicht lange suchen und könnt dort Zwischensequenzen hervorrufen, in denen Alyssa eine vorbestimmte Aktion vollführt.
Auch wenn ihr folglich nur indirekt eingreifen könnt, bieten die Zwischenkämpfe immer wieder puren Nervenkitzel und schaffen eine gelungene Abwechslung zu den normalen Aufgaben.
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Der blanke Horror
Hauptkritik am Titel erntet ganz klar die schlechte Steuerung. Zwar lassen sich alle Buttons frei mit den verfügbaren Aktionen belegen, doch gibt es hinsichtlich der Steuerungsart leider keine Einstellungsmöglichkeiten. Anders als bei 'Resident Evil' oder 'Silent Hill' steuert ihr die Figur nicht durch Betätigen des Sticks in korrekter Laufrichtung, sondern müsst euch an der Kamera orientieren. Dies hat zur Folge, dass sich mit jedem der zahlreichen Kamerawechsel logischerweise die Gehrichtung ändert, weshalb es des Öfteren geschieht, dass ihr unerwartet in die entgegengesetzte Richtung lauft oder gar den Stick in eine ganz andere Richtung bewegt, aber trotzdem geradeaus marschiert. Bei den ständig ändernden Kamerawinkeln wird das Spielgeschehen deshalb ziemlich schnell sehr unübersichtlich und sorgt dafür, dass ihr oftmals geradewegs in Gegner hineinlauft, anstatt vor ihnen wegzurennen. Besonders Anfängern auf dem Gebiet des Survival-Horros wird so die Action nicht gerade einfach gemacht, was an sich äußerst schade ist, da der Titel in puncto Story und Atmosphäre sehr viel zu bieten hat.
Technisch nicht auf ganzer Ebene erfolgreich
Leider machen sich bereits nach den ersten Spielminuten, was die Optik betrifft, gemischte Gefühle breit. Was als erstes sehr negativ auffällt, sind die überdimensional großen Pal-Balken, die das Bild schier ins 16:9-Format zwängen. Abhilfe schafft hier zwar der erfreulicherweise implementierte 60-Hz-Modus, der bei jedem neuen Spielstart aktiviert oder deaktiviert werden darf, jedoch letztendlich nur den Spielern mit 60-Hz-kompatiblen TV-Geräten zugute kommt. Hat das Spiel dann erst richtig begonnen, dauert es nicht lange und man findet sich in oft etwas bieder wirkender 3D-Optik wieder. Die Darstellungsart erinnert nämlich stark an die Konkurrenztitel, wenn auch an manchen Orten das Umgebungsdesign und die Texturen etwas zu wünschen übrig lassen. Besonders aber die dynamischen Schatten sorgen beim Vorbeigehen an verschieden platzierten Lichtquellen immer wieder für viel Atmosphäre. Genauso wenig muss auch auf äußerst realistische Regenpfützen, authentische Licht- und andere Effekte verzichtet werden, die dem Titel letztendlich auch seine visuelle Attraktivität verleihen. Ein Lob muss man schließlich ebenfalls den toll gerenderten Zwischensequenzen aussprechen.
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Akustisch wird es dann erst so richtig interessant. Die englische Synchronisation ist im Schnitt gelungen und stellt so manchen Dialog eines 'Resident Evil' oder 'Silent Hill' in den Schatten. Eine konstante Hintergrundmusik gibt es aber nicht. Vielmehr setzen je nach Situation bestimmte Geräusche und Musikstücke ein, die abrupt wieder enden und so nicht nur der Atmosphäre dienen, sondern auch Schockeffekte besser in Szene setzen. Auch die deutschen Untertitel sind durchaus passabel ausgefallen.
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Clock Tower 3
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