16.03.2007 - Andreas Philipp
'Resistance' spielt in einem alternativen Universum, in welchem die Ereignisse vor dem Zweiten Weltkrieg eine gänzlich andere Wendung genommen und den Krieg damit gewissermaßen überflüssig gemacht haben. Irgendwo in Asien taucht nämlich im Jahr 1939 eine fiese insektoide Rasse namens Chimera auf, die sich nicht auf dem faulen Chitin ausruht, sondern munter ganz Europa überrennt und mit einem Virus infiziert. Nachdem bereits Kontinentaleuropa unter der neuen Geißel leidet, muss letztendlich 1951 auch England dran glauben, nachdem das Viehzeug sich unter dem Kanal durchgebuddelt hat. Die USA lassen ihren europäischen Lieblingsbündnispartner natürlich nicht hängen und schicken das Militär, um noch einen letzten Versuch zu starten, England zu retten.
Und genau an der Stelle kommt ihr ins Spiel. Ihr übernehmt die Rolle des US-Soldaten Nathan Hale, der mitten in der Stadt York in den Einsatz gegen die Fieslinge geschickt wird. Nachdem Hale eine Attacke überlebt hat, mit dem Virus infiziert wird, und das ebenfalls überlebt, startet er seinen einsamen Feldzug zur Vernichtung der Chimera. Fragt sich nur, ob da wirklich alles so abläuft, wie es soll, denn Hale zeigt mit der Zeit erste Ähnlichkeiten mit seinen Kontrahenten ... Erzählt wird die Story auf etwas ungewöhnliche Art. Die Stimme einer Offizierin, die Hale im Verlauf der Story trifft, kommentiert die Ereignisse, meist untermalt von Schwarz-Weiß-Pseudofotos. Der Haken dabei: Es fehlt etwas die Identifizierung mit der eigentlichen Hauptfigur, was aber nichts daran ändert, dass die Story sehr atmosphärisch und fesselnd umgesetzt worden ist. Das Spiel selbst ist insgesamt linear gehalten und zumeist kommt ihr problemlos, ohne euch zu verirren, durch die umfangreichen Levels. Das Level-Design selbst weiß zu gefallen und zeigt sich abwechslungsreich, vor allem wenn man die ersten Einstiegslevels hinter sich hat, und ausgesprochen fair, ohne aber zu leicht zu sein.
Einfallsreichtum bei den WaffenBei den Waffen wird recht schnell klar, dass Insomniac den Einfallsreichtum aus 'Ratchet & Clank' auch hier weiterführt, zwar nicht ganz so humorig, dafür ausgesprochen cool. Schon eine der ersten Waffen, die ihr bekommt, zeigt, wo der Hammer hängt. Mit der L1-Taste könnt ihr nämlich einen Gegner markieren. Ist dies erfolgreich geschehen, suchen die Geschosse sich automatisch das markierte Ziel – äußerst nützlich gegen schnelle und agile Gegner, die häufig Deckung suchen. Sehr praktisch ist auch die Auger, mit der ihr vor euch ein Kraftfeld aufstellen könnt, das jede andere Waffe – ausgenommen eine andere Auger – abhält, und mit der ihr zudem durch feste Gegenstände ballern könnt. Oder auch eine nette Wumme, die hübsche Blubberblasen in die Gegend pappt, die per Schuss zum explodieren gebracht werden. Auch eine Sniper ist mit an Bord, bei der ihr mittels L1-Taste mal eben die Zeit verlangsamen dürft. Praktisch ist, dass ihr keine Beschränkungen habt, was eure Tragkraft bei den Waffen angeht. Das ist auch gut so, denn quasi alle Waffen sind im Laufe der Missionen sinnvoll einsetzbar. Der Sixaxis-Controller kommt übrigens nur dann zum Einsatz, wenn euch ein Gegner gepackt hat. Dann könnt ihr durch Bewegen des Controllers den Feind abschütteln.
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