15.12.2006 - Andreas Altenheimer
Es beginnt eigentlich wie bei jedem ‘Zelda’-Spiel: Link ist ein ganz gewöhnlicher Junge, der in seinem Dorf hochgeachtet ist, brav Schafe hütet und nebenbei ein toller Schwertkämpfer werden möchte. Doch die Idylle in von Ordon droht zu kippen, als des Bürgermeisters Tocher Ilya und der kleine Colin von Monstern entführt werden. Link macht sich natürlich sofort auf, nach den beiden zu suchen und gerät dabei in das Reich der Schatten, wo er sich automatisch in einen Wolf verwandelt. Zusammen mit Midna, einem etwas vorlauten, aber äußerst liebeswürdigen Schattenwesen, versucht er herauszufinden, was oder wer den Frieden rund um Hyrule bedroht.
Dieser Storyansatz, welcher grob die ersten fünf Spielstunden beschreibt, mag nicht besonders aufregend klingen, dessen Umsetzung gehört jedoch zu den besten der Serie. Im Gegensatz zu ‘Wind Waker’, welches eher kindgerecht daherkam, ist der düstere Ton in ‘Twilight Princess’ nicht von der Hand zu weisen. Erfreulicherweise laufen die Zwischensequenzen genau dann auf Hochtouren, sobald sie dramatisch werden.
Sympathie-Barometer der Figuren strebt gegen AnschlagBedeutend wichtiger für die Motivation ist das fantastische Charakterdesign: Mag Link noch ein wenig zu sehr noch Bubi-Schönling aussehen, ist seine Wolfsform wie geschaffen für ein mega-niedliches Kuscheltier der Marke ‘oh, der sieht ja soooo grimmig aus’. Auch Midna ist perfekt designt und um Welten besser als alle ‘Zelda’-Sidekicks, die es zuvor gab, zusammen. Sie ist ein typisches Kind des Schattens und findet entsprechend nicht nur liebe Worte, was der früher oftmals ‘schwarz-weiß’ gehaltenen Welt von ‘Zelda’ deutlich mehr Glaubwürdigkeit bringt.
Umso trauriger der Umstand, dass es immer noch keine Sprachausgabe gibt. Viele Fans der Serie werden darüber hinweg sehen können, doch objektiv gesehen ist dies für eines der wichtigsten Spiele des Jahres ein kleines Armutszeugnis. Die Ausrede, eine Synchronisation würde viel von der Phantasie kaputt machen, zählt nicht: Dann dürften wir auch nicht nach immer besseren und realistischer aussehenden Grafiken streben.
Sei es drum: Die Story ist nicht revolutionär und auch nicht gespickt mit Hunderten von Überraschungen, aber sie erfüllt ihren Job mehr als zufriedenstellend. Denn was bringen 50 Stunden Zwischensequenzen, wenn dabei das Spiel zu kurz kommen würde? Diesbezüglich stellt jedermann hohe Ansprüche, sobald es um ‘Legend of Zelda’ geht. ‘Twilight Princess’ hat dabei gleich eine mehrfach hohe Last zu tragen: Es soll im Idealfall den Serienkönig ‘Ocarina of Time’ von anno 1998 übertrumpfen und jene Spieler, welche vom umstrittenen ‘Wind Waker’-Vorgänger enttäuscht waren, zur Serie zurück bekehren. Diese Mission ist größtenteils, aber nicht vollständig erfüllt.
Mehr Evolution als RevolutionDas größte Problem, was ‘Twilight Princess’ hat: Es fehlt etwas grundlegend Einmaliges. Auf dem Super Nintendo wurden wir erstmals Zeuge der vielen, verspielten Objekte, wie z.B. Bogen oder Bumerang. Das erste Nintendo 64 ‘Zelda’ setzte das enorm fesselnde Konzept nahezu makellos in die dritte Dimension um. Und selbst auf dem GameCube strahlte ‘Wind Waker’ mit einem bis heute einzigartigen Grafikstil, der zwar nicht jedem mundete, aber manchem den perfekten Zeichentrickfilm zum Mitspielen bescherte. Die Frage ist: Was hat ‘Twilight Princess’?
Ihr könnt an nahezu jeder Faser des Spieles sehen, dass der Director Eijo Aonuma die Fans von ‘Ocarina of Time’ zufrieden stellen wollte. Sei es der Stil der Grafik, sei es das Design der Dungeons: Viele Elemente erinnern uns mit freudiger Entzückung an den alten Klassiker, aber nur wenige sind wirklich innovativ und noch weniger erreicht ‘Twilight Princess’ eine noch höhere Spielspaßebene. Natürlich gibt es neben Schwert, Bogen und Greifarm ein paar neue, neckische Werkzeuge, mit denen ihr allerlei Rätsel und Geschicklichkeitsaufgaben lösen dürft. Doch deren Einsatzgebiet ist sichtlich eingeschränkt, weil sie von ihrer Art her keine verspielten Rätsel zulassen.
The Legend of Zelda: Twilight Princess - Special
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Kommentare
Ich finde die "Laute" die die Charaktere in Zelda statt Sprachausgabe machen ehrlich gesagt sehr schön. Eine Sprachausgabe würde ich nicht begrüßen, da es dann einfach kein normales Zelda mehr ist. Es gibt Dinge, die ein Spiel auszeichnet und durch die man sich mit ihm identifizieren kann und dass sind meiner Ansicht nach z.B diese "Laute".
Ich finde nicht das es der beste Teil ist weil
a) Einige Dinge fehlen die in den Trailern versprochen wurden ( z.B die großen offenen Wälder, wo man vor Goma wegläuft, der Kampf gegen Goronen in offener Steppe, der mysteriöse Riese im Hain des Waldes.
All das und noch mehr war mal angekündigt und letzten endes nicht drin.
B) Mir sagt Majoras Mask und OoT mehr zu.... obwohl das nur verträumte Kindertage sein Können. In meinen Augen ist Majoras Mask das beste Zelda
Ach ja
Die späteren Bosse sind leichter, weil sie auch nicht viel mehr als ein Herz abzocken.
Umfrage
Findet ihr, Twilight Princess ist der düßterste Zelda-Titel der Serie?
Ich habs doch gar nicht beleidigt....
hey ike fan
ich warne dich nochmal BEILEIDIGE DIESE GAMES JA NIE WIEDER NIE NIE NIE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ziemliche Krümmelkackerei. Zelda sollte nie Sprachausgabe bekommen. Hatte es nie und soll es auch nie. Das wäre so als ob Link auf einmal spricht. Tut er auch nie. Das einzige was ich dem Spiel vorwerfen kann sind, die etwa zu leichten Endgegner. An "A Link to the Past" reicht auch nicht ran, aber besser als OoT ist es. Vor allem größer. Und die Grafik IST damit zu erklären, dass es erst für den Cube entwickelt wurde. Nur die Musik hätte etwa besser sein können, so ein "God of War" Stil hätte gut gepasst, denk ich. Aber es TP ist in alles in allem deutlich besser als Windwaker, besser als Majoras Mask, und auch besser als OoT. Der beste Teil der 3D Zeldas. Fertig.
P.S.: Meiner Meinung nach bezeichnen die Leute OoT nur als das beste Zelda, weil es das erste war, welches in 3D war. DER BESTE TEIL DER SERIE IST NACH WIE VOR "A LINK TO THE PAST"!!!!!
echt
Is das spiel echt so gut?
keine Sprachausgabe
Was erwartet ihr bei einem Zeldaspiel? Das ist eigentlich Tradition und wäre ein Sakrileg wenn Zelda plötzlich über eine Sprachausgabe verfügen würde...meiner Meinung nach ein völlig überflüssiger minuspunkt
Und das es eine Ocarina fortsetzung ist ist klar soll ja eine Brücke zwischen Ocarina und Wind Waker sein.
Und die Musik da kann man nicht Meckern, meiner Meinung nach, bester Soundtrack seit langem in einem Spiel