19.12.2011 - André Linken
Einige von euch werden sich eventuell noch daran erinnern: Pro Evolution Soccer 2011 für den Nintendo 3DS war zwar handwerklich halbwegs gut gemacht, doch mangelte es sowohl am Umfang als auch an vielen Finessen hinsichtlich der Spielmechanik. Konami hat sich die Kritik der Fans offensichtlich zu Herzen genommen, denn im Nachfolger Pro Evolution Soccer 2012 haben die Entwickler viele Schwachstellen konsequent ausgebessert und ein deutlich homogeneres und somit auch unterhaltsameres Gesamtpaket abgeliefert.
Einige der wichtigsten Neuerungen erblickt man bereits nach wenigen Minuten: So gibt es ab sofort auch auf dem Nintendo 3DS einen Trainingsmodus, in dem ihr euch mit der Steuerung und ihren Besonderheiten vertraut macht. Vor allem Einsteigern ist dies eine große Hilfe, da Pro Evolution Soccer 2012 hinsichtlich der Spielerkontrolle so einige Kniffe zu bieten hat. Des Weiteren dürft ihr euch endlich auch in der Handheld-Version am Legendenmodus versuchen. Hierbei schlüpft ihr in die Rolle eines eigenen Fußballers und begleitet ihn auf seiner hoffentlich steilen Karriere bis ganz nach oben.
Auch bei der Meisterliga hat Konami nochmals eine Schippe nachgelegt. In Pro Evolution Soccer 2012 stehen euch mehr Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung als noch beim Vorgänger. So könnt ihr beispielsweise Personal einstellen, das euch einiges an Arbeit abnimmt. Trotz dieser Erweiterungen kommt die Meisterliga nicht an die Komplexität der Versionen für die Heimkonsolen heran. Einige Aspekte fehlen, zum Beispiel Torwarttrainer oder Dialoge mit den Spielern, was diesem Modus etwas Tiefgang nimmt. Zudem ist es ebenso schade wie unverständlich, dass es keinen echten Ligamodus gibt, sodass euch in dieser Hinsicht lediglich eine Abfolge von mehreren Freundschaftsspielen bleibt. Das kratzt etwas an der Langzeitmotivation.
Und was hat die Handheld-Version von PES 2012 im eigentlichen Spielgeschehen zu bieten? Vor allem einen deutlich angenehmeren Spielfluss als noch im Vorgänger. Das liegt unter anderem am verbesserten Passsystem, das deutlich leichter von der Hand geht und somit auch bei ungeübten Spielern schneller zu Erfolgen und schönen Kombinationen führt. Des Weiteren ist die KI der Kicker spürbar cleverer, läuft sich besser frei und nutzt den sich bietenden Raum relativ geschickt. Dabei erreichen die KI-Spieler allerdings nie dasselbe hohe Niveau wie auf den Heimkonsolen und auch das System zum Ausführen von Tricks ist nach wie vor etwas zu fummelig.
Bezüglich der Präsentation macht sich ein wenig Enttäuschung breit. Abgesehen von einigen neuen Animationsphasen ist die Grafik nahezu identisch mit der des Vorgängers. Das bedeutet: teilweise etwas eckig wirkende Spielermodelle, wenig Leben abseits des Platzes und ziemlich unschön anzusehende Zuschauer. Der gute 3-D-Effekt kommt übrigens nur bei der unübersichtlichen Längsansicht zur Geltung. Die Geräuschkulisse ist ganz nett und trumpft mit dem einen oder anderen Fan-Gesang auf. Lobenswert sind die Online- sowie die StreetPass-Funktion. Solltet ihr auf der Straße jemandem begegnen, der ebenfalls Pro Evolution Soccer 2012 auf seinem Nintendo 3DS dabeihat, könnt ihr wenig später gegen dessen Mannschaft antreten. weiter...
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Kommentare
Hab ich letztens bei nem Freund probiert. Grafisch ist es auf PS2 Niveau und spielerisch mit der Touch-Steuerung sehr gut. Der 3D-Effekt kommt auch relativ gut rüber, wobei man immer perfekt sitzen muss dass es passt.
Bei Seite 2 steht Seite 1. Sry, will nicht klugscheißen, sollte aber trotzdem mal gefixt werden.
An die HD-Versionen kommt das Spiel jedoch nicht heran
Wiso kriegen beide dann die selbe Note ???