09.08.2011 - André Linken
Ab in den Pazifik! Nein, das ist jetzt keine Aufforderung für einen sündhaften teuren Badeurlaub. Vielmehr ist es die Prämisse für das neue Strategiespiel Storm over the Pacific, das von dem Studio Wastelands Interactive stammt. Das Geschehen findet – wie der Name bereits erahnen lässt – im Großraum des Pazifiks statt und umfasst einige historische Ereignisse und Schlachten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Zu Beginn entscheidet ihr euch für eine von insgesamt 25 Nationen, deren Geschicke ihr entweder in einer der vier Kampagnen oder einzelnen Missionen steuert. Zu diesen Fraktionen zählen unter anderem die USA, Japan aber auch China. Jedes Land weist leicht unterschiedliche Startbedingungen auf, was jedoch nicht spielentscheidend ist oder den Wiederspielwert spürbar in die Höhe treibt.
Im Gegensatz zu vielen Genrekollegen liegt der Fokus bei Storm over the Pacific hauptsächlich auf der Kriegsführung. Zwar müsst ihr euch auch um Aspekte wie Diplomatie, Forschung und Wirtschaft kümmern. Doch nehmen diese Bereiche iim Vergleich zu den Gefechten eher wenig Platz ein. Interessant hierbei ist jedoch das Punktesystem: Für erfolgreich abgeschlossene Missionen oder aber auch Kämpfe erhält man Diplomacy Points und Production Points. Vor allem letztere sind wichtig, da man ausschließlich mit deren Hilfe neue Einheiten produzieren und neue Technologien erforschen kann.
Der Großteil des Geschehens spielt sich jedoch auf den in Hexfeldern basierten Schlachtfeldern statt. Wer aus den Gefechten als Sieger hervorgehen will, muss taktisches Geschick an den Tag legen. So sollte man beispielsweise immer bedenken, dass die Einheiten pro Zug eine unterschiedlich große Distanz zurücklegen können. Fußtruppen sind logischerweise deutlich langsamer als Fliegerstaffeln. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man den Vorstoß der eigenen Truppen im Voraus gut plant, ansonsten laufen diese in leicht zu besiegenden Kleingruppen vor die feindliche Flinte. Aufgrund der teilweise riesigen Karte seid ihr daher oftmals mit viel Mikromanagement beschäftigt, um die eigene Armee zu organisieren.
Es gibt dann aber doch einiges, was Storm over the Pacific mit vielen seiner jüngeren Genrekollegen gemeinsam hat. Da wäre unter anderem die etwas sperrige und wenig zugängliche Bedienung. Zwar gibt es ein kurzes Tutorial, doch dieses geizt mit hilfreichen Informationen beziehungsweise gibt diese oftmals zu spät an den Spieler weiter. Zudem gibt es zahlreiche Menüs und Informationsfenster, mit denen man sich minutenlang herumschlagen muss – das könnte alles viel intuitiver sein.
Und dann wäre da noch die Präsentation. Jaja, Profis schauen eher auf die Zahlen als auf die Grafik. Es ist doch aber kein ungeschriebenes Gesetz, dass sich Komplexität respektive taktischer Tiefgang und eine hübsche Optik grundsätzlich ausschließen müssen. Sowohl die Einheiten als auch die Übersichtskarte bewegen sich auf einem minimalistischen Niveau, das selbst vor zehn Jahren nicht mehr zeitgemäß war. Schade, denn optische Belohnungen würden die auf Dauer etwas trockene Spielmechanik auflockern. weiter...
Genreliebhaber und Profis werden mit Storm over the Pacific durchaus ihren Spaß haben und können im Geiste einige Prozentpunkte zu unserer Wertung addieren
20.05.2011
Mehrere Titel kommen später
Storm Over the Pacific - Patch v1.05
14.05.2012
Weiteres kleines PC-Update
Storm Over the Pacific - Patch v1.03
15.08.2010
Kleines Update für den PC-Titel
Storm Over the Pacific - Post Release Trailer
Neuer Videoclip zum PC-Titel
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare