08.06.2011 - Jens Quentin
Eine der entscheidenden Fragen bei der Entwicklung eines reinen Kinect-Titels war: Wie bewegt man sich in der Welt Albion fort? Da hat der gute Peter seiner Meinung nach die perfekte Lösung gefunden: Der Hauptcharakter reist mit der Kutsche durch die Gegend. Ihr sitzt dann vor dem Fernseher und haltet imaginäre Zügel in der Hand. Durch entsprechende Bewegungen setzt man den vorgespannten Gaul in Bewegung. Zieht man beide Hände nach oben, ist das für das Pferd das Signal zum Anhalten. Durch Bewegungen nach links oder rechts steuert der Spieler die Richtung, in die sich die Kutsche bewegt. Und auch hier kommt wieder der Hinweis von Herrn M.: Die offene Welt von Albion lässt sich vollkommen frei erforschen, die Kutsche sei keineswegs wie auf Schienen auf vorgegeben Routen unterwegs. Eines der Hauptelemente des Spiels sei schließlich die Freiheit des Spielers, Albion zu entdecken.
So wird es rechts und links der Hauptstrecke immer wieder kleinere Pfade oder auch Minen geben, die in neues Terrain führen. Außerdem kann man am Wegesrand interessante Dinge entdecken und einsammeln, wie zum Beispiel die Life-Force. Einfach die Hand vor dem TV nach rechts oder links ausstrecken und schon sackt ihr die Dinge ein. Die Kutschfahrt wird außerdem immer wieder durch unterschiedliche Ereignisse aufgelockert. Mal nehmt ihr Anhalter mit, mal werdet ihr während der Fahrt attackiert. Auch Verfolgungsjagden soll es in Fable: The Journey geben.
Im Laufe der Erkundungstouren sollt ihr sogar eine Art Beziehung zu eurem Pferd aufbauen können. Je nachdem, ob ihr eurem Gaul wohlgesonnen seid oder ihn pausenlos mit den Zügeln traktiert, um schneller von Ort zu Ort zu kommen, wird sich euer Pferd entsprechend verhalten. Per Kinect-Spracherkennung sind Dialoge mit Mitreisenden ebenso möglich wie Anweisungen für das Pferd. So gewöhnt sich das Tier an eure Stimme, wodurch ihr später keine Zügel mehr benötigt, um die Kutsche in Bewegung zu setzen. Ein verbales Kommando reicht dann aus.
Den weiteren Schwerpunkt seiner Präsentation legt Peter Molyneux auf das Spielelement der Magie. Hier kommt dann auch wieder die Life-Force ins Spiel. Je mehr ihr davon sammelt, desto mächtiger sind eure Zaubersprüche. Neben der Freiheit zur Erkundung kommen hier die weiteren Hauptzutaten des Spiels zum Tragen: die Macht der Magie und das Aufleveln.
Vergesst Schwerter, Äxte und Bögen. All diese Waffen sucht ihr in Fable: The Journey vergebens. Allein die Magie muss reichen, um euch miese Kreaturen vom Hals zu halten. Bewegt der Spieler vor dem Bildschirm die Hände nach oben, erkennt das Kinect-System, dass nun Magie eingesetzt wird. Schwenkt ihr jetzt die Arme schnell in Richtung TV, feuert euer Held einen Magiestrahl auf die Feinde. Reibt ihr die Hände, wird die Magie zu einer mächtigeren Attacke gebündelt. Hier liegen dann laut Molyneux auch klar die Vorteile einer Entwicklung für Kinect, weil man dieses Bündeln nicht ähnlich intuitiv mit herkömmlichen Knöpfen umsetzen kann. Reißt der Spieler die Arme über den Kopf, wird ein Magieschutzschild errichtet, der vor Steinschlagangriffen gegnerischer Kobolde schützt.
Laut Molyneux kann man alle möglichen Magiegegenstände mit den Händen formen. Als Beispiele nannte er einen Speer und eine Angelrute. Dem Spieler soll größtmögliche Kreativität an und in die Hand gegeben werden. Life-Force wird übrigens nicht nur am Wegesrand eingesammelt. Auch betäubte Tiere oder Feinde hinterlassen die Magiemunition. Und wer ganz böse ist und ganz schnell mehr Magie-Power haben will, der kann Gegner und Tiere auch töten. Dann gibt es nämlich zusätzliche Life-Force.
Die Pläne und Visionen sind bei Fable: The Journey sehr groß. Hoffen wir mal, dass sie am Ende nicht zu einem netten, aber belanglosen Kinect-Spielchen in der Albion-Welt werden.
Microsoft Spring Showcase - Special [1]
Auf dem Spring Showcase in San Francisco ließ Microsoft es richtig krachen und zeigte gleich sieben interessante Titel.
Fable: The Journey - E3 2011 Live-Demo
Kamerabilder von der Microsoft-PK
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Kommentare
Ok man "soll" sich frei bewegen können. Wie? Bei der Präsentation saß der Typ nur stumpf da und man sah nicht gerade irgendeine Bewegung die den Char in eine betsimmte Richtung gehen ließ. Ich persönlich würde auf ein Fable (light) tippen. Und da Fable so shcon sehr "light" war sind die Erwartungen nicht besonders groß.
Kampfsystem scheint nett zu sein, erinnert aber irgendwie doch an einen Lightgun Shooter. Das man mit bestimmten Gesten bestimmte Zauber macht ist sicherlich toll. Meine Erfahrung ist bei sowas aber das es im Laufe des Spiels eher nervig wird. Muss man aber in diesem Fall sehen.
Naja mal abwarten, würde aber für mich nach momentanen Stand keinerlei Grund sein sich Kincet zu kaufen.
Die Entwickler schaffen es (noch) nicht die Kinect Steuerung sinnvoll in ein Core Spiel einzubauen.
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Und Lionhead schafft es ja noch nicht mal, überhaupt ein richtig gutes Core-Spiel zu machen (siehe Fable 3)...
Was habt ihr? Ich finde die Idee total toll und wird bestimmt auch super umgesetzt. (Sry, für die Ironie
)
Jetzt mal ehrlich. Soviel Freiheit kann gar nicht gegeben sein, wenn man an seine Kutsche gebunden ist und man sich nur mit Magie verteidigen kann.
Die Frage ist sowieso was von der Meldung stimmt. Wie alle wissen ist Herr Molyneux einer der größten Schwätzer der Videospielindustrie. Ich finde ihn zwar immer sehr sympathisch bei den Interviews etc. aber seine Spielen halten allerhöchstens 50% von dem was Molyneux verspricht.
Keine Waffen außer die Magie...als Gegner wieder der ominöse Schatten...und dann auch noch für Kinect?

OK, fable 3 hatte mich ja noch für einige schöne Stunden an den PC fesseln können, aber anscheinend ist die Serie jetzt wohl an ihrem Tiefpunkt angelangt.
Vorschlag an Herrn Molyneux:
Wie wäre es mal mit nem Savegame Import Feature, wie es auch The Witcher, Mass Effect und Dragon Age hatten?
Wenn ich schon immer wieder die "moralischen" Entscheidungen treffen soll (die mit 2 Auswahlmöglichkeiten schon echt banal scheinen), warum nicht das neue Game darauf aufbauen lassen?
das wird leider nichts. Ich hätte auf ein Black and White Kinect gehofft oder auf ein Fable ohne Kinect.
"netten, aber belanglosen Kinect-Spielchen in der Albion-Welt werden."
Ich befürchte auch, dass es genau das wird. Die Entwickler schaffen es (noch) nicht die Kinect Steuerung sinnvoll in ein Core Spiel einzubauen.
Ich denke Knackpunkte sind das Delay und die fehlende Fähigkeit selber zu laufen. Mit der momentanen Hardware sehe ich kaum Möglichkeiten diese Unzulänglichkeiten zu umgehen.(eventuel was für Kinect 2 auf der Xbox 720?)
Was machst du nur Peter? Von Populous also zu Fable: The Journey?
Gegen die 22 Jahre alte (!) Göttersimulation ist dieser On-Rail-Fable-Ableger für Fuchtler ja ein derber Rückschritt und die E3-Präsentation war sehr ernüchternd. 