23.08.2010 - Andreas Ludwig
Rein von der Theorie klingen Razers Versprechungen wie ein feuchter Traum für Spieler. Vorbei die Zeiten der vergleichsweise behäbigen Tasten, stattdessen soll schon ein halber, Mausklick-ähnlicher Tastendruck... ähm Klick reichen, um nach einer äußerst kurzen Reaktionszeit den Befehl zur Rechenkiste zu senden. Schneller, leichter und geschmeidiger soll die mechanische Tastatur arbeiten und damit Ermüdungserscheinungen während wilder Zockersessionen entgegenwirken.
Angeblich schwankt der aufzuwendende Druck bis zur Auslösung des Tastenbefehls bei herkömmlichen Tasten zwischen 60 und 80 Gramm. Für Razers Black Widow habe man genau diesen Auslösedruck auf 50 Gramm reduzieren können, was laut dem Entwickler auch die meiste Zeit verschlungen haben soll. Das Tastenhub sei durch diesen mechanischen Aufbau zudem nur halb so groß wie bei normalen Folientastaturen.
Abgesehen davon bietet die Schwarze Witwe ähnliche Funktionen wie bisherige verspielte Schreibsklaven. Voll programmierbare Tasten gehören ebenso zum schicken Zubehör wie Makro-Funktionen und fünf individuell konfigurierbare Spieletasten links am Rand neben dem Hauptlayout. Die unvorsichtige Wurstfingerfraktion kann auf Wunsch die Windows-Taste deaktivieren, um ungewollte Ausflüge auf die Windows-Oberfläche zu vermeiden.
In unserem kurzen Praxistest während der Messe schneidet die Black Widow tatsächlich anders als herkömmliche Keyboards ab. Der Druckpunkt fällt viel geringer als bei den meisten anderen Kollegen aus, bleibt aber dennoch präzise und klar definiert. Als akustisches Feedback klickt jede Taste wie eine Maus, was sie gleichzeitig aber zu einem recht lauten Vertreter des Tastaturgewerbes macht. Beim Zocken von Renn- und Strategiespielen reagiert sie, wie versprochen, sehr direkt und federleicht. Mit ihr macht es auf jeden Fall Spaß, jedes erdenkliche Genre zu spielen.
Weil die fast 48 Zentimeter breite und nach hinten steiler werdende Black Widow keine Displays wie Logitechs G15 liefert und ihre Vorzüge im mechanischen Detail liegen, klingen die 80 Euro Anschaffung erst einmal hoch. Noch eine Etage höher fährt der Preisaufzug, wenn die in Klavierlack getauchte Tastatur mit hellen, blau beleuchteten Tasten auf euren Schreibtisch soll. Für diese Black Widow Ultimate sollen ab September dieses Jahres sogar 130 Euronen gelöhnt werden. Dafür erhaltet ihr eine fast stufenlos regelbare LED-Beleuchtung, die selbst am helllichten Tage deutlich hervorsticht. Ein USB- und Audio-Ausgang sowie ein Mikrofon-Eingang gehören dann ebenfalls dazu.
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Kommentare
Anschlag, Präzision und Hub der Tasten ist alles andere als "hammer" bei der G19. Aber gut, wer den Unterschied von ner Mechanischen zu ner 08/15 Elektrischen Tastatur nie kennen gelernt hat wird auch nichts vermissen und weiterhin unwissend seine G19/15 oder was auch immer in den Himmel loben.
wir bleiben auch bei unsrer G19 is einfach hammer das teil
Nicht ergonomisch geformt und nervige Klickgeräusche beim Tastenanschlag? Und dafür soll man 80 oder gar 130 Euro ausgeben?
Gut, ich kann den Tippkomfort jetzt aus der Ferne nicht beurteilen, aber der Preis wär' mir definitiv zu hoch.
Es liest sich ja alles ganz nett, aber für mich als Schnellschreiber wird das Ding doch nach 5 Minuten so richtig nervig. Bei jedem Tastendruck ein Mausklick ähnliches Geräusch? Bei 160 Anschlägen pro Minute wird das klingen wir ne wilde Klickorgie. Nein danke. Sie sollten dieser Tastatur dringend eine weitere Abschaltfunktion neben Windows-Taste setzen. Den Klicksound. Wird aber warscheinlich eh nicht möglich, da es vermutlich technisch bedingt ist. Fürs Zocken klingt es ganz nett (auch wenn man bei Multiplayer Shooter-Games bestimmt bald auch die Schnautze von dem Geklicke voll hat), für die Schreiber klingt es wie die Tastatur aus der Hölle.
Oh ja, die alten IBM-Bretter *schwärm* die war'n echt geschmeidig.
Leute, seit doch mal ein wenig obiektiv und lest auch den Artikel und nicht nur das Fazit.
Die BlackW ist ne Mechanische Tastatur, da sind Welten zwischen ner Standardtastatur wie ner G15/G19. Das Tippgefühl ist einfach hammer und wers mal erleben durfte der kehrt so schnell nicht wieder auf ne Folientaster.
Die alten Tastaturen von IBM waren mechanisch, vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere. Die Teile waren einfach nur zucker zum schreiben, wobei das Klickgeräusch der Tasten in nem grossen Büro wo alle auf dieser Tastatur schrieben, auf dauer doch recht nerven konnte.
Also ich werd mir die Razer BlackW auf jedenfall genauer anschauen, das Teil könnt sich echt lohnen, mal abgesehen davon, das so ne Tasta kaum zerstörbar ist und Jahrzehnte hält. Somit geht dann auch der Preis in Ordnung.
Das einzige was mir an der ganzen Sache nicht gefällt ist die behauptung von Razer, das es die erste Mechanische Spielertastatur ist, das stimmt so nicht. Siehe Link, seit 2006 gibts zBps. die Deck The Legend.
www.chip.de/artikel/Kauftipps-Tastaturen-von-15-bis-220-Euro-2_27218564.html
oder
ht4u.net/news/1842_steelseries_stellt_neue_gaming-tastatur_vor/
sers folks
Ja genau, 130 Euro für ne Tastatur... Selbst 80 sind viel zu heftig. So langsam übertreiben es die Hersteller!
Wie siehts mit Angaben zur Dauerbelastung aus? Nach wievielen Jahren dauerbeanspruchendes Extremhardcoregaming muss man die eintüten?
Völlig überzogen!
Und ich bleibe bei meiner G19!!! Kostet genausoviel wie die "Ultimate" Edition von Razer, hat aber mehr "Unterhaltungsmöglichkeiten", wenn ihr versteht..............was will man mit einem Audioausgang am Board??? Wer hat heutzutage (Gamer) noch ein Stereoheadset??? Alles unsinnige Funktionen, wo die Razer bei Design und Funktionalität bei weitem nicht an die G19 ran kommt!!! Für mich absolut uninteressant!!!
LG
Tempergus:
Ja, ist mir bekannt.
Du hast übrigens die Variante "pervers teuer" vergessen ;-) Das Tron-Spezial-Zeugs z.B.
@Turbohummel

Du weißt schon, dass du dir da für 40,-EUR eine andere Tastatur als die oben beschriebene abgegriffen hast?
Denn Razer ist nicht gleich Razer, auch die gibt es in "teuer" und "extrem teuer". Also hast du wahrscheinlich eine aus erster Kategorie erwischt
Razer
Nachdem sich vor etwa 3 Monaten meine über 12 Jahre alte Cherry-Tastatur verabschiedet hat, hab ich mir verschiedene anderere Kabel-Tastaturen zwischen 30 und 60 Euro angeguckt. Meine Wahl fiel auf die Razer. Für 40 Euro (wegen beschädigter Verpackung) eine super Tastatur.
nach kurzer Eingewöhnung auf den leichteren Tastenhub, kann ich das Ding sowohl für Zocker als auch für Vielschreiber empfehlen. Angenehmes schreibgefühl, nicht zu große Handballenauflage und recht hübsch ist sie auch.
Aber 80 Euro ist dann schon heftig und wohl nur was für Hardcore-Gamer.
Naja, für mich ist die ideale Tastatur flach und hat kein Numpad. Da hat die Razer keine Chance
Ich bleibe bei meiner G15 Refresh solange sie es noch macht. Aber das Design gefällt mir schon sehr gut, genau wie die Funktionen.