22.08.2010 - Hans Schneeweiss
Klimakatastrophen haben der Erde arg zugesetzt. Die menschliche Gesellschaft steht vor dem Zusammenbruch. Als wäre das nicht schon genug für ein Höllenszenario, landet auch noch eine riesige Alien-Flotte auf unserem Planeten. Und die wollen der Menschheit nun endgültig den Garaus machen. Ausgerechnet in New York beginnt die Invasion. Doch nicht einmal die US-Army kann den Außerirdischen etwas entgegensetzen. Da kann nur mehr einer helfen: ein Supersoldat.
Ausgestattet mit dem neuen Nanosuit 2 hat er die Kriegstechnologie, die etwas gegen die Aliens ausrichten kann. Die nächste Generation moderner Kampfsysteme trumpft etwa mit einer Tarnfähigkeit auf, die einen fast unsichtbar macht. Zusätzliche Stärke lässt sich damit auch gewinnen und fürs schnellere Bewegen gibt's noch eine Geschwindigkeitsfunktion. 20 verschiedene Waffen stehen dem Einzelkämpfer überdies zur Verfügung. Also stürzen wir uns mit ihm in den schier aussichtslosen Kampf gegen furchterregende Kreaturen, die bereits ganz New York in eine brennende Ruine verwandelt haben. Und retten wieder einmal die Menschheit vor dem Untergang.
Im Mehrspielerpart, den wir auf der gamescom antesten durften, kommen diese Spezialfähigkeiten natürlich auch zum Einsatz. Sie sollen, wenn man den Herren vom ehemaligen Studio Free Radical Design, jetzt Crytek UK, gut zugehört hat, ein noch nie dagewesenes dynamisches Gameplay ermöglichen. So können wir, je nach Bedarf, blitzschnell vom einen in den anderen Nanosuit-Zustand wechseln. Nach der kurzen Einführung geht's auch schon zur Sache. Zwei Teams gibt es hier im Mehrspieler: Marines und C.E.L.L. Vier Xbox-360-Spielstationen sind in dem dunklen Verschlag aufgebaut. Weil in diesem Modus aber insgesamt acht Spieler antreten, spielen wir von der gamescom in Köln gegen vier Jungs im englischen Studio.
Unsere Kämpfer können wir noch auf Assault, Scout, Sniper, Demolition oder Ghost spezialisieren und die dafür typischen Waffen auswählen, etwa eine Schrotflinte, ein Scharfschützengewehr oder ein leichtes MG. Dann erscheint auf dem Bildschirm der Countdown. Und schon stehe ich mit meinem MG in einem total zerstörten Bürogebäude mit eingestürzten Decken, kaputten Schreibtischen und zersplitterten Glasscheiben. Und möchte mich erst mal ein bisschen hier umsehen: einen Gang entlang, über einen Betonklotz in den oberen Stock, durch ein großes Loch in der Fassade auf die Dachterrasse. Rundherum liegt New York in Schutt und Asche. Die meisten Wolkenkratzer sind eingestürzt, alles ist voller Dreck und da und dort stürzt gerade jetzt etwas ein.
Obwohl man hier nur wüste Zerstörung sieht, ist es, grafisch betrachtet, ein schöner Anblick - auch wenn die Kinnlade bei der Xbox-360-Version nicht ganz so weit hinunterklappt wie beim Vorgänger Crysis. Mit ein paar Schüssen und dem Zu-Boden-Gehen meines Nanosuit-Trägers nimmt die Sightseeing-Tour ein jähes Ende. Richtig, wir sind ja nicht zum Schauen und Staunen da. Wiederbelebt starte ich an einem anderen Punkt und erwische gleich um die nächste Ecke zwei Kerle mit rotem Schriftzug über ihren Köpfen. Mit einem Klick bin ich im Tarnmodus, die Spielfigur huscht nun herum, als würde an ihrer Stelle heiße Luft den Hintergrund verschwimmen lassen. Zum Spaß schieße ich auf einen Feuerlöscher, aus dem tatsächlich weißer Schaum herauszischt, der wiederum einen just in dem Moment vorbeilaufenden Gegner behindert. Wieder ein Kill.
Mit der Geschwindigkeitsfähigkeit bekommt der Kerl richtig Feuer unterm Hintern und läuft und springt ein paar Kugeln einfach so davon. Bei der Steuerung macht Crytek übrigens keine Experimente: Mit dem linken Trigger wird gezielt, mit dem rechten geschossen und mit den Tasten kann gesprungen, die Waffe gewechselt oder nachgeladen werden. Die Spezialfähigkeiten sind über das Steuerkreuz des Xbox-360-Controllers erreichbar. In einem Glashaus auf dem Dach - da hängt sogar halb durchsichtiges Plastik in der Tür - beiße ich leider wieder ins Gras. Ein paar Sekunden danach ist das Match auch schon wieder zu Ende. Gewonnen hat unser Team trotzdem. weiter...
Der Mehrspielermodus des heiß ersehnten Crysis 2 macht mit den verschiedenen Fähigkeiten des neuen Nanosuits richtig Spaß.
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Kommentare
wir haben doch auch von black ops nichts gesehen
nur eine mission, die auf der gamescom zu sehen war.
und einen kurzen multiplayer teaser(360), nicht mehr
das tut activision und von Medal of Honor habe ich auch noch nur den multiplayer im gedächtnis.
mfg
Crysis 2 ist wie eine Art "Gespenst" für mich. Vom SP hört und sieht man recht wenig, und Videos schaue ich mir wegen Spoiler nur sporadisch an. Man sieht fast überall nur die Xbox-Version - jetzt auf der gamescom auch mal die PC-Version, aber nur MP. Das wirkt auf mich als ob Crytek wüsste dass man den Vorgänger in keinster Weise erreichen wird und deshalb alles ein wenig im Finsteren lässt.