13.08.2010 - Andreas Philipp
Der Trailer startet unter Wasser, ein Big Daddy ist zu sehen. Skeptische Blicke der Anwesenden: Oh nein, nicht noch mal unter den Ozean. Doch nach einer rasanten Kamerafahrt sehen wir schwebende Gebäude, die von Heißluftballons in der Luft gehalten werden. Damit ist klar, dass BioShock: Infinite uns einen ganz neuen Spielplatz bieten wird und nichts mehr mit Andrew Ryans Unterwasserparadies Rapture zu tun hat.
Das Konzept ist allerdings gar nicht so ganz anders. Statt einer Unterwasserstadt aus den Fünfzigern erwartet uns diesmal eine schwebende Stadt im Stil der Jahrhundertwende: Columbia, gegründet 1900 als Triumph der Technik, eine Art schwebende Weltausstellung, im Himmel gehalten durch ein ausgefeiltes System von Heißluftballons. Doch in Columbia läuft nicht alles so wie geplant und die Stadt verschwindet nach einem gewaltsamen internationalen Zwischenfall scheinbar ins Nirgendwo. Was genau passiert ist, weiß niemand, ebenso wenig, wohin die Himmelsmetropole verschwunden ist.
Das ändert sich jedoch schlagartig, als unsere Hauptfigur - diesmal kein namenloser Niemand - den Auftrag bekommt, die seit 15 Jahren verschwundene Elisabeth zu suchen. Genau in besagter Stadt Columbia soll sie zuletzt gesehen worden sein und das Beste ist: Unser Auftraggeber weiß genau, wo sich die schwebende Stadt befindet. Dort angekommen gerät unser Held in einen brutalen Konflikt. Warum, erfahren wir erst im Laufe des Spiels, während unserer Suche nach Elisabeth und beim Versuch, aus der Stadt zu entkommen. Booker DeWitt, so der Name unseres Helden, ist ein ehemaliger Pinkerton-Agent und eine harte Sau, der seine Aufträge mit allen Mitteln zum Abschluss bringt.
Die folgende Demo macht schon mal eines klar: BioShock: Infinite bleibt der Serie treu. Wieder ist es ein First-Person-Shooter, wieder verschlägt es uns in eine Stadt, die den Fantasien von Jules Verne entsprungen sein könnte. Spielerisch gibt es Parallelen, aber Irrational ist sich nicht zu schade, mit einigen Dingen zu experimentieren. Allein optisch ist der Unterschied groß. Der Stil wird grundsätzlich beibehalten, eine Mischung aus Fantasie und realen Elementen der Zeit um 1900. Doch statt düsterer und beklemmender Umgebungen erwarten uns blühende Blumen, ein strahlend blauer Himmel und ein viel offenerer Look.
Die Demo führt uns in eine Straße von Columbia, die mit immenser Liebe zum Detail dargestellt wird. Eine Kutsche kommt uns entgegen, gezogen von einem dampfbetriebenen mechanischen Pferd. Doch die Kutsche hat nur ein Rad, was ihren seltsam abwesend wirkenden Fahrer aber wenig stört. Vorbei an einem Pferdekadaver erreichen wir einen Platz, wo ein vor sich hin murmelnder Mann Raben füttert und ein seltsamer Kerl Reden hält. Fässer, gefüllt mit Waffen, stehen herum, Schilder fordern uns und jeden anderen Bewohner auf zuzugreifen. Machen wir einfach mal - doch dann bricht die Hölle los.
Der Redner bekommt glühende Augen und geht auf uns los, der Rabenfütterer hetzt die Vögel auf uns. Ein Kampf entbrennt und wir schaffen es, mit einem Schlag den Rabenmann über die Balustrade in die Leere zu stürzen. Eine Flasche mit einem Getränk taucht auf. Die Wirkung ähnelt den Plasmiden aus BioShock, denn von nun an sind wir selbst in der Lage, die Raben zu kommandieren. Der Redner flüchtet, gleitet mit einem Haken über Schienensysteme zu einem anderen schwebenden Teil der Stadt. Wir zücken einen Haken und folgen ihm. An den Schienen rast uns ein weiterer Feind entgegen, dem wir aber mit einem beherzten Schlag einen Freiflugschein spendieren.
Der Redner ist mittlerweile unserem Blick entschwunden. Aber nicht lange. „Feuer!", ruft jemand - und durch den blauem Himmel kommt ein Geschoss aus einer Kanone auf uns zu und schlägt in einen Glockenturm ein, dessen Trümmer uns beinahe erschlagen. Immer dichter prasseln die Geschosse nieder, doch wir können den Schützen nicht erwischen, der sich hinter der Kanone sicher wähnt. Dann schaffen wir es endlich, ein Geschoss mittels Telekinese abzufangen und auf die Kanone zurückzuschleudern. Das bedeutet das Ende für die Kanone und den Schützen. weiter...
BioShock: Infinite ist trotz ganz anderer Spielwelt vielleicht nicht mehr so originell wie damals der erste Teil, aber eins weiß ich jetzt schon: Es wird uns im Gedächtnis bleiben.
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Kommentare
Hmmm also....
Das klingt ja schon spannend.Aber für mich ist eigentlich nur interressant ob das Studio in der Lage ist die Storytodgeburt Teil 1 in ebend diesem Punkt zu übertreffen.Dem Helden einen Namen/Ziel/Begleitpersonen zu geben ist schonmal ein guter Start.

Hatte bei Bioshock übrigens ein nettes Erlebniss was Grafik angeht:Bei einem FReund habe ich es zuerst auf der 360 gezockt.Da seine 360 den "Ring" bekommen hat dachte ich das zocke ich auf dem PC weiter.Leider ist mein PC echt mies gewesen zu der Zeit, also Grafik auf Minimum.War erstaunt, das Spiel was ich gerade noch toll fand war überhaupt nicht mehr spielenswert weil das Spiel irgendwie keine Story entwickelt hat für mich(und mich auf der 360 wohl nur die Grafik am zocken gehalten hat).So ein "Aha-das-sieht-geil-aus-ist-aber-eigentlich-nur-schick-dafür-aber-hohl-Effekt" möchte ich beim 2. Teil bitte nicht mehr.Aber ich weiß ja mit der Meinung stehe ich ja alleine da weil das Game alle so imba geil fanden
Der gute Felix hat halt früher zu oft Glücksbärchis geschaut und glaubt immer wenn er eine Wolke sieht dass sie gleich angehüpft kommen.
also ich glaub nicht - wie felix - das hier kein platz für bioshock atmo sein wird. Mir gefällt das setting eigentlich, wenn noch ein paar neuerungen in der spielmechanik kommen wirds auch für einen neuen teil innovativ genug. Außerdem freue ich mich darauf zu sehen, wie das Setting genutzt wird. Kann mir da zum Beispiel Unwetter etc vorstellen und bam! schon hat man die bioshock atmo wieder aufm Schirm.
Es liest sich schon sehr spannend und ich hätte nach dem Artikel direkt bock loszulegen. Das Setting wird anders, aber ich sehe darin keinen Nachteil. Noch einmal Rapture hätte niemand für gut oder interessant befunden. Für mich ist das neue Setting ganz klar ein Pluspunkt. Ich freue mich auf das Game.
So, drückt mal die Daumen, dass unser Lektor noch Langeweile trotz Wochenende hat, dann gibt's heut oder morgen auch noch das Interview mit massig weiteren Infos
mir gefällts, da kann man mit dem wandel der story vom gameplay ablenken, was nix schlechtes sein muss wenn die story gut ist
Also wenn man sich das Wasser von den beiden Teilen "wegdenkt" und es per copy and paste mit Himmel ausfüllt, ist die ganze tolle Neuerung auch schon futschi. Vorallem wenn man von "draussen" aufgrund des Leveldesigns eh nichts mitbekommt ausser hin und wieder paar Lichtstrahlen. Ist natürlich viel Spekulatius momentan. Hoffe ja stark, dass es ma so richtig überrascht.
den ersten teil hatte ich im nu durchgespielt. ein tolles spiel
beim 2ten kam ich ned mal über die hälfte. imo ein absoluter fehlkauf. den bioshock:infite trailer finde ich nur noch langweilig. da ist NICHTS, dass mich dazu bewegen könnte dieses spiel zu kaufen. schade.
Btw, Infinite ist bereits seit zwei Jahren in Entwicklung, also soll mal keiner behaupten, dass sich Irrational dafür keine Zeit nimmt
Besser später Release und klasse spiel anstatt alle 6 Monate ein neues Spiel rausbringen was eh keiner spielen will......
@ greatcthulhu...
...hehehe, aber echt. was soll der release denn schon so "ALLES" sagen?! ein grund, für diese aussage, zu nennen wäre angebracht, freshwood. ich kann mir auch nicht vorstellen, was du damit meinst.
mfg
Release 2012
O.o
Sicher...Dann erleuchte uns mal, was uns der Releasetermin/das Releasejahr sagt, ich für meinen Teil bin nämlich nicht mit prophetischen Kräften gesegnet...
Release 2012
Release 2012 sagt doch schon alles!
Finde nichts verwerfliches dran, dass Irrational die gut eingeführte Franchise weiter verwendet und das Basis-Spielprinzip mehr oder minder beibehält in neuem Setting. Final Fantasy macht das seit ewigen Zeiten und da mosert auch kaum einer. Wobei es bei Infinite einige sehr interessante Aspekte gibt - dazu die Tage mehr, Herr Gerritsen hat nämlich noch fleißig aus dem Nähkästchen geplaudert. Nur so zum anteasern: die Zusammenarbeit mit Elisabeth dürfte recht interessant werden, außerdem gibt die viel offenere Spielwelt einiges an Möglichkeiten, z.B. das Waffen und Kräfte viel effizienter eingesetzt werden müssen und nicht so wie bei B1+2, wo man mehr oder minder mit 2-3 Plasmiden und 2-3 Waffen auskam. Aber wie gesagt, mehr dazu in Kürze. Muss erstmal bisschen ausschlafen und Jetlag überwinden, bevor ich mich ans übersetzen mache
ich will lieber ein neues system shock
@ razor
sehe ich genauso, bioshock 1 fand ich auch fette, aber mit teil 2 konnte ich nicht warm werden. vielleicht wird ja bioshock infinite wieder interessanter. gut schauts schonmal aus.
mfg