15.07.2010 - Yves Günther
So manches erinnert an das vorherige Projekt für die Sony-Konsole, was unter anderem an demselben Komponisten, Nitin Sawhney, und der rothaarigen Trip liegt, die dem Hauptcharakter Nariko aus Heavenly Sword verblüffend ähnelt. Doch die junge Protagonistin spielt in Enslaved: Odyssey to the West nur die zweite Geige, ihr übernehmt im gesamten Spiel ausschließlich den Muskelberg Monkey. Der schlug sich bisher als eisenhartes Raubein durch die Welt, die 150 Jahre in der Zukunft angesiedelt ist und durch Kriege gänzlich in Schutt und Asche gelegt wurde.
Neben Ruinen, etwa von der Grand Central Station oder der Brooklyn Bridge, hinterließen die jahrzehntelangen, hochtechnisierten Scharmützel auch eine Vielzahl von Robotern, die fast die gesamte Menschheit ausgelöscht haben und weiter mit dem Befehl umherlaufen, den Verbliebenen aus Fleisch und Blut das Lebenslicht auszuknipsen.
In einem Moment der Schwäche wird Monkey doch noch von mysteriösen Sklavenhändlern eingefangen und auf ein Schiff verfrachtet, wo er Trip kennenlernt. Beide entschließen sich zu flüchten - mit Erfolg. Aber als der Muskelprotz plötzlich ohnmächtig wird und wieder aufwacht, trägt er ein Stirnband. Das ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern auch ein echtes Hightech-Spielzeug, das er Trip zu „verdanken" hat. Ohne den kampferprobten Monkey wäre sie auf dem Weg nach Hause ziemlich aufgeschmissen, mit dem Stirnband kann sie ihn aber für ihre eigenen Zwecke gefügig machen. Falls er nämlich ihren Befehlen nicht folgt und sie sterben lässt, muss auch er das Zeitliche segnen. Diese Beziehung wider Willen zieht sich durch die gesamten 14 Kapitel der Geschichte und garantiert viele witzige Momente.
Aber es geht nicht nur spaßig zu, denn wenn die Mechs ihnen bei der Heimreise auf die Pelle rücken, muss Monkey seinen Zweihänderzauberstab schwingen. Damit kann er ihnen entweder im Nahkampf eins auf die Rübe geben, bis das Öl spritzt, oder sie aus sicherer Distanz beispielsweise mit Elektroschocks kurzzeitig lähmen. Auch einen Schutzschild kann er damit erzeugen. Dank leichter Rollenspiel-Elemente könnt ihr Waffen, Rüstung und Fähigkeiten im Spiel weiter aufwerten, indem ihr die überall verteilten roten Orbs aufsammelt. weiter...
Eine Innovationsbombe darf man nicht erwarten, aber die tolle Inszenierung und die abwechslungsreichen Levels versprechen Gutes.
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Kommentare
@Ca2pA: Liegt daran, dass sowohl der Zeichentrick als auch Son Goku (und Dragonball in der Anfangsphase) von "Reise nach Westen" (Buch) inspiriert waren. Offensichtlich auch dieses Spiel. Ne Truppe von vier Mannen, darunter ein Buddhistenmönch, ein Leibwächter (aufrecht gehendes Schwein) und der berühmteste, der Affenkönig Goku (der u.a. solche netten Tricks draufhatte wie Fliegen (dank Wolke), sich verlängernder Stab, eintausend Doppelgänger etc.), die nach Westen (logisch) auf einer Pilgerreise unterwegs sind und Abenteuer erleben. In unserem Kulturkreis eher unbekannt, aber eine nicht zu unterschätzende Inspirationsquelle.
Zum Spiel: Klingt interessant. Heavenly Sword hab ich mir nur nicht gekauft, weil ich keine Ps3 habe (und nicht haben werde) - wenn das hier rauskommt, werd ich's sicher genauer unter die Lupe nehmen.
sieht super interessant aus ... endlich mal wieder was mit Mut zu Fantasy und einem nicht so ausgelutschten Setting.
kommt auf alle Fälle auf meien Watchlist´ :-).
Das erinnert mich irgwie an nen Zeichentrick von früher

Da gab's auch nen Affen mit nem Stirnband und wenn sich der Affe daneben benommen hat, hat ein Mönch irgwelche Gebetskugeln ausgepackt und dann hat ihn das Stirnband Schmerzen verursacht. Achja, seine Waffe war ein Stab und sein Fortbewegungsmittel eine Wolke (ähnlich klein Goku)
Echt Interessantes Preview =), macht mich echt neugierig auf das Spiel.
Nur zum teil ein bisschen lange Sätze...