29.06.2010 - Jens Quentin
Da man die heutige Generation der Videospieler natürlich nicht mit einem 13 Jahre alten Spiel hinter dem Ofen hervorlocken kann, wurde der Ego-Shooter entsprechend restauriert. Statt Pierce Brosnan stürzt sich nun Daniel Craig in haarsträubende Agentenabenteuer.
Die auf der E3 präsentierte Sequenz erinnert vom Schauplatz her frappierend an einen Level des Klassikers. Ihr infiltriert im tiefsten Winter eine gut bewachte Anlage, die Teil eines riesigen Staudamms ist. Dabei hängt es ganz von euch ab, ob ihr wild ballernd auf die Wachen losstürmt oder die Schleichvariante bevorzugt. Laut Angaben der Entwickler passt sich das Spiel mit der Zeit dem Vorgehen des Spielers an. Der Präsentator entscheidet sich für die Schleichvariante, in geduckter Haltung bewegt sich James Bond lautlos durch die weiße Landschaft.
Mauern, Häuser und Autos dienen dem Geheimagenten als Deckung. Anhand eines Radars am Bildschirmrand erkennt man feindliche Wachen und kann entsprechend reagieren. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, werden die wachhabenden Bösewichte mit einem schnellen, präzisen Nahkampfmanöver außer Gefecht gesetzt. Nachdem Bond auf eines der Wachhäuschen geklettert ist, verschafft er sich mithilfe des Zielfernrohrs seines Scharfschützengewehrs einen Überblick über Anzahl und Position der Feinde. Ein paar gezielte Schüsse später ist der Weg zum Fuhrpark der Anlage frei.
Brenzlig wird es, wenn euch die Wachen dann doch mal entdecken. Dann ist nicht mehr viel mit Schleichen, dann sind allein euer schneller Abzugsfinger und eure Zielgenauigkeit gefragt. Keine Bange, euer Waffenarsenal bietet viele Möglichkeiten, mit den Feindeshorden fertig zu werden. Wummen wie das MG, die AK 47 oder die Pistole mit Schalldämpfer sind bestens geeignet, um sich der eigenen Haut zu erwehren. Mit schwereren Waffen könnt ihr die Deckung der Gegner zerballern, um dann freie Sicht aufs Ziel zu haben.
In der präsentierten Demo schwingt sich James Bond hinter das Steuer eines Lkw, um die bösen Buben dann aus voller Fahrt unter Beschuss zu nehmen. Während der Missionen seid ihr übrigens mit einem Agentenkollegen unterwegs, dessen Kontrolle die CPU übernimmt. Angenehm war der fließende Übergang zwischen Cut-Szenen und Spielsequenzen. Dadurch wird die Geschichte ohne größere Brüche dynamisch vorangetrieben. In bestimmten Situationen agiert 007 ähnlich cool wie Max Payne und ballert die Gegner in Zeitlupe über den Haufen. Ein schneller Abzugsfinger ist genau wie beim großen Vorgänger essenziell, denn haben die Wachen erst mal den Alarm ausgelöst, strömen die Bösewichte in Massen auf euch zu.
Was wäre die Neuauflage des N64-Referenz-Shooters ohne Mehrspielermodus? Eben, nichts. Und daher pflegt Activision das Oldschool-Flair mit einem zünftigen 4-Spieler-Modus im geteilten Bildschirm. Da könnt ihr dann aus 40 Charakteren inklusive allen bekannten und berüchtigten Bond-Bösewichten auswählen. Fünf verschiedene Karten und mehrere Spielmodi sollen das Flair von 1997 ins Jahr 2010 transportieren. Beim ersten Anspielen hat das Mehrspieler-Match gut funktioniert, vor allem die optionale Steuerung mit dem Classic Controller Pro hat uns gut gefallen. Wer lieber die typische Wii-Steuerung wählt, kann natürlich auch mit Wiimote und Nunchuk ins Gefecht ziehen.
Auch ansonsten geben sich die Entwickler viel Mühe, das typische Bond-Flair ins Spiel zu übertragen. So wurde das Skript für die Handlung von ehemaligen Bond-Autoren verfasst. Die Musik wurde bei Filmkomponisten in Auftrag gegeben und für die Motion-Capturing-Aufnahmen konnte man das Stunt-Double von 007-Darsteller Daniel Craig gewinnen. Wer genau hinhört, erkennt bei der Sprachausgabe die Schauspielerin Judith „Judi" Dench, die seit dem Streifen GoldenEye in der Rolle der „M" in den Agentenfilmen mitwirkt.
Es muss sich zeigen, ob GoldenEye 007 mehr sein wird als eine liebevolle, grundsolide Hommage an einen der besten N64-Titel überhaupt.
Unsere große Film-Sondersendung zu Weihnachten
18.04.2011
Hierfür gibt's Erfahrung
10.12.2010
Cheats für den Wii-Titel
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Kommentare
Mensch hat die Wii eine scheiss Grafik.
Ich hatte Goldeneye 007 am N64 damals auch, aber wieder verkauft. Nach mehreren Jahren ärgert man sich dann. Aber ich bin draufgekommen, dass ich die alten Spiele dann doch meist nur so um die 30min. zocke und dann wieder wegpacke. Die Unterschiede zu heutigen Top-Games sind schon recht groß und man schwelgt oft zu sehr in Nostalgie.
Deswegen bin ich auch nicht so traurig dass ich dieses "Remake" wohl verpassen werde da ich meine Wii schon verkauft habe.
ich hab das original noch hier (
) und ich hab auch eine wii. wenn die umsetzung gut wird, dann werd ichs mir auch kaufen, ansonsten spiel ich weiterhin perfect dark auf der 360 
also ich hatte das n64 und heute besitz ich auch ne wii...und ich freu mich wie gelackt auf das spiel

allein die idee ist den kauf schon wert