26.05.2010 - Patrick Schröder
Egal welches LEGO-Spiel man gespielt hat, irgendwie fühlen sie sich alle mehr oder weniger gleich an. Der Unterschied besteht meist nur im Szenario und in der Handlung. Dementsprechend wird auch im Harry-Potter-Ableger von der ersten Minute an die Verwandtschaft zur LEGO-Reihe deutlich. Kaum im Abenteuer angekommen, schießt uns ein Gedanke durch den Kopf: "Das kennen wir doch von irgendwoher?" Um die Antwort zu finden, brauchen wir nicht lange zu grübeln, denn spielerisch ist LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4 wieder einmal mit den Vorgängern identisch.
Unterteilt ist der Harry-Potter-Ableger in die ersten vier Schuljahre. Nachgespielt werden somit Schlüsselsequenzen aus Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Harry Potter und der Gefangene von Askaban sowie Harry Potter und der Feuerkelch. Egal ob Harrys Flucht aus dem Haus von Onkel Vernon Dursley, das erste Aufeinandertreffen mit Hagrid oder die Auseinandersetzungen mit Voldemort - alle wichtigen Schlüsselszenen aus den Filmen sind vorhanden. Sogar die Flashback-Sequenz mit Tom Riddle wurde integriert. Ausgangspunkt ist das Pub "Zum Tropfenden Kessel", wo ihr die verschiedenen Handlungsabschnitte anwählt. In welcher Reihenfolge ihr sie bewältigt, bleibt euch überlassen.
Mit dabei sind die aus den LEGO-Titel bekannten Slapstick-Einlagen. Die Zwischensequenzen kommen ohne Sprachausgabe daher und zauberten beim Anspielen nicht nur ein Schmunzeln auf unsere Lippen. Dennoch muss man bemängeln, dass die Gags ausschließlich Harry-Potter-Fans aufheitern. Fast sämtlichen Witzen liegen Sequenzen der Filmvorlage zugrunde. So flattern, wie ambitionierte Zauberlehrlinge wissen, in einem Harry-Potter-Film jede Menge Briefe durch das Haus von Harrys Onkel. Dabei hopsen auch zwei Briefe aus einem Toaster - ziemlich lustig.
An anderer Stelle wird von einem Gnom gerade eine Bank ausgeraubt, während Harry und Hagrid in einer Zwischensequenz mit dem Bankdirektor diskutieren. Solche Anspielungen gibt es laut den Entwicklern zuhauf. Sogar die Eigenarten der Filmcharaktere werden überzogen dargestellt und durch den Kakao gezogen. Auch hier gilt: Nur wer die Filme in- und auswendig kennt, wird alle Späße kapieren.
Doch was ist denn nun eigentlich der große Unterschied zu LEGO Batman, LEGO Indiana Jones oder LEGO Star Wars? Nun, eigentlich gibt es keinen. Im Prinzip wird dasselbe Programm abgespult, nur eben mit dem Unterschied, dass das Szenario ausgetauscht wurde. Statt den Weltraum, Dschungel oder Gotham City zu durchstreifen, geht es auf den Campus in Hogwarts. Die Zaubererakademie ist riesengroß und prächtig gestaltet - alles passt ins LEGO-Konzept. Dank der offiziellen Lizenz sind sämtliche Charaktere aus der Filmvorlage LEGO-getreu im Spiel vertreten - vom Dreiergespann Harry, Ron und Hermine über Oberfiesling Voldemort bis hin zu Hagrid und dem unfähigen Lehrer Gilderoy Lockhart. weiter...
Solide Harry-Potter-Parodie, die leider zu viele spielerische Parallelen an die LEGO-Vorgänger aufweist.
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Kommentare
Wird gezockt, wie alle Vorgänger auch schon.
Nix für mich, aber meinen Kindern würd ichs kaufen, wenn ich welche hätte und die Harry Potter Fans wären
Die Legoteile wirken alle ziemlich deplatziert