Gerade so schaffen wir es, hinter einem Tresen in Deckung zu hechten. Ein kurzer Druck auf eine Taste reicht aus, um die Deckung zu nutzen. Es gibt nur einen Weg: Wir müssen uns durch das SWAT-Team zum Ausgang vorkämpfen und flüchten. Also raus mit der Schrotflinte. Von Deckung zu Deckung arbeiten wir uns voran. Kurz mit dem linken Trigger zielen und standardgemäß mit dem rechten Trigger feuern. Gläser zersplittern und die dünnen Holzwände werden in Stücke geschossen. Wir müssen beweglich bleiben, denn Deckung ist nur so lange vorhanden, bis sie von den Gegnern zu Kleinholz verarbeitet wird.
Das SWAT-Team zu erledigen, ist dabei gar nicht so einfach. Die automatischen Waffen haben hohe Durchschlagskraft und mehr als einmal kassieren wir Treffer, die Blutspritzer auf den Bildschirm zaubern. Zudem sind die Jungs flink und beweglich, versuchen sogar, uns einzukreisen und zu flankieren. Erholungspausen in Deckung sorgen dafür, dass sich die Gesundheit wieder regeneriert. Schnell lernen wir das Feature „Down, but not dead" kennen. Werden wir schwer getroffen, liegen wir am Boden, können aber weiter mehr oder minder ungezielt feuern und versuchen, in Deckung zu kriechen und uns dort wieder aufzurappeln. Schaffen wir das nicht, bleibt nur der Neubeginn am letzten Checkpoint.
Die Gegner im vorderen Raum haben sich verdammt gut verschanzt. Was nun? Ein Feuerlöscher bietet die Lösung. Flugs das Teil in den Vorraum geworfen und ein paar gezielte Schüsse sorgen für eine wuchtige Explosion. Solche Gelegenheiten werden immer wieder mal mit unterschiedlichen Objekten geboten, denn Granaten gibt es diesmal nicht. Unsere beiden Waffen sind leer geschossen. Glücklicherweise versorgen uns erlegte Gegner mit neuen Ballermännern und Munition, die jeweils per Knopfdruck eingesammelt werden. Maximal zwei Waffen kann Lynch tragen - eine sinnvolle Zusammenstellung des Waffenduos empfiehlt sich.
Schließlich ist es geschafft, durch enge Gassen, Parkhäuser und Hinterhöfe geht die Flucht weiter. Speziell in Bewegung zeigt sich ein interessanter visueller Aspekt des Spiels. IO Interactive will dem Spiel nämlich einen ganz eigenen, rauen Look verpassen. „Youtube-Ästhetik", wie uns der IO-Mitarbeiter erzählte. Um das ganze Erlebnis nicht nur kinoreif aufzuarbeiten, sondern so real und authentisch wie möglich darzustellen, arbeitet das Studio mit einigen Effekten. So wackelt bei Bewegung die Kamera, Lichter sind verzerrt („Lensflare is back"), Artefakte zucken durch das Bild. Es scheint fast, als wäre hinter euch ein Kollege mit einer schlechten Videokamera oder einem Handy unterwegs. Das hat was und wirkt glücklicherweise nicht überzogen. Im Kampf kommen diese Effekte weniger zum Einsatz, weil sie dort nur stören würden.
Weiter geht es durch Hinterhöfe auf die offene Straße. Die Levels sind zwar insgesamt linear gestaltet, fühlen sich aber nie schlauchartig an. Selbst auf offener Straße bieten sich immer wieder alternative Wege durch nebenstehende Gebäude. Es empfiehlt sich, beim Vorrücken ein bisschen zu planen, um die vorhandene Deckung optimal auszunutzen. Ist gar keine Deckung vorhanden, kann man sich durch eine beherzte Aktion aber auch mal einen Gegner schnappen und als lebenden Schutzschild missbrauchen. Dann halten sich die Gegner mit dem Ballern zurück und man hat die Möglichkeit, sich zu einer Deckung zurückzuziehen. Oder aber ihr schubst den armen Kerl direkt in die Menge, um Chaos zu erzeugen.
In Kane & Lynch 2: Dog Days gibt es nur selten Atempausen. Die beiden stecken bis über beide Ohren im Schlamassel und müssen immer wieder improvisieren und reagieren, um ihr Leben zu retten. Das Anspielen war Spannung pur und rasant in Szene gesetzt. Schön auch zu sehen, dass genug Freiheit für einen eigenen Spielstil geboten wird. Wie wir bei den Präsentationen erfuhren, wurde dasselbe Level von unterschiedlichen Spielern ganz anders gelöst und bot ganz andere Situationen, zumal die aggressive und biestige KI zuweilen sehr clever und immer situationsbedingt agiert. Die Steuerung der gespielten Xbox-360-Version zeigte sich ebenso wie die Grafik dazu noch erfreulich flüssig. weiter...
Es knallt und ballert an allen Ecken und Enden, die Gegner gönnen einem kaum eine ruhige Minute und die originelle Inszenierung sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.
Kane & Lynch 2: Dog Days - Review [14]
Teil eins war ein ordentliches Actionspiel, keine Frage. Erwartet uns mit dem Sequel das Ausbessern früherer Fehler...
Kane & Lynch 2 und Scott Pilgrim
Kane & Lynch 2: Dog Days - Tipps
15.11.2011
Erfolge / Achievements
Kane & Lynch 2: Dog Days - Tipps
24.08.2010
Easteregg in Shanghai
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
frag mich was aus kanes tochter geworden ist
frag mich was aus kanes tochter geworden ist
Also werd den ersten Teil nicht kennt sollte auf jeden Fall mal reinschauen.
Wieso der Multiplayer nicht so angesagt war weiß ich nicht.
Mir hat er richtig gut gefallen.
Mal schauen wie der 2. Teil wird!
Kann beim Spielen des 2. Teils auf die Story des 1. Teils verzichten?! Kenne nämlich den 1. Teil nicht und der Test sieht gut aus!
AUf den ersten Blick würde ich zu ja tendieren.
AUf den ersten Blick würde ich zu ja tendieren.
Kann man die "Youtube-Ästhetik" auch abstellen? solche Effekte empfinde ich als enorm störend, habe ich z.B in beiden Mass Effect-Teilen aus, da die Körnung einfacheine zumutung ist.
Kommt es nur mir so vor oder haben Kane & Lynch nun andere Synchronsprecher verpasst bekommen?
Ich schließe mich mal eher Razor an. Der erste Teil war eine Hatz, an einigen Ecken einfach hart...und dennoch hat er Spaß bereitet. Ich hoffe der zweite Teil wird nen bissle besser.
Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil. Im Gegensatz zu vielen anderen fand ich den ersten Teil ziemlich gut, auch wenn die Story in der zweiten Hälfte des Spieles extrem abgebaut hat. Alles in allem war es aber ein gutes Spiel mit interessanten Ansätzen. Auch die Inszenierung der Protagonisten und die Dialoge zwischen ihnen fand ich damals echt gelungen. Hoffe Teil zwei kann hier anknüpfen und den ersten vielleicht sogar noch toppen.
Auf der Liste ist es mal drauf, hoffentlich entwickeln sich die im Fazit angesprochenen Punkte noch zum Positiven. Ein Spiel wo man 8-10 Stunden zum Ziel "gehetzt" wird ohne Atempause ist auch zu viel imo, da sollten auch ruhigere Missionen dazwischen sein - und damit meine ich keine Zwischensequenzen.