Allerdings ist den Beta-Testern auch klar - was uns sehr gut gefallen hat -, dass sie genau für solche Fälle im Einsatz sind. Außerdem werden erst mit der Zeit erfolgreiche Gegentaktiken entworfen und verfeinert werden. Vollkommen logisch, dass so etwas ein bisschen dauert - und ganz nebenbei auch einen der großen Reize der Mehrspieler-Matchs ausmacht. Insgesamt erscheint uns die Balance der Einheiten und Rassen auf jeden Fall schon sehr ausgewogen. Was allerdings nicht weiter verwundert, wenn wir unseren ersten Kritikpunkt etwas genauer betrachten, nämlich die fehlenden Neuerungen. Denn auch wenn das in unseren Augen etwas zu krass ausgedrückt ist, muss man den Kritikern, die bemängeln, dass es sich um keinen wirklichen Nachfolger handelt, zumindest teilweise recht geben.
Folgerung: Da StarCraft ziemlich perfekt ausbalanciert war und bei Teil zwei nicht viel geändert wurde, muss das Balancing automatisch wieder sehr gut sein. Und tatsächlich, wirkliche Neuerungen, wie zum Beispiel eine neue Rasse, fehlen uns etwas. Stark angepriesene neue spielmechanische Funktionen, etwa dass ihr jetzt zum Beispiel unendlich viele Einheiten einer Gruppe zuordnen könnt, kann man auch per Add-on einführen. In diesem Punkt können wir uns übrigens auch den Gegenstimmen nicht anschließen, die darauf beharren, dass StarCraft II zwangsweise nicht zu viele Änderungen mitbringen dürfe, da man durch den E-Sport gebunden sei.
Bei dem Argument „Man kann schließlich auch den Fußballsport nicht einfach neu erfinden!" würden wir die Gegenfrage stellen, ob eine unbekannte Mannschaft einer Liga je geschadet hat. Denn als genau das hätten wir eine neue, vierte Rasse im Spiel angesehen. Mehr Neuerungen finden wir da schon bei den Einheiten, Fähigkeiten und Gebäuden. Wenn wir zum Beispiel auf die Lufteinheiten blicken, finden wir jeweils nur noch eine Einheit aus StarCraft, alle anderen wurden neu hinzugefügt. Doch auch bei den Bodeneinheiten hat sich einiges getan, so wurde bei den Protoss der Dragoner zugunsten des Hetzers entfernt und bei den Zerg verhilft die Königin nun zur beschleunigten Einheitenproduktion.
Das waren nur einige wenige Beispiele, hier gibt es also durchaus viel zu erforschen und unzählige neue Strategien auszuprobieren - ein Umstand, der die Kritik von oben wieder abschwächt. Als ebenfalls voll und ganz eines Nachfolgers würdig betrachten wir die grafische Darstellung im neuen 3D-Gewand. Das Einheitendesign und ihre Darstellung sind einfach cool. Ihr könnt jetzt Höhenunterschiede taktisch nutzen, das heißt Gegner von Klippen herab angreifen. Die Sci-Fi-Landschaften können sich ebenfalls sehen lassen. Zu guter Letzt sperren wir noch die Ohren auf und lassen uns von der Hintergrundmusik, die für jede Rasse anders ist, den Effekten und der Sprachausgabe begeistern. Alles in gewohnt hoher Blizzard-Qualität, versteht sich.
Die Spiele sind schnell und sehr herausfordernd. Fast wie bei einem Sammelkartenspiel müsst ihr erst einmal eine Taktik festlegen und eine Gruppe von Einheiten - sie würden beim Kartenspiel eurem „Deck" entsprechen - finden, die diese auch anwenden kann. Danach geht es ans Umsetzen in die Praxis, wofür ihr Computergegner benutzen könnt. So gefährdet ihr euren Rang nicht und könnt erst einmal ausprobieren, ob eure Zusammensetzung stimmt und im Stein-Schere-Papier-System von StarCraft II wirksam ist. Den daraus resultierenden Wettbewerb kann man nur als extrem motivierend bezeichnen. weiter...
Wir besprechen hier zwar nur den Mehrspielerbereich, doch für diesen dürfen wir jetzt schon, getrost und definitiv, beide Daumen weit nach oben reißen!
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Die Zerg-Königin
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Kommentare
Ich hoffe mal das es keine Online Plicht im Lan modus hat wie in CNC 4
Bisher sieht es ja schon ganz gut aus
(hat ja auch lang genug gedauert( grins))
das ist irgendwie ne wiederholung des 1. teils. Hoffentlich ist das gameplay gelungen, es sollte schon spass machen. wenns nichts neues ist machts halt weniger spass...
Hm, ich kann mich da nicht anschliessen. Dawn of War I % II sind für mich eine ziemlich andere Strategieerfahrung gewesen.
Die Grafik ist doch extra so gewählt. Damit man das auch überall und gut spielen kann, damit es nicht an den Computern oder der zu schwachen Internetverbindung scheitert. Das ist u.a. auch Gewinnmaximierung. So werden sich auch mehrere Leute das Spiel leisten wollen!
Es soll eben gar keine GrafikBOMEBE werden!
Blizzard Spiele waren grafisch meist ihrer Zeit etwas hinterher. Auf der anderen Seite sind sie aber künstlerisch meist so hochpoliert dass sie auch heute noch gut aussehen. Ein Starcraft, ein Diablo 1 oder Diablo 2 und auch ein WOW haben ja alle ihren gewissen Charme auch wenn Sie nie das non-plus ultra waren was Grafik anbelangt. Mal abgesehen davon dass der Grafikstil des ein oder anderen den persönlichen Geschmack von manch einem nicht trifft.
aber irgendwie sieht es noch ganz schön......naja....schlecht aus
Gerade die eingefleischten Kenner wollen ja ein fast identisches Starcraft nur im Detail verbessert (Anhöhen zB) und mit besserer Grafik. Alles andere wäre eine zu große Umstellung. Wenn man sich ansieht in welche Richtung die anderen RTS gehen, Stichwort C&C4 bzw. Sup.Commander 2, dann lechzen die Fans wohl nach einem Starcraft 2.
Die Frage wird sein, ob es sich für eingefleischte Kenner lohnt, weil is ja eh immer das selbe Spiel nur halt ein wenig aufgerüstet. Irgendwie kommt am Echtzeitstrategiemarkt nicht so wirklich was neues.
Alles andere als ein "Ausgezeichnet" wäre auch eine große Enttäuschung, oder?
Die eSportler werden ihre helle Freude haben, wobei die Konkurrenz mittlerweile riesig ist. Also finanziell abhängig von einem Spiel würde ich nicht sein wollen.