02.12.2009 - Patrick Schröder
Mit Crimson Skies haben die Jungs der Airlight Studios erste Flugversuche gestartet. Dark Void verlagert solche spektakulären Luftkämpfe in eine Parallelwelt, in der die sogenannten Watchers die Unterdrückung der Menschheit planen. In diese Welt hat es - wenn auch eher unfreiwillig - den Transportpiloten Will Grey verschlagen. Als der gerade auf der Durchreise ist, streikt der Motor seines Drehflüglers und Will muss im Bermudadreieck notlanden. Um diesen Ort im westlichen Atlantik ranken sich viele Mythen. Angeblich sind dort ungeklärte Vorfälle geschehen, bei denen Schiffe und Flugzeuge samt Besatzung spurlos verschwunden sein sollen. Seither ist das Bermudadreieck Grundlage für viele literarische Werke, die sich unter anderem mit Erklärungsversuchen für die mysteriösen Vorkommnisse beschäftigen.
Doch wir schweifen ab, zurück zu unserer eigentlichen Geschichte und damit dem Schicksal von Will. Am Bermudadreieck angekommen, muss sich Will erst einmal orientieren. Wenig später stellt er verblüfft fest, dass das Dreieck das Dimensionstor zur besagten Parallelwelt namens "The Void" darstellt. Und was tut ein verwegener Abenteurer in solch einem Fall? Klar, er geht der Sache auf den Grund und gründet zusammen mit dem Wissenschaftler Nikola Tesla eine Widerstandsbewegung gegen die Watchers. In insgesamt drei Szenarien, die wiederum in einzelne Missionen unterteilt sind, versucht ihr nun in der Haut von Will, die Menschheit vor der drohenden Versklavung zu retten. So viel können wir schon sagen: Die Handlung wird nicht die erzählerische Qualität eines Uncharted 2 erreichen. Dafür sind die Zwischensequenzen schlichtweg zu gewöhnlich und wenig dramatisch inszeniert.
Kurz nach dem Absturz unseres Helikopters finden wir uns in einem dicht von Gras bewachsenen Dschungel wieder. Hier ist unser Aktionsspielraum noch sehr eingeschränkt und es gibt lediglich einen vorgegebenen Pfad zu erkunden. Schon sehr früh erhalten wir allerdings ein Utensil, von dem nicht nur Senior Producer Morgan Gray schwärmt: den Jetpack.
Spätestens als wir das erste Mal in luftige Höhen abheben, ist von der anfänglichen Beengtheit keine Spur mehr. Gut, dass unser Jetpack mit unendlich Treibstoff ausgestattet ist. Das erlaubt uns, in aller Seelenruhe gegnerische Alien-Jäger vom Himmel zu holen. Die halbautomatische Zielerfassung greift euch dabei unter die Arme und färbt das Fadenkreuz rot, wenn ihr einen Feind im Visier habt. Wer sich auf Dark Void einlässt, sollte definitiv schwindelfrei sein. Die meiste Zeit liefert sich Will nämlich Schussgefechte in der Luft. Beeindruckend ist dabei die extrem flotte Dynamik. Spielerisch erinnern die temporeichen Schlachten in der Luft frappierend an die Dogfights aus Crimson Skies. Das ist wenig verwunderlich, schließlich haben einige Mannen der Flugsimulationsentwickler ihre Finger im Spiel.
Eine Veränderung zu Crimson Skies gibt es dann aber doch noch: Befindet sich ein feindlicher Alien-Jäger in einer gewissen Reichweite, könnt ihr auf Knopfdruck auf dessen Tragfläche springen. Dann folgt ein kurzes Quick-Time-Event, bei dem ihr vorgegebenen Knöpfe drücken müsst. Versagt ihr, plumpst Will unsanft zu Boden. Die Idee ist ganz nett, nötig ist das Kapern der Alien-Jäger aber - zumindest in den von uns angespielten Missionen - nie. Den Feind einfach abzuschießen, geht deutlich schneller vonstatten.
| Verfilmung mit Brad Pitt |
| Nicht nur auf der X360, der PS3 und dem PC stürzt sich Will Grey ins Gefecht gegen die Watchers, auch auf der Kinoleinwand dürft ihr den Helden bald bewundern. Die Produktionsfirma Plan B Entertainment, die Brad Pitt gehört, hat das Potenzial erkannt und sich die Rechte an einer Filmumsetzung geschnappt. Konkrete Einzelheiten zur Verfilmung liegen zwar noch nicht vor, Gerüchte ranken sich aber bereits um einen Auftritt von Brad Pitt. Ob er wohl die Rolle von Will Grey übernehmen wird? |
Die Spielabschnitte am Boden und im Luftraum sind zwar an gewissen Punkten getrennt, oftmals könnt ihr allerdings selbst entscheiden, welche Vorgehensweise ihr wählt. Mit festem Boden unter den Füßen ist ein Vergleich mit der Rainbow-Six-Reihe und dem in Deutschland indizierten Epic-Games-Shooter nicht von der Hand zu weisen. Elegant verschanzt sich Will hinter Barrieren und an Wänden, kann blind aus der Deckung herausschießen oder lugt kurz hervor, um seine Feuersalven präzise zu verteilen. weiter...
Das Jetpack ist eine geniale Erfindung, die aus Dark Void mehr als nur ein herkömmliches Ballerspiel macht.
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Kommentare
Sieht ja ganz gut aus, aber im ersten Quartal wirds kein leichtes Spiel haben, denn da kommt ME2 raus
Wäre sehr schade, wenn so was passiert!
Die Befürchtung habe ich auch.
Kommen leider zu viele sndere geile games in Januar/Februar.
Aber vllcht wenns zum Budgetpreis erhältlich ist wird es sicher seine Anhänger finde. Werde es mir auf jeden Fall auch mal anschauen.
Auch wenn das Spiel gut wird denke ich es wird im ersten Quartal 2010 untergehen verkaufszahlenmäßig.