Da sich mit veredelter Grafik allein kein Blumentopf gewinnen lässt, hat Rockstar euch auch ein paar neue Missionen spendiert. Diese sind in die altbekannte Handlung eingebettet. So muss man beispielsweise dem neuen Komplizen Zhou Ming bei der stilechten Beseitigung jamaikanischer Drogenlords zur Hand gehen. Und wie lösen echte Gangster das Problem? Mit einem Pick-up, auf dessen Ladefläche ein MG-Geschütz installiert wurde. Ihr lenkt die Karre, während Zhou die Konkurrenten mit Blei vollpumpt. Wahlweise könnt ihr die armen Jamaikaner auch gleich über den Haufen fahren. Bald schon sind die Straßen von Liberty City mit Blutlachen und Körperteilen der verfeindeten Drogendealer übersät. Das zieht natürlich den Unmut von deren Kumpels nach sich, und so entbrennt eine heiße Verfolgungsjagd inklusive Schusswechseln.
Hier zeigt sich dann ein weiteres Highlight der PSP-Version: die Fahrphysik. Zum einen steuert sich jedes Vehikel entsprechend der Größe und dem Gewicht anders. Mit dem Sportflitzer schneidet ihr Kurven und zeigt der Bullerei die Rücklichter. Ein LKW dagegen reagiert sehr viel störrischer und punktet eher damit, dass man Gegner einfach gegen die nächste Wand schiebt. Sogar mit einem Panzer rollt ihr in einer Mission durch die Gegend: Da geht es dann darum, möglichst viel zu zerstören, um die Aufmerksamkeit der Ordnungshüter auf sich zu ziehen. Ein nettes Schadensmodell rundet den guten ersten Eindruck bei den fahrbaren Untersätzen ab.
Damit der gute Huang Lee seinen aufwendigen Lebensstil als Triadenmitglied halten kann und nicht irgendwann die Kreditkarte beim Online-Waffenkauf gesperrt wird, dealt er fleißig mit Drogen. Um diesem lukrativen Nebengeschäft nachzugehen, trefft ihr euch mit anderen Dealern, die auf der Übersichtskarte speziell markiert sind und an diversen Straßenecken und Parks rumlungern. Zur Abwicklung öffnet jeder Dealer seine Tasche und präsentiert sein Portfolio: LSD, Kokain, Valium, Heroin ... hier werden Junkie-Träume Wirklichkeit. Kurz die aktuellen Preise verglichen und zugeschlagen. Oder auch nicht. Sind die Preise zu hoch, schaut ihr euch nach einem anderen Geschäftspartner um.

GTA, die Handelsimulation? Klingt fast so, denn in Liberty City wird der BTM-Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt, ganz wie im richtigen Wirtschaftsleben. Das geht sogar so weit, dass die Überwachungskameras der Behörden Einfluss auf die Preise der Drogen nehmen. In einem Areal, wo solche Kameras das Geschehen überwachen, sind natürlich auch weniger Dealer unterwegs, und somit erhöht sich auch der Preis für den Stoff.
Auf die Minispiele der DS-Fassung müsst ihr auch auf dem Sony-Handheld nicht verzichten. Diese sind aber von der Spielmechanik her angepasst. Statt Stylus-Einsatz kommen dabei meist die Schultertasten der PSP zum Einsatz. Müllcontainer enthalten manchmal brauchbare Gegenstände. Um den Krempel im Container nach Waffen oder Geld zu durchwühlen, nutzt ihr die Schultertasten. Wollt ihr ein parkendes Auto für den nächsten Auftrag verwenden, müsst ihr im Rahmen eines weiteren Minispiels die Zündung kurzschließen. weiter...
Eins ist jedenfalls schon jetzt sicher: Chinatown Wars wird auch auf der PSP ein würdiger Ableger der grandiosen GTA-Serie.
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Kommentare
finalfantasy auch xD
Zumindest sind die GTA-Spiele bisher in puncto Qualität immer 1A was man sonst über kaum eine andere Reihe schreiben kann.
Langsam könnte einen das Gefühl beschleichen, dass die GTA-Reihe enorm ausgeschlachtet wird. Langsam überlese ich schon immer GTA, weil man es eben dauernd liest
Das liegt daran, dass der DS ja wohl sicher um einiges weiter verbreitet ist als die PSP. Desweiteren wollte man wohl mal sein Glück auf einer Nintendo-Plattform versuchen. Irgendwo verständlich, denn keine Konsole kann die Verbreitung von Wii/DS schlagen. Fehler bei dieser Rechnung ist nur, wieviele wirklich regelmäßige Spieler (gerade auf der Wii) vorhanden sind. Auf dem Papier sehen die Basiszahlen klasse aus, doch die Frage ist immer, wieviele Spieler in diesen Zahlen mehr als nur ein "Wii Sports" oder ein "Gehirnjogging" haben wollen. Und das ist es auch, was Nintendo wohl - egal ob Marktführer oder nicht (wie früher) - das Genick brechen dürfte: Exklusive Titel (die nicht von Nintendo selbst kommen) verkaufen sich schlecht, da die Zielgruppe einfach die falsche ist oder sie verkaufen sich gut - dafür allerdings erst auf lange Sicht (und soviel Geduld dürften nicht viele Entwickler haben). Sega kann inzwischen ja ein Lied davon singen und sie haben immernoch nicht genug und wollen es weiter mit "Erwachsenen"-Spielen probieren. Auch ich würde mir als Experiment nochmal gerne ein exklusives GTA für Wii wünschen. Anhand der Verkaufszahlen würde man dann vielleicht endlich mal besser einschätzen können, wieviele "Hardcore"-Gamer sich überhaupt unter den Wii-Besitzern befinden.
Mich wundert es ohnehin, wieso das Spiel zuerst für diese Kinderkonsole herausgekommen ist und nicht direkt für die PSP. Davon mal abgesehen ist die PSP technisch um einiges weiter als die Nintendo DS-Konsole.