09.06.2009 - Matthias Lanwehr
Für einige mag ein Adelstitel ein toller Namenszusatz sein, doch Ex-Ritter Yuri hat von der arroganten Elite die Schnauze voll. Während die High Society Partys feiert, müssen sich die gewöhnlichen Bewohner mit existenziellen Problemen wie Wassermangel herumschlagen. Als eines Tages ein Regulator für den Stadtbrunnen gestohlen wird, steht das gemeine Volk ziemlich dumm und mit äußerst dreckigem Wasser da. Klar, dass Yuri helfen will, doch braucht er dafür die Hilfe eines ehemaligen Freundes. Natürlich handelt es sich dabei um jemanden aus Yuris Zeit im Dienste des Königs und bevor er sich versieht, darf Vesperias Held mehr retten als nur seine Heimatstadt.
Wenn ihr schon einmal einen der Tales-Titel gespielt habt, braucht ihr nicht weiterzulesen. Namco geht keine Experimente ein und verändert das grundlegende Spielprinzip in Tales of Vesperia nur minimal. Ihr steuert Yuri auf seiner Reise durch malerische Städte und ebenso ansehnliche Dungeons, in denen sich allerhand bösartiges Getier tummelt. Werdet ihr angegriffen, wechselt die Spielansicht in eine Arena, in der ihr euren Gegnern auf die Mütze geben könnt. Um die Echtzeitkämpfe zu gewinnen, reicht es in den ersten Stunden, einfach nur auf die Angriffstasten zu drücken.
Strategie spielt erst in späteren Kämpfen eine Rolle, wenn eure Charaktere genug Erfahrung gesammelt haben, um unterschiedliche Manöver zu erlernen. Nach den Kloppereien habt ihr wie gehabt die Möglichkeit, eine eurer Figuren kochen zu lassen, um den Helden verschiedene Vorteile für die Zukunft zu sichern. Laut Namco soll das Kampfsystem überarbeitet worden sein, die minimalen Unterschiede, wie eine größere Auswahl an speziellen Attacken, werden aber nur Hardcore-Fans der Tales-Reihe auffallen.
Die eigentliche Geschichte wird in einer angenehmen Episodenform erzählt. Zwar ist das Endziel jederzeit bekannt, um dort aber anzukommen, müsst ihr einige Hindernisse bewältigen. So könntet ihr theoretisch geradewegs zu einer Pilgerstätte laufen, doch wird eines der Dörfer, das ihr passieren müsst, von einer feindlichen Armee belagert. Um dorthin zu gelangen nimmt Yuri eine Alternativroute durch einen Wald, in dem er auf eine Person trifft, deren Problem er erst lösen will. So erlebt ihr auf eurer langen Reise mehrere kleine Abenteuer, bevor es mit der Rahmenhandlung weitergeht.
Glücklicherweise stören diese Abstecher den Erzählfluss nicht, sondern helfen sehr dabei, die unterschiedlichen Charaktere zu entwickeln. Wer immer noch nicht genug von der Interaktion der Mannschaft hat, bekommt die Möglichkeit geboten, auf Knopfdruck zusätzlichen Gesprächen zuzuhören. Diese sind zwar auch voll vertont, werden aber nur mit Standbildern dargestellt, die nicht an die Qualität der 3D-Grafik herankommen.
Die Musik von Tales of Vesperia steht ganz in der Tradition der Vorgänger: rockige Töne während der Kämpfe, entspannende und subtile Stücke bei der Erforschung der Umgebung. Sämtliche Dialoge im Spiel wurden vertont, in der deutschen Verkaufsversion werden trotz eingedeutschter Texte weiterhin die sehr guten englischen Sprecher zu hören sein. Einzig zu wünschen ist, dass in der endgültigen Version ein paar bisher wortwörtliche Übersetzungen angepasst werden. weiter...
Trotz bekannter Geschichte versprüht Tales of Vesperia in den ersten Stunden einen Charme, der motiviert dabeizubleiben.
Tales of Vesperia - Review [7]
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Tales of Vesperia - Jap. Minigame Trailer
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Gamescore-Punkte
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Kommentare
Hm? Ne erweiterte Tales of Vesperia-Fassung für PS3 ist doch schon in der Mache und kommt dieses Jahr raus. Wann's jedoch nach Europa kommt ist ne andere Frage.
Warum können sone urscht geilen games nich für die playstation 3 rauskommen ist doch zum heulen -.-
Besser zumindest als die von Star Ocean ... und das macht mir schon Spaß
Der Text könnte 1:1 von mir sein. Star Ocean wird gerade durch gezockt und danach folgt direkt ToS.
Freue mich schon drauf, obwohl es ärgerlich ist, dass die Ps3 Version erweiterte Inhalte hat und die der Xbox 360 nicht...
Ja, aber ich will's trotzdem haben
Die US-Wertungen waren gut genug.
Besser zumindest als die von Star Ocean ... und das macht mir schon Spaß
In Europa wird es sich wohl auch nicht so viel besser verkaufen..
Das Problem war nicht die lokalisierung, sondern Namco. Die haben nämlich bisher keine EU-HQ gehabt, weswegen sie auf externe Firmen zum Publishen zurückgreifen müssen. Bei uns wäre das Atari Europe, welches sie mittlerweile gekauft haben. Dadurch sollte die Wartezeit für Namco-Titel sich etwas reduzieren.
Zweites Problem war: Das Spiel hat sich in den USA mies verkauft und stand schon kurz davor in Europa gecancelt zu werden.
Wow! nach fast einem Jahr hat man es geschafft das game für deutschland zu lokalisieren...
RESPEKT!