28.04.2009 - Jens Sobotta
Preview-Versionen sind schon etwas Feines, schließlich bekommen wir so einen meist sehr intensiven Blick auf sich noch in der Entwicklung befindliche Spiele. Das ist zumindest das, was die meisten von euch denken. Die Realität sieht dagegen komplett anders aus. Zwar sind viele dieser Versionen fast vollständig spielbar, meist aber eben noch im Beta-Stadium. Mit anderen Worten: Oftmals funktioniert nicht alles so, wie es eigentlich sollte. Warum wir das schreiben? Weil unser erster Eindruck von ArmA 2 (ehemals Armed Assault 2) ein schrecklicher war.
Nichts funktionierte, Gegner übersahen uns, die Teamkameraden bewegten sich keinen Zentimeter. Das frustriert, man möchte nicht mehr weiterspielen, auch wenn man es muss. Die Ironie des Ganzen: Meist hilft ein Neustart und schon läuft alles ohne Probleme - nur damit man zwei Stunden später mit denselben Problemen zu kämpfen hat. Mal mehr, mal weniger. Für ein Spiel, welches kurz vor seiner Veröffentlichung steht, ist dies natürlich kein gutes Zeichen, immerhin ist die von uns gespielte Preview-Version auf den April 2009 datiert.
Bohemia Interactive ist sich allerdings der Probleme bewusst und möchte diese bis zur Veröffentlichung aus der Welt schaffen. Hoffentlich, denn bereits der Vorgänger Armed Assault hatte mit ähnlichen Kinderkrankheiten zu kämpfen, welche auch in der finalen Fassung nicht komplett bereinigt wurden.
Kenner von Operation Flashpoint und Armed Assault, werden sich in ArmA 2 sofort heimisch fühlen. Zwar wurde das noch immer spartanisch designte Interface ein wenig verändert, an der eigentlichen Spielmechanik hat sich dagegen nichts geändert. Und das ist auch gut so, denn erneut beweisen die Tschechen, dass man Kriegshandlungen sehr wohl auf realistischer Ebene nachspielen kann. Die Geschichte handelt vom fiktiven, postsowjetischen Staat Chernarus im Jahr 2009. Anders als im Vorgänger werden wir nicht durch eine etwas holprige Zwischensequenz ins Spieluniversum eingeführt, stattdessen befindet sich unser Trupp Razor bereits in einem Helikopter.
Ihr wollt lieber zuerst ein bisschen die Steuerung erlernen? Auf ins Boot-Camp. Die Tutorial-Hinweise in der eigentlichen Kampagne ersetzen nicht das ausführliche Training, welches separat aus dem Hauptmenü ausgewählt wird. Hier üben wir nicht nur das Zielen mit den 73 modernen Waffen, sondern auch die Steuerung von Jeeps, Panzern, Helikoptern und Kampfjets. Beide Fluggerätschaften manövrieren sich nun deutlich geschmeidiger als noch im Vorgänger. Helikopterpuristen können aber beruhigt sein: Angriffe, Wendemanöver oder gar Landungen sind noch immer kein Zuckerschlecken und benötigen einiges an Übung. Insgesamt wird ArmA 2 167 Vehikel für Land, Luft und Wasser bieten.
Neu ist die Möglichkeit, verwundete Kameraden aus der Schussbahn zu ziehen, um sie anschließend medizinisch zu versorgen. Das könnt nicht nur ihr, sondern auch die KI-Kollegen. Der Vorteil: Kleinere Schusswunden enden nicht sofort mit einem Bildschirmtod, was das Spiel besonders für Einsteiger ein wenig erleichtert. Trotzdem ist behutsames Vorgehen Pflicht. Kampfhandlungen im offenen Feld bieten nur selten kleinere Deckungsmöglichkeiten, weswegen von tumben Sturmangriffen abzuraten ist. Die Lage möchte analysiert, die Umgebung ausgekundschaftet und das Terrain zum eigenen Vorteil genutzt werden. Hohes Gras dient beispielsweise als nützliche Versteckmöglichkeit, sofern sich der eigene Soldat flach auf den Bauch legt.
Die Kampagne von ArmA 2 beginnt mit einem Routineauftrag. Unser kleiner Trupp soll ein nahe liegendes Dorf auskundschaften und die Kommunikationsmöglichkeiten der feindlichen Fraktion zerstören. Da dies ein Nachteinsatz ist, werden wir dazu aufgefordert, ein Nachtsichtgerät aufzusetzen. Damit haben wir zwar einen enormen Vorteil gegenüber den ahnungslosen Feinden, dafür ist unser Sichtfeld stark eingeschränkt. Zusätzlich weist der Squad-Leader uns ein Laser-Markierungsgerät zu, mit dem wir aus sicherer Distanz unser Ziel für einen Luftschlag markieren können.
Wie gehabt marschieren wir in Formation zum vorgegebenen Zielpunkt, welcher per Wegpunkt sowohl auf der Karte als auch direkt im Spiel angezeigt wird. Gesichtete Feinde melden die Soldaten eigenständig, sollen wir einen bestimmten Feind eliminieren, markiert der Squad-Leader uns seine Position. Nervig: Mitunter bekommen wir nur den letzten Standort unsers Ziels angezeigt. Ist der Gegner dagegen getürmt, müssen wir diesen umständlich suchen. Das mag zwar realistisch sein, artet häufig aber in der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen aus. weiter...
Ich bin dennoch guter Dinge: ArmA 2 wird groß – und das, obwohl die Spielwelt mit „nur“ 225 Quadratkilometern etwa halb so groß wie im Vorgänger ausgefallen ist.
ArmA II: Operation Arrowhead - Review [6]
Mal wieder Krieg. Mal wieder Bohemia Interactive. Mal wieder ArmA II. Dieses Mal aber als allein lauffähiges Add-on.
25.12.2011
Kleines Update zur kostenfreien Version
25.12.2011
Kriegsshooter wird weiter verbessert
24.06.2011
Kompatibilität zur F2P-Version
ArmA II: Free - Launch Trailer
Abgespeckte, kostenfreie Version
06.07.2009
Cheats für den Shooter
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Kommentare
RE: ArmA2
ArmA2
Hab damals Op-Flashpoint gespielt. War sauschwer und manchmal etwas wirr! Natürlich auch total verbugt..hoffentlich macht der Nachfolger es besser,aber warum immer das Szenario Ostblock gegen Westen?
@Zoltan: Wie meinst du das? Der 29. war gestern
das Spiel erscheint ja auch erst am 29 Mai
Spieler:
Offline: 1 / Online: 2-4
vier spieler auf "225 Quadratkilometer große Spielwelt"
...
Ich bin mal gespannt, ob dieses "Mittendringefühl" mit dem "wackeln" usw. auch wirklich auf jeden Spieler zutrifft.
ArmA 2 hört sich interessant an, aber mit ArmA 1 konnte ich mit der Steuerung nichts anfangen.
sieht net schlecht aus
welche Hardware wurde eigentlich verwendet? Hast du mal spasseshalber manuell alles auf veryhigh (außer Sichtweite natürlich) gestellt und die Performance gecheckt mit fraps oder so? Danke schon mal für Antwort
@Jens
welche Hardware wurde eigentlich verwendet? Hast du mal spasseshalber manuell alles auf veryhigh (außer Sichtweite natürlich) gestellt und die Performance gecheckt mit fraps oder so? Danke schon mal für Antwort
@seramis
leider könnte bohemia interactive ja mehr von deiner Sorte gebrauchen, die einem Spiel ne 2. Chance geben. Ich fands (gerade MP) anfangs ungenießbar. Jetzt daddel ich es auch saugerne (mit Vopsound & Acemod).
Ich habe den Vorgänger nach der Patchwelle gespielt. Ich bin eigentlich kein Fan von Onlinespielen jedweder Art. Entweder sind sie zu Arcadig oder zu realistisch. In beiden Fällen wird man von 14 jährigen ausgeschaltet die einfach mehr Zeit haben als man selbst (typische CS Krankheit). ArmA habe ich hingegen über satte 2 Monate hinweg mindestens zweimal die Woche ein zwei Stunden Online gespielt. Wieso? Weil 14 jährige mit taktischen Entscheidungen überfordert sind, weil der Helikopter abartig schwer zu fliegen war. Weil es eine herrliche Community gab, unendlich viele Karten und tolle Spielmodi. Weil man es selbst in der Hand hatte, ob man als einsamer Scharfschützenwolf die Teamkameraden unterstüzt, als little Bird Pilot lediglich Truppen in heiße Kampfzonen fliegt, man mit einem Hind alles in Grund und Boden schießt, oder man als Squad Leader Kontrollpunkte einnahm.ArmA hat ganz ohne Belohnungssystem ala Battlefield Bad Company oder Far Cry2 funktioniert. Ich hasse es bestraft zu werden, weil ich zu wenig spiele :-).
Ich gehe trotzdem davon aus, dass ein stark verbuggtes Spiel auf den Markt kommt. Mein Tipp: Abwarten, reviews lesen, dann erst kaufen. ArmA war toll.
Der Typ auf Seite 3 Bild 1 sieht fast genau aus wie der Mann aus COD 4 der sich selber erschiesst.
Danke für das Lob.
Ich ging von der von Bohemia Interactive mitgeteilen Fläche aus, und da haben sie wohl die komplette Masse, also inkl. Wasser angegeben. Aber ist eigentlich klar, ohne Wasser muss es kleiner sein, da stimme ich dir zu.
@Jens
danke fürs preview. Eine kleine Korrektur: Sahrani (größte Insel von Arma)hat ca. 108m² von der reinen Landmasse her. Incl. Wasser sind es natürlich mehr. Cernarus ist von der reinen Landmasse ca. doppelt so groß: 225m². Hier der Link, posting 119: http://hx3.de/community-103/400km-13252/6/
Ich glaube das wird ein Desaster, so wie es auch in der Vergangenheit schon der Fall war!
Der User wird als Beta Tester herhalten müssen und eine Patchwelle über Monate hinweg wird darauf folgen.
Also ich lass mich gerne eines besseren belehren, aber mittlerweile bin ich sehr vorsichtig mit potentiellen Nachfolgern, wenn der Vorgänger oben genannte Mängel an den Kunden brachte!
Lassen wir uns überraschen, ich gebe dem Spiel aber schlechte Aussichten!