02.04.2009 - Matthias Lanwehr
Im Universum hat sich nicht besonders viel verändert. Zugegeben, die Menschheit hätte die Erde nicht unbedingt zerbomben und unbewohnbar machen müssen, aber wenn ihr schon einmal mit einem Vorgänger von Star Ocean: The Last Hope zu tun hattet, werdet ihr einige Elemente wiedererkennen. Zunächst wären da die sehr detaillierten und stimmungsvollen Umgebungen, in denen Edge Maverick und seine Crew aus den unterschiedlichsten Winkeln des Universums umherwandern.
Ebenfalls zurück ist das Forschungssystem, das es euch erlaubt, Erze und Pflanzen einzusacken oder neue Zauber und Waffen herzustellen, die wie üblich mit Punkten aus Stufenanstiegen aufgemotzt werden dürfen. Das werdet ihr auch brauchen, im Gegensatz zu den Teilen vorher hat sich die Monsterdichte und die Größe der Dungeons nämlich stark erhöht. Es vergehen keine 20 Sekunden, bis ihr wieder in eine Klopperei mit lästigem Ungeziefer gezogen werdet. Zwar laufen diese sehr schnell ab, doch auch die vielen taktischen Möglichkeiten im Gefecht können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr, wenn ihr möglichst schnell auf die A-Taste hämmert, als Sieger aus dem Gefecht hervorgeht.
Ein weiteres Manko ist, dass Truhen, Monster und vor allem Schatten ein großes Pop-up-Problem haben. Erst wenn ihr kurz davor seid, in den entsprechenden Gegenstand hineinzulaufen, wird er gerendert, was besonders bei den Schatten der weitläufigen Gebiete eine irritierende Wirkung hat.
In Sachen Handlung und Charaktere gibt es Standardkost: Nachdem die Erde durch ein paar ungeschickt platzierte Raketen unbewohnbar gemacht worden ist, soll eine Expedition ein neues Zuhause für die Menschheit finden. Der Jungfernflug der fünf Space-Reconnaissance-Force-Schiffe wird allerdings zum Desaster, als sie im Hyperraum von einem scheinbar intelligenten Meteoriten getroffen werden. Die Schiffe stürzen irgendwo im All auf einem unbekannten Planeten ab und Edge und seine Jugendfreundin Reimi machen sich auf den Weg, um die anderen Schiffe zu finden und hinter das Geheimnis der Meteoriten zu kommen, die plötzlich in großen Mengen und mit Nebenwirkungen der mutierenden Art auftauchen.
Erzählt wird das Epos in ausschweifenden Zwischensequenzen, die leider nur so vor Klischees strotzen. Trotz aller Kritikpunkte machten die ersten Stunden Lust auf mehr. Und sei es nur, weil die Xbox 360 nicht gerade als Hochburg des klassischen Rollenspiels gilt. Für Fans des Genres wird durch Spezialisierung der Charaktere und eine Menge Optionen genug geboten, um einige Stunden motiviert zu bleiben. Besonders die schicke Grafik und der fantastische Soundtrack vom Serienkomponisten Motoi Sakuraba tragen einen Großteil dazu bei. Es wird sich allerdings erst noch zeigen müssen, ob die zum Teil langatmig inszenierte Story durch überraschende Wendungen bis zum Ende faszinieren kann. weiter...
Die Umgebungen und der Soundtrack sind 1A, die 08/15-Charaktere und das sehr simple Kampfsystem könnten aber die Faszination schnell verpuffen lassen.
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Kommentare
RE: star ocean the last hope wird cool
mfg
Naja, ne Tastatur kannste anschließen und damit tippen - nur Spielen ist nicht.
Theoretisch möglich wär's schon. Wenn die Entwickler Maus und Keyboard-Unterstützung in die Spiele einbauen würden, könnte die Xbox damit auch klarkommen. Allerdings macht das keiner und auch von MS gibts kein Bestreben in die Richtung. Grund: Das ist ne Konsole, kein PC.
star ocean the last hope wird cool
konsolen sind geil, die 360 und ps3 haben was drauf. aber wenns um games geht, dann geht nix über (m)ein high-end rechner, bessere rpg's, bessere ego-shooter, bessere strategie, bessere grafik, einfach alles besser. z.b. geht nix über das rollenspiel "baldurs gate 2 + add-on", sowas ist zwar auf konsolen auch möglich, aber eher auf pc zu finden.
star ocean serie ist geil, super rpg für konsolen, und "the last hope" wird bestimmt auch wieder knaller. da können sich die xbox 360'er freunde freuen. was der xbox360 fehlt, ist tastatur & maus, dann gehts richtig ab.
mfg
Seit wann ist denn Star Ocean ein klassisches Rollenspiel?
Die Serie ist eher im Action-RPG Genre einzuordnen.
Und vor allem ist doch grad die 360 DIE Hochburg von Rollenspielen!
Wie viele Rollenspiele kennst Du denn für Deine Box?
5? 50? 500? Für den PC gibt es jedenfalls mehr Rollenspiele als die komplette Anzahl aller Spiele für die Xbox + Xbox 360 zusammen.
Hmm... ich weiss nicht, normalerweise kommen immer eher beschwerden, wenn Rollenspiele zu kurz sind - fuer viele war sogar Okami (ca. 50 std. Spielzeit mit allen sidequests) zu kurz - ... zumindest wenn man amerikanischen boards glauben darf.
Mh... der PC ist die Hochburg von klassischen Rollenspielen.
Die Xbox 360 ist aktuell eher die kleine Hochburg der Japano-RPGs.
Viel eher der PC.
@Redakteur
Seit wann ist denn Star Ocean ein klassisches Rollenspiel?
Die Serie ist eher im Action-RPG Genre einzuordnen.
Und vor allem ist doch grad die 360 DIE Hochburg von Rollenspielen!