Ein Beispiel für die unterschiedlichen Stränge einer Quest: Ihr trefft auf eine verheiratete Frau, die euch bittet, einen Brief zum Schmied zu bringen. Ihr könnt den Brief einfach abliefern, eine kleine Belohnung einsacken und fertig. Oder aber ihr lest den Brief und erfahrt, dass die holde Dame es mit der Treue nicht so genau nimmt und ihren Mann zugunsten des Schmieds verlassen will. Nun könnt ihr trotzdem den Brief überbringen oder aber ihren Mann einweihen oder versuchen, die Frau zu erpressen - mit den jeweiligen Konsequenzen. Nutzt ihr gar bei der Frau das Gedankenlesen, erfahrt ihr etwas über eine Kiste nebst Schlüssel. Dadurch wiederum erfahrt ihr, dass der Ehemann der Dame keinen Deut besser ist, was wiederum neue Möglichkeiten eröffnet.
Nach einiger Zeit kommt es im Spiel zu einer kleinen Wende. Ihr trefft nämlich auf die Dragon-Knights, die mit den Drachen eng verbunden sind und dem Krieg gern ein Ende setzen würden, um ihre geflügelten Freunde zu schützen. Im Rahmen dieses Story-Stranges erlernt ihr selbst die Fähigkeit, euch in einen Drachen zu verwandeln und fliegend mit Feueratem und ähnlichen Fertigkeiten durch die Lande zu ziehen. Die Drachenform bildet quasi einen zweiten Charakter mit Ausrüstung und eigenen Fähigkeiten. Der Formwechsel ist zuweilen questrelevant, denn einige Aufgaben sind nur als Drache lösbar, andere nur als Mensch.
Gekämpft wird selbstverständlich ebenfalls. Neben allerlei tierischen und menschlichen Gegnern trefft ihr auf die fiesen Schergen von Oberbösewicht Damian, darunter die Dark-Knights als weitere Fraktion. Das Kampfsystem funktioniert in Echtzeit, kann aber jederzeit zwecks Gegnerwahl und taktischer Entscheidungen pausiert werden. Nah- und Fernkampf werden geboten, ebenso wie zahlreiche Kampffähigkeiten, die per Tastendruck ausgewählt werden können. Neben dem Kampf bringt das Spiel etliche Rätsel, scheut sich aber auch nicht vor ein paar Jump'n'Run-Einlagen, die hoffentlich sinnvoll umgesetzt werden.

Divinity 2 hat noch ein weiteres Schmankerl, nämlich den Battle-Tower, den ihr im Verlauf des Spiels durch eine Questreihe erlangt. Selbiger ist ein ordentlich großer Turm, der euch unter anderem als Behausung dient, aber auch als Lager, Werkstatt und Trophäenraum. Zugriff auf das Inventar des Turms ist jederzeit möglich, Larian will die Spieler nicht mit ewig langen Wegen nerven. Für euren Turm könnt ihr zudem NPCs anheuern, die euch dort zu Diensten sind. Die Runners könnt ihr beispielsweise aussenden, um euch bestimmte Gegenstände zu besorgen. Für mehr Erfolgschancen dürfen diese sogar mit Ausrüstung ausgestattet werden.
Der Turm bringt euch noch weitere Möglichkeiten. Zur Einrichtung gehören Waffenschmieden, Verzaubererwerkstatt, Alchemielabor oder Trainingsraum. Zudem könnt ihr einen Nekromanten anheuern. Selbiger kann eine Kreatur herbeirufen, die euch helfend zur Seite steht. Der Clou dabei: Durch Körperteile von Gegnern, die ihr im Laufe der Zeit einsammelt, könnt ihr diese Kreatur nach eigenem Geschmack gestalten, um so von den Fähigkeiten her den bestmöglichen Helfer auf die Beine zu stellen. weiter...
Vielschichtige Quests, der eigene Turm und dann auch noch als Drache unterwegs – klingt fast zu schön, um wahr zu sein.
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Kommentare
Wimp_Re...
Habt ihr euch eigentlich beim Release-Datum vertan oder hat die hiesige Supermarkt-Kette den Termin fürs "ins-Regal-stellen" verpeilt? Ich habs nämlich schon vor mir liegen und gespielt...
Ayibogan
die videos grafik könnten die noch verbesern !!!
whichwitch
Divinity 2
Das erste Spiel mit dem skurrilen Namen Divine Divinity war ziemlich gut und originell, konnte nur leider mit neueren PC-Versionen nichts mehr anfangen,kam daher in die Mottenkiste.
Hoffentlich ist der Nachfolger(Beyond D war leider ein grafisch mieser Dungeoncrawler)nicht nur bildmässig sondern auch in Story und Handling und, ja, Atmosphäre dem ersten Spiel gleichwertig.
DyingStar
Hmmm, wenn das Divinity 2 ist, ist dann "Beyond Divinity" Teil 1,5?
nuttzo
Ich habe dieses Spiel schon sehr lange im Auge.
Hoffentlich wirds was.
Ob es sich dabei nur um ein Haus handelt, das er nie besucht (Oblivion / Fallout 3)
oder um eine Feste / Turm, in der er Schmiedearbeiten in Auftrag gibt, nach neuer Ausrüstung forscht oder seine Gruppe neu ordnet liegt in den Händen der Entwickler.
Voodjin
Aber 40 Stunden? Ich meine einen eigenen Turm usw lohnt sich eigentlich nur, wenn man permanent mit DLC Content beliefert wird und die Welt einem auch nach dem Abschließen des Spiels noch weiter zu Verfügung steht. Wie wollen sie es machen?

Ich habe im Fallout 3 ja auch meine Bude in Megaton, aber die besuche ich kaum, nur mal hier was abzulegen oder an der Werkbank schnell was zu basteln. Groß viel kann man da an der Inneneinrichtung auch nicht rumwerkeln. Naja mal gucken. Housing in einem Singleplayer Spiel. Ob das sinvoll ist?
one_of_one
Klingt nach ziemlich viel für ein einziges Spiel. Wenn das mal nicht schiefgeht. Bin mal gespannt, ob sie das alles so hinbekommen. Wäre jedenfalls ne tolle Sache.

Wäre es gut, wernn man den Vorgänger kennt oder kann man auch ohne Vorwissen einsteigen?
Hab zwar den ersten Teil hier rumliegen, fand den aber damals grottig und habs nach wenigen Stunden wieder deinstalliert. Die genauen Gründe dafür weiß ich nicht mehr - hab ich verdrängt.
majus82
The Witcher Engine?
KingKali
Endlich. Will unbedingt mehr Tiefgang als in Divine Divinity. Und bitte Gilden Möglichkeiten....mehr Freiheit und mehr Quest,längere Story usw...Der Bericht liest sich schon mal gut, aber das tun leider heutzutage sehrvele Previews
.
Hach sieben Jahre isses schon her... ich hoffe für Larian, dass sie mit dtp jetzt endlich nen guten Publisher abbekommen haben.
Zur Erinnerung:
Divine Divinity erschien bei CDV, die wollten das Spiel unbedingt auf den Markt haben, weswegen Larian gezwungen war, nen Haufen Content rauszuschneiden. Mehrere Karten wurden einfach um die Hälfte gekürzt ... und die Bugs, die blieben drin.
Der Nachfolger, Beyond Divinity, erschien bei Ubisoft. Als Larian die deutsche Sprachausgabe dazu aufnehmen wollte, zog Ubi die Notbremse: Richtig, während die englische Version komplett vertont war, war die deutsche stumm. Nicht einmal die englische Sprachausgabe hat man uns gegönnt.
Voodjin
Das klingt verdammt interessant. Ich habe den Vorgänger zwar nicht gespielt, aber was ich hier lese, lässt auf ein sehr gutes RPG hoffen. Dann mal in die Watchlist damit und abwarten.