04.08.2008 - Dennis Hartmann
Maxime Durand, kurz Max genannt, ist französischer Kunstdozent in Lyon mit einer nicht ganz ruhmreichen Vergangenheit. Als Fälscher hat er einmal versucht, ein Gemälde der berühmten Eremitage in St. Petersburg unterzujubeln. Nur dumm gelaufen, dass ihm die ehrgeizige Polizistin Larisa „Lara" Svetlova auf die Schliche gekommen ist und die Handschellen klicken ließ. Ins Kittchen ist Max dennoch nicht gewandert, denn Lara und ihr Vorgesetzter Oberst Ostankovic hatten andere Pläne mit dem Gauner. Als Polizeispitzel sollte Max fortan fungieren und auf Ostankovics Pfeifen bei Fuß sein, sich also bedingungslos auf die gute Seite der Macht stellen. Okay, besser als der üble Gefängnisfraß und runtergefallene Seifenstücke in der Dusche ist die Option allemal.

Oberst Ostankovic klingelt Max eines Nachts aus dem Bett, weil in die Eremitage eingebrochen wurde. Da der Oberst selbst für die Sicherheit des Museums verantwortlich ist, sollen möglichst keine Außenstehenden davon Wind bekommen. Schon gar nicht die Presse. Also begibt sich Max in das Gebäude, als Lichtquelle dient ihm dabei nur ein Feuerzeug. Für eine richtige Taschenlampe hat das Budget wohl nicht gereicht und die dicken Kronleuchter würden zu auffällig sein. Gut für uns, denn so können wir die für ein Adventure sehenswerten Lichteffekte begutachten. Realistische Schatten werden geworfen und das sehr spärliche Licht der Feuerzeugflamme schafft eine fast gruselig-romantische Stimmung.
Als ausgewiesener Kunstexperte soll Max herausfinden, was die Einbrecher mitgenommen haben oder ob vielleicht Kunstwerke ausgetauscht wurden. Leider Fehlanzeige, alles scheint noch genau an seinem Platz zu sein. Keine Auffälligkeiten werden bemerkt. Bis auf einmal ein Schatten durch die hohen Hallen huscht. Max nimmt die Verfolgung auf und bleibt vor einer Wand stehen. Wohin kann der mysteriöse Flitzer geflohen sein? Jeder weiß, Geheimtüren lassen sich mit Feuer ausfindig machen, denn der Windhauch von der anderen Seite lässt die Flamme flackern. Gesucht, gefunden. Jetzt wird nur noch ein Werkzeug benötigt, das den Öffnungsmechanismus erreicht. weiter...
Auch wenn ich nicht der größte Adventure-Fan bin, hat mir 'Memento Mori' optisch und spielerisch gut gefallen.
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