09.03.2008 - Dennis Hartmann
Ort des Geschehens ist eine riesige, von Wolkenkratzern dominierte Stadt. In den hohen Gläserfronten spiegelt sich die Umgebung wider, unten auf den Straßen herrscht reger Verkehr. Alles wirkt fast schon klinisch rein. Weiße Wände, nur spärliche Werbeplakate, die auf eine bevorstehende Wahl hinweisen. Als friedlich und überaus ordentlich präsentiert sich das gesamte Stadtbild. Doch der Schein trügt. In Wirklichkeit werden die Menschen vom Regime und der Polizei in jeder denkbaren Weise kontrolliert. Informationen auszutauschen ist extrem erschwert. Deshalb gibt es in der Stadt eine Gruppe von Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben und sich selbst Runner nennen. Sie sind die letzte und einzige Möglichkeit, in dieser Welt sicher Informationen von einem Ort zum anderen zu transportieren. Normale Post- oder Internetwege werden kontrolliert.Faith ist eine Runnerin. Athletisch, jung, hübsches Gesicht und diverse Tätowierungen am rechten Auge und den Armen. Sie wirkt stolz, wie sie auf den höchsten Gebäuden steht und auf die Welt unter sich blickt. Gewalt ist ihr eigentlich zuwider, doch manchmal geht es nicht anders. Ständig sind die Polizei und Sondereinsatzkommandos ihr auf den Fersen. Ständig ist sie auf der Flucht und hat nur wenig Kontakt zum Rest der Gemeinschaft. Nur ihrem Auftraggeber und anderen Runnern kann sie vertrauen.
Wie definiert sich nun das „völlig neue Spielgefühl“, von dem eingangs die Rede war? Auffälligstes Merkmal ist die Spielperspektive. Wir steuern den weiblichen Hauptcharakter aus der First-Person-Sicht. Also eigentlich wie in einem Shooter, nur dass Schusswechsel nicht das zentrale Element darstellen. Wir sehen, wie sich die Arme und Beine beim Laufen hin und her bewegen – die Kamera schwankt immer ein bisschen mehr, sobald die Runnerin Fahrt aufnimmt. Es wird nicht einfach nur per Tastendruck gesprintet. Faith muss richtig Anlauf nehmen, um weite Sprünge zu wagen oder an Wänden entlangzulaufen. Bitte jetzt nicht entsetzt „Iiiiih, ein Jump'n'Run“ schreien. Denn das gezeigte Ergebnis sieht wirklich beeindruckend aus. weiter...
Mich haben der neue Spielansatz, der reduzierte Einsatz von Gewalt und Waffen und der Genre-Mix sofort in ihren Bann gezogen.
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Kommentare
Nix gehört?
Ich habe also auch erst vor kurzem von dem Game erfahren.
Netter Artikel, nun weiss ich endlich um was es geht!
Vor allem diese "Mitdrinn"-Ansicht finde ich interessant, und ich denke auch dass diese Wegvorgaben sicher Sinn ergeben. Denn immer dieses "offene Welt"-Getue nervt, denn schlussendlich sind auch die Spiele genauso linear und meistens sogar noch langweilig. (bestes Bsp: Assassin's Creed)
Nix gehört?
Bei uns, der CPC, wurde davon schon vor längerer Zeit berichtet.
Sehr schön, dass Ihr nun ein Preview online gestellt habt! Ich zeig mal drauf, (verlinke) ...wenns erlaubt ist!? Prima geschrieben, das Preview! Spitzenklasse! Freu mich drauf wie sau!