12.12.2007 - Stephan Fassmer
Aufbaustrategietitel verlaufen fast immer nach dem gleichen Muster. Ihr beginnt mit einer kleinen Siedlung, baut Rohstoffe ab, errichtet Häuser für die Bürger und kümmert euch um deren Bedürfnisse. Je nach Komplexität des Spiels greifen die verschiedenen Prozesse ineinander. Produktionsketten können einfach oder kompliziert sein. Unterschiedliche Einschränkungen von knappen Geldmitteln oder mangelndem Bauplatz und verschiedene Kalamitäten von hohen Kriminalitätsraten bis hin zu Vulkanausbrüchen erschweren euch das an sich beschauliche Städtebauen.
Auch 'Imperium Romanum' verfährt nach diesem Schema. Und wie schon der Vorgänger ist der Titel auch dieses Mal wieder durchaus für Einsteiger geeignet. Die Produktionsketten sind zum Beispiel nicht allzu komplex. So benötigt der Bäcker zum Brotbacken nur Mehl, das ihr euch durch den Bau einer Getreidefarm beschafft. Eine Mühle, die das Getreide erst mahlen muss, ist nicht vorgesehen. Gebaut werden kann natürlich nur, wenn auch die entsprechenden Baustoffe vorhanden sind, und derer gibt es vier. Steine und Marmor aus Steinbrüchen, Holz aus den Wäldern und Lehm aus Gruben an den Flüssen.
Für den Abbau der Baustoffe sowie den Bau von Gebäuden werden Sklaven eingesetzt. Auch um diese müsst ihr euch in gewissem Rahmen kümmern. Denn überarbeitete Sklaven schaffen nicht nur langsamer, sie neigen auch – wie wir seit Spartakus wissen – zur Rebellion. Diesem Problem könnt ihr einfach durch den Bau neuer Sklavenquartiere begegnen, die die Anzahl von Sklaven erhöhen.
Murrende BürgerUm die Produktion, die Verwaltung, Kunst und Religion kümmern sich die Bürger. Hier gilt es, das Gleichgewicht zwischen Arbeitskräften und Arbeitsplätzen im Auge zu behalten. Arbeitslose neigen nämlich in 'Imperium Romanum' dazu, kriminell zu werden. Zudem erfordern bestimmte Berufe auch besondere Qualifikationen, die durch den Status der Bürger dargestellt werden. Zu Schauspielern am Theater können zum Beispiel nur besser gestellte Bürger werden. Der Status der Bürger lässt sich hierbei an ihren Wohnhäusern ablesen. Emanzipation in der Berufswelt ist übrigens im alten Rom noch kein Thema: Frauen sind von vielen Berufen einfach ausgeschlossen.
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