07.12.2007 - Andreas Philipp
Die Story von 'eXperience112' klingt viel versprechend, auch wenn nicht an typischen Klischees aus der Mystery-Ecke gespart wird. Erster Handlungsort des Spiels ist ein mehr oder minder verrottetes und überwuchertes Schiffswrack an einer Küste im Pazifik. Darin verbirgt sich jedoch mehr, als es von außen den Anschein hat, denn der ganze Pott ist voller Labors und Sicherheitszentren. Doch noch etwas ist dort, nämlich eine einsame und bewusstlose Frau namens Lea Nichols. Und ein umfassendes Überwachungssystem. Und eine Menge verborgener Geheimnisse.
Beobachter statt steuerbarer HeldWer nun erwartet, dass er in typischer Adventure-Manier die erwachende Lea durch vorgerenderte Hintergründe steuert, der sieht sich getäuscht, denn 'eXperience112' geht einen gänzlich anderen Weg. Lea ist zwar zumindest anfangs die einzige sichtbare Person, doch steuert ihr nicht sie und übernehmt auch nicht ihre Rolle. Stattdessen spielt ihr als unbekannter Beobachter, der irgendwo in dieser Anlage vor dem Überwachungssystem hockt und Lea durch die Kameras beobachtet.
Das entgeht Lea auf Dauer nicht. Sie nimmt mit euch, dem unbekannten Beobachter, Kontakt auf und versucht, sich mit euch zu verständigen. Eure Möglichkeiten sind dabei zunächst recht eingegrenzt, denn außer dem Bewegen der Kameras mithilfe der Sicherheitssoftware bleibt euch nicht viel übrig. Eine merkwürdige Verbindung zwischen euch und Lea, unterstützt von der Elektronik, baut sich auf und gemeinsam versucht ihr, die Geheimnisse hinter der Anlage, aber auch eurer Vergangenheit zu lösen. Dabei ist es nicht unwichtig, dass ihr als unsichtbarer und unbekannter Beobachter auch versucht, ein Vertrauensverhältnis zu Lea aufzubauen, um an weitere Informationen zu kommen.
Die Macht des Systems ist euerDas bedeutet aber nicht, dass ihr lediglich Zuschauer bei den Geschehnissen seid, denn ihr habt durchaus die Möglichkeit, einiges an Aktionen auszulösen. Eure Arbeitsfläche ist quasi die Betriebssoftware des Überwachungssystems. Ihr könnt gleichzeitig die Geschehnisse auf bis zu drei Überwachungskameras in unterschiedlichen Räumen des Schiffes beobachten, wobei diese wie auch der Rest der „Menüs“ als Fenster angeordnet sind, sodass auch ungeübte Spieler schnell mit den Handhabung zurande kommen. Die jeweils drei aktiven Kameras könnt ihr zudem in gewissen Winkeln bewegen, wie das eben bei echten Überwachungskameras der Fall ist.
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