17.10.2007 - David Stöckli
Dabei wäre eine solche Geheimniskrämerei oder vielleicht Schüchternheit gar nicht angebracht, schließlich konnten sowohl ’Kingdom Under Fire: The Crusaders’ als auch ’Kingdom Under Fire: Heroes’ die Xbox-Gemeinde entzücken. Die Action-Serie aus Fernost mit RPG- und Strategie-Anleihen à la ’Dynasty Warriors’ sorgte damals für frischen Wind im Metzel-Genre. Schon damals evozierten die Unmengen an ähnlichen Spielen aus dem Hause Koei, ungeachtet der Erfolge in Japan, hierzulande eher Gähnanfälle, zumal es von Episode zu Episode kaum Neuerungen gab, was bis heute angehalten hat. ’Kingdom Under Fire’ nahm das Massenschlacht-Spielkonzept auf, bot aber mehr Tiefgang, eine spannendere Kampagne, tolle Mehrspielermöglichkeiten und nicht zuletzt eine deutlich hübschere Grafik. Entsprechend dürfte man annehmen, dass der erste Xbox-360-Ableger der ’Kingdom Under Fire’-Reihe einen größeren Auftritt verdient hat. Möglicherweise fürchtet Microsoft allerdings ein zweites ’Ninety-Nine Nights’ – auch dieser X360-Titel setzt auf das Gameplay im Stil von ’Dynasty Warriors’ und wurde als große Japan-Sensation für die neue MS-Konsole angekündigt. Das Ergebnis war aber eher ernüchternd. Gute Chancen also für ’Kingdom Under Fire: Circle of Doom’, die Referenz im Genre zu werden und die Herzen der Actionspieler für exotische Fantasy-Massenkeilereien wieder zu entflammen.
Doch kommen wir zur eigentlichen Story des neuen ’Kingdom Under Fire’. Diese ist allerdings sehr verworren und setzt zumindest in unserer Vorabversion deutlich auf Vorkenntnisse aus früheren Teilen. Die Handlung dreht sich um den bevorstehenden endgültigen Kampf verschiedener Helden – einige wollen das Zeitalter des Lichts beenden, die anderen wollen gerade dies verhindern. Ein mächtiger Magier bedroht darüber hinaus die Welt. Ihr übernehmt die Rolle eines Helden, der noch ziemlich unbedarft in den ganzen Konflikt hineingerät. Über Träume findet er in neue Dimensionen, wo er auf die Geister von Verstorbenen oder von in Trance gefallenen Meistern trifft. So erhält er immer wieder neue Informationen zum Geschehen, aber etwa auch neue Kampffähigkeiten. Die Story wird primär durch Dialoge in Cut-Szenen vorangetrieben, allerdings soll es euch laut den koreanischen Entwicklern frei gestellt sein, ob ihr der Hintergrundgeschichte folgen oder die Passagen einfach wegdrücken wollt. Das ist doch mal eine ehrliche Einstellung.
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