09.02.2012 - Erik Rössler
Ein Jahr nach einem apokalyptischen Weltbeben hat es einen Großteil der Menschheit dahingerafft. Einer der Überlebenden dieser weltweiten Apokalypse ist unser namenloser Protagonist, der in dieser lebensfeindlichen Umgebung verzweifelt um sein Leben kämpft. Nach einer Odyssee erreicht er seine zerstörte Heimatstadt Haventon, wo er seine verschollene Frau und Tochter vermutet. Genau diese Hoffnung erhält seinen Lebenswillen aufrecht.
Eine Welt, die ohne Führung, Gesetz und Moral nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, wo der düstere Himmel kein Sonnenlicht auf den ruinierten Boden strahlen lässt, die Natur von Asche bedeckt ist und Metropolen zu Ruinen wurden. Zu allem Übel sind Durst und Hunger zur alltäglichen Pein geworden. I Am Alive erinnert dabei stark an Endzeitfilme wie "The Last Man on Earth", "I am Legend" und ganz besonders an "The Road".
I Am Alive ist ein Titel, bei dem die Atmosphäre über allem steht. Diese ist dermaßen intensiv, dass euch Verzweiflung, Einsamkeit und Depression durchweg auf den Magen schlagen. Wer denkt, er könne hier lustig durch die Gegend ballern, Zombies, Aliens und Mutanten auslöschen, der ist leider im falschen Spiel. In der farblosen Welt geht es auf eine ganz spezielle Art zur Sache. Unsere Spielfigur befindet sich eher in einem Charakterdrama als in einem Actionspiel.
Wie erwähnt ist die Ballerei reine Nebensache. Kern des Spiels ist das Klettern über unwegsames Gelände. Direkt zu Anfang müssen wir über eine zerstörte Brücke zu einem Camp von Überlebenden gelangen. Später geht es durch Häuserfluchten voller Geröll, Metall und zerstörten Dingen der Zivilisation. Die Kletterpassagen sind aber nicht so konzipiert, dass man wie eine Lara Croft oder Ezio Auditore mit schier endloser Kraft durch die Gegend hangelt, klettert und springt. Dafür ist unser Held viel zu entkräftet von zu wenig Nahrung und der schlechten Luft. Ein Beispiel gefällig? weiter...
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass dieses spannende Survival-Abenteuer die besten Voraussetzungen mitbringt, euch den postapokalyptischen Überlebenskampf schmackhaft zu machen.
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Kommentare
Schade, daß Ubisoft mal wieder die PC-Version gestrichen hat. Mich kotzt das langsam an.
The Fall war echt gut. Ich fand Borderlands, Fallout gut und auch wenn es nicht ganz Endzeit ist S.T.A.L.K.E.R.
Wenn I am Alive wirklich die Atmo hat wird das sicher gut.
@JustusX
stehe auch total auf die Endzeitspiele...
meine Favoriten sind immer noch:
Soldiers of Anarchie
The Fall - Last days of Gaya
was ist denn die ganze zeit mim SEN los...Trine 2 net da und jetzt auch noch I am Alive...
Bei dem Bericht bekommt man richtig lust auf das Spiel. Endzeitspiele fand ich immer schon supi. Bin auf euren Test gespannt.