Mithilfe von Waffen, Gold und Bier rekrutiert ihr Soldaten, die bei entsprechender Entlohnung in der Stufe aufsteigen. Um in feindliches Gebiet zu expandieren, müsst ihr die Kasernen des Gegners übernehmen. Ein einfacher Klick auf besagtes Gebäude genügt, und schon schwärmen eure Soldaten aus. Wie schon im Original seid ihr bei den folgenden Gefechten jedoch zum Zuschauen verdonnert. Die Scharmützel laufen automatisch ab und unterliegen zumindest ansatzweise dem Zufall. Es kommt schon mal vor, dass eure zahlenmäßig überlegene Armee von zwei Wachmännern zurückgeschlagen wird. Hier hätte man vielleicht das eine oder andere Feature hinzufügen können – oder lieber doch nicht?
Neben der Kampagne bietet 'Die Siedler 2: Die nächste Generation' noch zehn Freispielkarten, auf denen ihr euch richtig austoben könnt. Insgesamt stehen euch zu diesem Zweck mit den Römern, Nubiern und Asiaten drei Völker zur Verfügung, die sich optisch voneinander unterscheiden – die putzigen Häuser der Asiaten sind beispielsweise ein kleines Highlight. Wer aber nur ungern alleine siedelt, wagt sich an den Multiplayer-Modus. Diesen haben die Entwickler gewaltig aufgestockt: So schön die Splitscreen-Duelle auch waren, in der heutigen Zeit muss mehr geboten werden. Ab sofort dürfen bis zu sechs Spieler gleichzeitig um die Wette siedeln und sich die Schwerter um die Ohren hauen. Die bisher verfügbaren Karten machen einen ordentlichen Eindruck. Auf Wunsch ändert ihr die Siegbedingungen einer Partie. Von der Eroberung der größten Landmasse bis hin zur möglichst schnellen Produktion von 100 Goldstücken reicht dabei die Auswahl. Das klingt zwar nicht gerade üppig, ist aber dennoch spaßig.
Sie wuseln wiederEine der größten Stärken des Originals war ganz klar der Wuselfaktor. Wir selbst verbrachten vor zehn Jahren sicherlich mehrere Stunden damit, unsere Siedler einfach nur bei ihrem Treiben zu beobachten. Ob das auch in der neuen 3D-Optik funktioniert? Und wie! Die Siedler huschen im schicken Comic-Look über den Bildschirm und erwecken trotz der Frischzellenkur sofort ein Gefühl der Nostalgie. Das liegt hauptsächlich an der enormen Liebe zum Detail: Nahezu jeden Schritt der Produktionsketten könnt ihr euch anschauen. Der Bäcker verbrennt sich am Ofen die Finger, der Bauer pflügt sich mit seiner Sense durch das Korn und der Fischer kurbelt kräftig an seiner Angel. Diese Kleinigkeiten machen das Spiel so liebenswert. Noch dazu sieht das 3D-Gewand mit seinen Schatten- und Lichteffekten ziemlich gut aus und braucht sich vor der aktuellen Konkurrenz nicht zu verstecken. Beim Sound gibt es allem Anschein nach ebenfalls nicht viel zu meckern. Die Musik dudelt angenehm im Hintergrund und die Geräuschkulisse eurer Siedlung lässt umgehend auf eifriges Treiben schließen.
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