18.08.2011 - Simon Holthausen
Die Story klingt schon mal wie aus dem Gemischtwarenladen: Hier ein bisschen Öl, dort ein Nord-Süd-Konflikt im gespaltenen Land, das ganze dann noch im Nahen Osten – fertig ist das fiktive Azbaristan. Hier hat der Bürgerkrieg die letzten zehn Jahre bestimmt. Der nicht ganz uneigennützig handelnde Westen hat zumindest einen Waffenstillstand erreicht und sich die Kontrolle über die Ölvorkommen im Süden gesichert. Nun aber brodelt es wieder, und ihr in der Haut des amerikanischen Piloten „Razor“ sollt den Bösewichten im Norden zeigen, wo der Hammer hängt.
Also steigt ihr ins Cockpit und lasst euch von einem Süd-Azbaristaner mit lächerlichem Akzent briefen. Die erste Mission dient dabei noch dem schnellen Einstieg, so könnt ihr euch mit der wirklich gut gelungenen Steuerung vertraut machen, die nicht sonderlich komplex ist. Gas geben, Turbo anschmeißen, ein bisschen hoch, runter, nach rechts und links lenken – schwierig ist das nicht. Mit Knopfdruck könnt ihr Ziele markieren, und sobald diese erfasst wurden, Lenkraketen abfeuern. Etwas fordernder ist es, in Luftkämpfen mit dem Bord-MG Treffer zu landen oder auf Bodenziele Bomben abzuwerfen, aber auch das geht nach einer Weile gut von der Hand. Empfehlenswert ist natürlich ein Controller, aber auch mit der Tastatur lassen sich die Flieger anständig lenken.
Habt ihr euch mit der Steuerung vertraut gemacht, geht es ab ins Gefecht. Luftkämpfe wechseln sich ab mit Einsätzen gegen wichtige militärische Einrichtungen. Übertrieben sind die Einsätze aber nie, zehn gegnerische Flieger, überall Explosionen und ihr mittendrin – das gibt es hier nicht zu sehen. Mit dafür verantwortlich ist auch die sehr triste, altbackene Grafik. Eintönige Farben und matschige Bodentexturen bestimmen das Landschaftsbild, gegnerische Flieger sind zu eckig und Bodenziele erkennt man am ehesten noch durch die roten Kreise des HUDs.
Dazu kommen die fast schon billigen Soundeffekte. Das Bord-MG klingt wie ein Tacker, die Raketengeräusche kommen aus der Mottenkiste. Eine wirklich treibende Musikuntermalung vermisst man ebenfalls, die Musik während der Kämpfe ist zwar in Ordnung, aber nicht wirklich spannend. Wenn die Entwickler schon ein unkompliziertes Actionspiel in der Luft stattfinden lassen wollen, dann muss auch die Präsentation angemessen sein – und das ist sie in der angespielten Preview-Version noch nicht.
Immerhin sind die Flieger, die ihr steuert, ansprechend gestaltet. Auswahl wird es im fertigen Spiel reichlich geben: 30 Flugzeuge stehen zum Abflug bereit. Die in der Preview anspielbaren haben sich in der Steuerung angenehm deutlich voneinander unterschieden – Werte wie Tarnung, Panzerung oder Wendigkeit sind nicht umsonst angegeben. Die Bewaffnung der Flieger reicht vom simplem Bord-MG mit unendlich Munition über Luft-Boden und Luft-Luft-Raketen mit Zielsucher bis hin zu echten Landschaftsverwüstern, die ihr über Bodenzielen abwerfen könnt. weiter...
Jane’s Advanced Strike Fighters hinterlässt einen gemischten Eindruck. Die Präsentation ist extrem verbesserungswürdig, und ein unkomplizierter Action-Luftkampf-Titel braucht diese, um nicht im Mittelmaß unterzugehen.
Jane's Advanced Strike Fighters
30.06.2011
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Wer jetzt glaubt, wir besprechen ein Spiel, in dem eine heiße Pilotin namens Jane auftritt, der wird enttäuscht.
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Kommentare
haha, need for speed nur im flieger ;-)))
gruß