12.08.2011 - Yves Günther
Assassin's Creed 2 fesselte mit einer fantastisch inszenierten Einzelspielerkampagne, die Assassin's Creed: Brotherhood nur ein Jahr später famos fortzusetzen vermochte. Aber erstmals lief die Assassinen-Hetzjagd via Internet auch gegen menschliche Mitspieler. Selbes Spiel bei Dungeons: Während ihr im Erstling nur solo über Kerker und Kumpanen herrschen musstet, gibt’s in The Dark Lord Konkurrenz aus Fleisch und Blut. Bis zu vier Spieler können sich in den Mehrspielervarianten Deathmatch, King of the Hill und Überlebenskampf duellieren. Als spielbare Bosse greift ihr auf die bekannten Minos, Calypso, Zombiekönig oder Dungeon Lord zurück.
Trotz der augenscheinlich größten Veränderung bleiben Solisten nicht auf dem Trockenen sitzen. Realmforge schaufelt noch mal eine eigenständige Kampagne in den Ofen, die euch etwa acht Stunden lang kräftig einheizen möchte. Warm anziehen solltet ihr euch in jedem Fall, wenn ihr die rutschigen Gänge der neuen Eiskristallhöhle beschreitet. Dort könnt ihr euch nicht nur einen ärgerlichen Gefrierband, sondern auch leicht den Tod durch den „abgebrühten“ Bossgegner Yeti holen.
Und sonst? Vor allem Detailveränderungen und -verbesserungen. Realmforge tüftelt an frischen Fertigkeiten und Zaubersprüchen, die sich speziell auch an den Mehrspielermodus richten, klebt neue Gegenstände zum Dekorieren eurer Kerker zusammen und ermöglicht den Zugriff auf diverse Dungeon-Ebenen und Inventare nun im gleichen Level. Bei der reinen Spielmechanik hat sich hingegen nichts geändert: Als Kerkermeister staffiert ihr euren Dungeon mit Goldschätzen, Fundstücken und Monsterbrutstätten attraktiv aus. Ein wahres Fest für Krieger, die sich wagemutig in eure hübsch eingerichtete Viele-Gänge-Wohnung stürzen, um Erfahrungspunkte zu sammeln.
Wie eine fleischfressende Pflanze schnappt ihr nach dem Anlocken der Beute aber blitzschnell zu, überwältigt den Krieger in einem Kampf und saugt ihm in eurem Verlies saftige Seelenenergie aus. Konkrete Aussagen, wie Dungeons: The Dark Lord handlungstechnisch an den Vorgänger anknüpft, lassen Kalypso Media und Realmforge Studios bis auf weiteres offen. Im Vorgänger wurdet ihr anfangs noch eurer Kräfte beraubt und musstet sie über den Verlauf der Geschichte durch ein immer weiter steigendes Ansehen bei eurem Vorgesetzten zurückerlangen.
Auch unter der Haube hat sich – mal abgesehen vom neu eingepflanzten Mehrspieler-Code – nichts Großartiges verändert. Ganz so dringend waren technische Veränderungen aber ohnehin nicht, schließlich schneiderten die Realmforge Studios dem Spiel ein durchaus ansehnliches Grafik-Kleid auf den Leib. Ein bisschen mehr Liebe zum Detail und höher aufgelöste Texturen hätten wir uns allerdings trotzdem gewünscht. weiter...
Wer sich von der einen oder anderen Schwäche beim Missionsdesign, dem Spieltempo oder der Spielbalance des Vorgängers nicht den Spaß verderben ließ und endlich wieder Kerker dekorieren möchte, wird mit Dungeons: The Dark Lord frisches, aber doch bekanntes Futter vorgesetzt bekommen.
21.12.2011
Weihnachts-Special für Steam-Kunden [1]
03.06.2011
Sequel für September angekündigt
Dungeons: The Dark Lord - Review
The Dark Lord will mit einer eigenständigen Kampagne und einem neuen Mehrspielermodus der Kerkersimulation neuen Schwung...
Dungeons: The Dark Lord - Demo
29.09.2011
Demo: PC-Sequel jetzt antesten
Dungeons: The Dark Lord - gamescom 2011 Trailer
Messe-Trailer zum eigenständigen Add-on
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare