29.07.2011 - Yves Günther
Vor allem der Cartoon-Look und die zweidimensionale Perspektive wecken Erinnerungen, auf der spielerischen Seite verschwimmen die Ähnlichkeiten dann aber schnell. Azteken und Wikingern sind passé, im Jahr 3587 zieht ihr mit Söldnern in einen intergalaktischen Kampf – und zwar zwischen den Fronten. Seit Jahren toben im Universum erbitterte Kriege, geführt von gigantischen Roboterarmeen, was nun zu einer Pattsituation geführt hat. Als einer von drei Awesomenauts, den lebensmüden Söldnern und Hauptcharakteren des Spiels, entscheidet ihr in der finalen Schlacht gegen ein Team aus drei anderen Awesomenauts über Sieg oder Niederlage. Bis alle Spielerplätze von Menschen aufgefüllt worden sind, übernimmt der Computer diese Aufgabe übergangsweise.
Unterstützung bekommt ihr dabei immer wieder von kleinen Druiden, die sich mutig und unbeirrt an die Front stürzen. Schließlich sind die gegnerischen Söldner nicht euer einziges Problem, auf den mindestens zwei alternativen Routen trefft ihr nämlich auch auf feindliche Türme. Die stecken nicht nur mächtig viel ein, sondern pulverisieren euch in Windeseile zu Weltraumstaub. Da hilft nur, entweder eins der Hilfspakete aufzusammeln oder sich auf Knopfdruck in die Basis teleportieren zu lassen. Das ist nicht nur schneller, als zu sterben und nach kurzer Zeit wieder auf die Karte hinunterzustürzen, sondern lässt euch dort auch gleich noch mal die Fähigkeiten aufwerten.
Mittels der silbernen und goldenen Würfel, die ihr beispielsweise für das Liquidieren der Gegner kassiert, könnt ihr neue Angriffe erlernen, bekannte Attacken in drei Stufen verbessern oder Allgemeines wie die Laufgeschwindigkeit eures Awesomenauten erhöhen. Je nach Charaktertyp, der nur zu Beginn der Runde ausgewählt werden kann, unterscheiden sich auch die Eigenschaften. Der Cowboy greift beispielsweise klassisch auf Dynamitstangen und Revolver zurück, während „Froggy G“ mit Wasserpistole und einem kleinen Wirbelsturm gehörig Schaden anrichtet. Nicht ohne Grund, denn neben den Kontrahenten und feindlichen Türmen muss als finaler Schlag die gegnerische Basis in Schutt und Asche gelegt werden.
Nach der ersten Orientierungsphase, in der ihr noch recht plan- und ziellos durch die Welt stiefelt, geht die Bedienung in Fleisch und Blut über. Und dann entwickelt sich Awesomenauts zu einer irrwitzigen, rasanten und packenden Schlacht – wie Worms, nur in Echtzeit. Einziger Wermutstropfen: Zum Start des Spiels stellen Ronimo Games nur magere drei Karten zur Verfügung, weitere sind auch nach der Veröffentlichung nicht geplant. Das könnte auf Dauer eine echte Spielspaßbremse werden. Aber: Die Utrechter denken immerhin über weitere Charaktere als Zusatzinhalt nach, die frischen Wind in die Partien bringen sollen. weiter...
Die Weltraumschlacht verspricht eine für ein Download-Spiel ungewöhnlich tiefgründige Spielmechanik, bedingt vor allem durch die unterschiedlichen Charaktere und die großen, verwinkelten Karten.
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