26.01.2006 - André Linken
Wer sich auch nur halbwegs mit dem Untergenre der Taktikshooter beschäftigt, hat sicherlich schon mal den einen oder anderen Teil der ‘Rainbow Six’-Reihe in Händen gehalten. Auch in ‘Rainbow Six: Lockdown’ bleibt das Grundprinzip unverändert. Ihr schlüpft in die Rolle eines Squadleaders der so genannten Rainbow-Six-Spezialeinheit. Diese kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Situationen besonders brenzlig sind. Und auch diesmal reist ihr um den halben Globus, um fiesen Bösewichtern das Handwerk zu legen.
Alles wie gehabt?In den ersten Minuten fühlt sich ‘Rainbow Six: Lockdown’ eigentlich genauso an wie seine Vorgänger. Bevor ihr eine der insgesamt 16 Missionen startet, führt euch ein kurzes Video-Briefing in die bevorstehenden Aufgaben ein. Diese kleinen Clips samt Sprachausgabe sind recht atmosphärisch inszeniert und sind eine willkommene Abwechslung zu den Textwüsten mancher Konkurrenten. Das Briefing verrät euch interessante Details zu den Einsatzzielen sowie den beteiligten Personen. Eine Übersichtskarte mit wichtigen Schlüsselpunkten erscheint ebenfalls auf dem Bildschirm. Das ist auch leider das erste und letzte Mal, dass ihr die Map zu Gesicht bekommt, denn eine zuschaltbare Version innerhalb einer Mission sucht ihr vergeblich. Was jedoch sofort ins Auge fällt: Der teilweise etwas umständliche Planungspart vor jedem Einsatz gehört der Vergangenheit an. Es folgt lediglich eine kurze Ausrüstungsphase für den Squadleader samt seinen drei Teammitgliedern, dann geht es auch schon los.
Besagtes Equipment ist allerdings nicht nur schnödes Beiwerk, sondern bedarf durchaus vorausschauender Planung. Insgesamt stehen euch über 40 verschiedene Waffen, Granatenvarianten und Gadgets zur Verfügung. Je nach Missionstyp empfiehlt sich beispielsweise die Ausrüstung mit Blend- und Rauchgranaten, um eure Gegner in engen Gängen und Räumen auszuräuchern. Wer nicht die nötige Geduld bzw. Muße mitbringt, überlässt diesen Part einer Automatik, die euer Team wie von Zauberhand mit brauchbarer Ausrüstung bestückt. Jetzt fällt aber unweigerlich der Startschuss.
Globetrotter im Namen des GesetzesWie bereits erwähnt, führen euch die Einsätze der Spezialeinheit rund um den halben Erdball. Vom sonnigen Südafrika bis zum idyllischen Frankreich reicht dabei das Angebot des staatlich finanzierten Reiseveranstalters. Die Zielsetzung der Missionen ist an sich recht abwechslungsreich. Mal schlagt ihr euch durch eine Tiefgarage, um ein paar Geiseln aus den Händen übler Terroristen zu befreien. Wenig später findet ihr euch in den Gassen einer nahöstlichen Wüstenstadt wieder oder ladet von Computerterminals wichtige Daten herunter. Der Einsatz ist stets in Untersektionen aufgeteilt, doch leider ist der Aufbau sehr linear. Wirkliche Alternativrouten oder sekundäre Vorgehensweisen gibt es so gut wie überhaupt nicht. Schade eigentlich, denn das würde den Ablauf etwas interessanter gestalten.
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